Ich bin (k)ein Technikverweigerer – oder warum ich Weihnachtsferien von der Technik mache …

In der Weihnachtszeit hat Heike Lust sich vom Diabetes-Stress zu erholen und sie verzichtet komplett auf Sensoren. Kennt ihr diese innere Unruhe?

Weiterlesen...

Ich bin kein Technikverweigerer. Ich liebe Technik und wenn ich von dem Nutzen eines technischen Geräts überzeugt bin, gibt es für mich keine Grenze mit seiner Umsetzung. Ich besitze ein Smartphone, einen Park-Assistenten beim Auto oder einen Laptop fürs Büro. Für meinen Diabetes verwende ich über ein Jahr schon meine meine MiniMed 640G und trage den dazugehörigen Sensor.

Stressgefühle und innere Unruhe

Aber es gibt bei mir eine andere, innere Grenze, die ich in stressigen Zeiten –  wie es eben zu Weihnachten ist – vermehrt spüre. Eine Spannung, die mich oft unruhig werden lässt. Mein Sensor zusammen mit der Pumpe vermittelt mir dann ein Stressgefühl, eine innere Unruhe, die mich weniger frei bewegen lässt. Immer wieder nehme ich bald viertelstündlich meine Pumpe aus der Hosentasche und schaue auf die Grafik. Ist der Wert zu hoch? Habe ich noch genügend Insulin im Reservoir?  Passt der ISIG-Wert (Strom) zwischen Sensor und Körper? Dann meldet der Sensor wieder mal eine Störung, weil er eben wieder „Aktualisiert“.

Freie Weihnachten

Deswegen habe ich mich entschlossen, über die freien Tage den Sensor einfach abzulegen. Meinem Sensor und mir selbst eine Ruhepause zu gönnen. Über die Weihnachtsfeiertage will ich auf mein natürliches Körpergefühl hören. Dazu werde ich meinen (zu oft) vibrierenden Sensor über die freien Weihnachtsfeiertage einfach zur Seite legen.

Ruhe und blutiges Messen

Ich nutze die dringend benötigte Weihnachtsruhe und höre wieder auf meine innere Uhr. Bedachtsam und leise, genau so, wie es eben zur Weihnachtszeit sein sollte. Da kommt mir über die Festtage kein Alarm, weil der Blutzucker über sein Ziel geschossen ist. Da vibriert es nicht mitten in der Nacht, weil der Zielbereich unterschritten wurde.

Nein, ich teste trotzdem weiter blutig meinen Zucker. Aber einfach mit weniger Technik. Denn ich bin kein Technikverweigerer, sondern mache nur Weihnachtsurlaub von der Technik (und vom Sensor).

Ein Kommentar zu “Ich bin (k)ein Technikverweigerer – oder warum ich Weihnachtsferien von der Technik mache …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.