#T1DIABETESBARCAMP45PLUS – Meine Session „Diabetes und Technik“

Matthias hatte sich schon lange in seinem Kalender ein weiteres besonderes Event eingetragen: #T1DIABETESBARCAMP45PLUS. Nach seinem ersten #DIABETESBARCAMP im September 2018 war seine Begeisterung groß über das „WIR SIND VIELE“. Für ihn war klar, eine eigene Session zu „hosten“, das ist eine neue Herausforderung. Matthias erzählt euch in seinem Bericht, wie seine Session gelaufen ist.

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Eine Session „hosten“ – Soll man das wirklich machen?

Klare Antwort: „Ja.“ Das stärkt das Selbstbewusstsein und macht viel Spaß! Ich hatte im Vorfeld vom Barcamp eine konkrete Idee. Soll ich dieses Thema vor einer Gruppe unbekannter Leute vorstellen und moderieren?

Quelle: Kirchheim-Verlag | Stephan Benz

Motiviert durch meinen Leitsatz „Die Welt gehört den Mutigen“ stellte ich mein Thema gleich zu Beginn der Session-Planung vor. Die Session-Karte platzierte ich an der Magnetwand für den Raum „PINK“. Meine Session war von 11.15 bis 12.00 Uhr angesetzt.

Ich möchte jeden von euch motivieren, euch zu trauen, eine Session zu moderieren. Das Reden vor einer Gruppe ist nicht schlimm. Mir hat es viel Spaß gemacht. Auf zukünftigen Barcamps möchte ich weitere Sessions moderieren.

Quelle: Kirchheim-Verlag | Stephan Benz

Diabetes und Technik – Fluch und Segen zugleich

Für mich ist die Nutzung der Technik eindeutig ein Segen. Über 20 Jahre habe ich nun meinen Diabetes. Zu Beginn hatte ich nur die Möglichkeit, meinen Blutzucker klassisch mit einem Blutzucker-Messgerät zu bestimmen. Dies hatte große Blutzucker-Schwankungen, sowohl im hohen als auch im niedrigen Bereich, zur Folge. Mit den heutigen Möglichkeiten von rtCGM und DIY-Loop (dies ist keine Therapieempfehlung) kann ich meinen Blutzucker zu 90% im Zielbereich stabilisieren.

Quelle: Matthias Momm – Screenshot

Pro und kontra über die liebgewonnenen Techniken

Aus der Gruppe der Session-Teilnehmer kommen alle, bis auf eine Teilnehmerin, gut zurecht mit Techniken wie FGM (Flash Glucose Monitoring) und rtCGM. Ungefähr die Hälfte davon nutzt eine Insulinpumpe. Wichtig hier zu erwähnen ist, dass man Vertrauen in die Technik haben sollte. Zur Kontrolle messen die Teilnehmer ihren Blutzucker mit einem klassischen Blutzucker-Messgerät.

Einige Teilnehmer berichten über störende FGM-/rtCGM-Alarme. Andere empfinden diese als hilfreich für ihre Diabetestherapie.

Folgende Fragen beschäftigen sehr viele der Teilnehmer:

  • Kann die liebgewonnene Technik noch gut im Alter bedient werden?
  • Wie sieht es mit der Fingerfertigkeit beim Setzen von Katheter und Sensoren aus?
  • Ist die Bedienung von Insulinpumpe und FGM-/rtCGM-Empfangsgeräten im Alter zu kompliziert?
  • Was passiert mit Technik im Körper (Eversense-rtCGM)?

Die meisten Teilnehmer wollen auch im fortgeschrittenen Alter nicht auf die Technik verzichten. Durch diese erfahren sie eine Steigerung ihrer Lebensqualität.

Positive Einblicke durch kontinuierliche Gewebezucker-Verläufe

Ein Teilnehmer berichtet positiv über seine Einblicke und Erkenntnisse in den Gewebezucker-Verlauf in Verbindung mit der Nahrungsaufnahme. Die Erkenntnis für ihn ist, dass er seine Essgewohnheiten anpassen muss. Einige Teilnehmer nennen die bessere Einstellmöglichkeit der Basalrate aufgrund der verwendeten Technik. 

Eine andere Mitwirkende der Session schildert ihre positiven FGM-Erfahrungen und die damit erhöhte Lebensqualität. Sie nutzt das FGM seit der Markteinführung und möchte es nicht mehr missen. 

Verbesserungen werden gewünscht in Bezug auf Kompatibilität zwischen den Techniken (Pumpe, FGM/rtCGM) hinsichtlich der Auswertung der Zuckerverläufe.

DIY-Loop, meine Therapie auf eigenes Risiko

Seit Beginn der #WeAreNotWaitingBewegung bin ich mit meinem DIY-Loop „am Start“. Es gab weltweit vor drei Jahren nur eine Handvoll „Looper“. Ich war weltweit die Nummer 36. Seitdem therapiere ich mich auf eigenes Risiko mit meinem DIY-Loop. Mittlerweile gibt es weltweit ungefähr 2500 „Looper“. Ich gab den Teilnehmern kurze Einblicke über meine Anfänge und die Entwicklung des DIY-Loops und sprach über die Vor- und Nachteile. Es handelt sich beim DIY-Loop keineswegs um ein fertiges Produkt. Jeder muss hier selbst „Hand anlegen“.

Fazit der Session

Die Session hat sehr viel Spaß gemacht. Es war toll, dass die Teilnehmer rege mitgewirkt haben. Durch den Gedankenaustausch innerhalb der Gruppe hoffe ich, dass auch andere Diabetiker den Mut fassen, sich mit neuer Technik zu beschäftigen.

 


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