Essen aus der Natur – Kürbis und Esskastanien

Heute zeigt Matthias, dass er nicht nur ein begnadeter „DIY-Bastler“ ist, auch das Kochen ist eine seiner Leidenschaften. Passend zur Jahreszeit gibt es etwas Leckeres aus der Natur. Für ihn als Hobbykoch ist es wichtig, dass das Essen aus einfachen Zutaten zubereitet werden kann, ohne viel Aufwand.

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Zuerst einmal raus in die Natur auf „Nahrungssuche“

Herbstzeit ist Kürbis- und Esskastanienzeit. Kürbisse gibt es bei uns an jeder Landstraße. Aber wo kann ich Esskastanien sammeln? Ich hörte einmal, es gibt in der Pfalz entlang der Deutschen Weinstraße gute mediterrane Lagen, wo „Keschde“ (wie die Pfälzer die Esskastanien nennen) bestens gedeihen. Welch ein Glück, gute Freunde von mir wohnen in dieser Gegend. So ging es in den Haardter Keschdewald. Die besten Keschde sind an steilen Berghängen weit oben zu finden, Kraxeln am Berg war also angesagt. Erschöpft und sehr zufrieden kamen meine Frau und ich mit vier Kilo Keschde zuhause an.


Quelle: Matthias Momm

Kürbis und Keschde – was nun machen daraus?

Als technikaffiner Mensch möchte ich mich mal so ausdrücken, es gibt Kürbis und Keschde in folgender „Konfiguration“:

  • Vorspeise: Kürbis-Suppe mit Kokosmilch
  • Hauptgang: Kürbis mit Keschde und Pasta
  • Nachtisch: Kürbis-Grieß-Dessert

Unter den vielen Kürbissorten bevorzuge ich den aromatischen Hokkaido-Kürbis. Die Schale kann man ohne Bedenken mitessen, so dass er nicht geschält werden muss.

Nichts wird weggeworfen – Rösten der Kürbiskerne

Den Kürbis säubere ich mit kaltem Wasser. Weil das Ganze etwas klebrig ist, löse ich die Kürbiskerne vom faserigen Fruchtfleisch unter fließendem Wasser. Zum Trocknen lege ich die Kerne für ein paar Stunden in die Sonne. Sehr gut geeignet zum Rösten der Kerne ist eine Pfanne. Ich nehme für das Rösten meinen Stahl-Wok (auf Gas).

Die Kerne werden im heißen Olivenöl unter ständigem Rühren geröstet, bis sie eine leichte braune Farbe haben. Das dauert ungefähr 8 Minuten. Nach der Röstung werden noch Salz, Pfeffer und Paprika dazugegeben. Die Kürbis-Kerne sind fertig und können universell verarbeitet werden (Müsli, Salat oder einfach abends vor dem Fernseher zum Naschen).

Quelle: Matthias Momm, Kürbiskerne im Wok

Kürbissuppe mit Kokosmilch und Ingwer

Los geht’s mit der Kürbissuppe. Hier sind die Zutaten für zwei bis drei Personen:

  • 1 Hokkaido-Kürbis
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer (klein geschnitten ca. 1 EL)
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • Olivenöl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer, Curry
  • ½ Becher Sauerrahm

Nach dem Waschen und Entkernen des Kürbisses schneide ich ihn in kleine Würfel. Eine Zwiebel, etwas Ingwer und eine Knoblauchzehe schneide ich ebenso klein.

Quelle: Matthias Momm, Kürbis, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer

Das Olivenöl wird in einem ausreichend großen Topf erhitzt. Dann werden Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer scharf angebraten. Unter Rühren gebe ich die Kürbis-Würfel dazu. Auf mittlerer Flamme lasse ich die Zutaten ca. 20 Minuten köcheln. Nun nehme ich den Topf vom Herd, gebe die Kokosmilch dazu und püriere es mit einem Pürierstab, bis alles schön sämig ist.

Zum Schluss wird alles mit Salz, Pfeffer und Curry abgeschmeckt. Zum Verfeinern kann etwas Sauerrahm in die Suppe eingerührt werden. Alternativ kann man sich auch einen kleinen Klecks auf die Suppe machen.

Die Kürbissuppe ist fertig. Guten Appetit.

Quelle: Matthias Momm, Kürbissuppe mit Kokosmilch und Ingwer

Kürbis mit Keschde und Pasta

Die Zutatenliste für das Hauptrezept, welches für drei bis vier Personen gedacht ist, sieht wie folgt aus:

  • 200 g gekochte und geschälte Keschde
  • 4-5 Schalotten
  • 2 EL Butter
  • 2 EL Ahornsirup
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 300 g Frischkäse (Schale)
  • 2-3 TL Meerrettich (scharf) aus dem Glas
  • 1 Stück frischer Meerrettich
  • 1 EL Zitrone
  • Salz, Pfeffer
  • 400-500 g frische Nudeln (z.B. Bandnudeln)

Ich koche die Keschde im Dampfgarer für 20 Minuten. Ersatzweise klappt Salzwasser im Kochtopf sehr gut. Vor der Zubereitung im Dampfgarer oder dem Kochtopf schlitze ich ein 1-cm-Kreuz in die Schale der Keschde, wobei es keine Rolle spielt, ob das Kreuz oben oder auf der flachen Seite geritzt wird. Das Ritzen des Kreuzes ist wichtig, um ein Aufplatzen durch die Hitze zu vermeiden. Sobald die gekochten Keschde ein paar Minuten abgekühlt sind, entferne ich die Schale und schneide die Keschde in kleine Viertel.

Quelle: Matthias Momm, 200 g Keschde (rechts: geschält, 84 g KH)

Die klein geschnittenen Schalotten erhitze ich mit der Butter in einer Pfanne. Sobald diese glasig sind, werden für weitere 7-8 Minuten die geviertelten Keschde gedünstet. Abschließend kommt für das Karamellisieren Ahornsirup dazu. Nun die Pfanne vom Herd nehmen. Für die Sauce erhitze ich die Brühe und rühre Frischkäse und Meerrettich (aus dem Glas) ein und schmecke die Zutaten mit Zitrone, Salz und Pfeffer ab.

In die fertige Sauce hebe ich vorsichtig die karamellisierten Keschde unter und halte sie auf kleiner Flamme warm. Abschließend koche ich die frischen Nudeln zwei bis drei Minuten in Salzwasser. Den krönenden Abschluss bildet frisch gehobelter Meerrettich, welcher über das fertige Gericht gestreut wird.

Bis auf die Herstellung der Keschde, man kann sie auch frisch kaufen, ist das Hauptgericht schnell zubereitet.

Quelle: Matthias Momm, Pasta mit Keschde

Kürbis-Grieß-Dessert

Das Drei-Gänge-Menü wird mit folgendem Dessert abgerundet, die Zutatenliste sieht wie folgt aus:

  • 500 g Halloween-Kürbis
  • 100 ml Wasser
  • 5-6 EL Hartweizengrieß
  • 1 Orange, Saft und abgeriebene Schale
  • ½ TL Zimtpulver
  • 80 g Zucker
  • 250 g Quark, 20%
  • 5-6 klein gehakte Walnüsse
Quelle: Matthias Momm, Kürbis-Grieß-Dessert (Zutaten)

Die ungenießbare Schale schneide ich mit einem großen Küchenmesser ab. Wie beim Hokkaido-Kürbis werden die Kerne und das faserige Fleisch rausgeschnitten. Der in kleine Stücke geschnittene Kürbis wird mit dem Wasser 15-20 Minuten weichgekocht, anschließend mit dem Pürierstab püriert. Nun kommt der Grieß dazu. Nach kurzem Aufkochen Zucker, Zimt, Orangensaft und Orangenschale kräftig unterrühren. Nach dem Abkühlen hebe ich den Quark unter die Masse oder schichte sie abwechselnd mit Quark in einem Glas. Als Garnitur streue ich gehackte Walnüsse über das Dessert.

Quelle: Matthias Momm, Kürbis-Grieß-Dessert

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

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