Süße Sünde – Erdbeertorte

Simone backt leidenschaftlich gern und zeigt Euch heute, der Saison entsprechend, wie man einen Traum von Erdbeertorte zubereitet, mit ganz normalen Zutaten, sprich ohne „Diabetikerlebensmittel“. Sie will damit deutlich machen, dass auch Diabetiker solche Torten essen können.

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[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Marken- und Produktnennung.]

Die Idee

Ich liebe die Erdbeerzeit und kann von den kleinen roten Früchten gar nicht genug bekommen! Egal ob in süßer Form oder auch mal in sauren Gerichten. Deshalb wird bei mir zuhause auch immer mal wieder etwas Neues mit Erdbeeren ausprobiert. Früher ging mein Sohn immer mit mir die Erdbeeren auf dem Feld pflücken, jetzt muss ich das allein machen.

Diesmal dachte ich mir, so eine Erdbeertorte wäre doch mal was Feines und nicht immer nur der übliche Standarderdbeerkuchen mit gekauftem Fertigboden und Glasur drüber.

Können Diabetiker meine Torte essen?

Dann war da natürlich noch die Frage, wer die denn essen wird? Mein Sohn und ich ganz klar. Und mein Mann als Diabetiker? Selbstverständlich, denn so eine „mächtige“ Torte ist kein Hindernis für einen Diabetiker.

Ich, als Typ-F-Diabetikerin, habe von meinem Mann (Typ-1-Diabetiker) schon früh gelernt: Diabetiker können alles essen, sie müssen nur die richtige Insulindosis zum richtigen Zeitpunkt spritzen.

Natürlich sollte man so ein Stück Torte nicht gerade essen, wenn man einen Blutzuckerwert von 200 mg/dl (11,1 mmol/l) hat.

Nährwertangabe/Stück, bei 12 Stücken/Torte ca.:

  • Kohlenhydrate 28g
  • Eiweiß 6g
  • Fett 28g

Ein Stück „Erdbeersünde“ ist sehr gehaltvoll. Anhand der Nährwertangabe ergeben sich zusätzlich zu den BE (oder KE) für ein Genussstück 3 FPE.

Keine Angst, das schafft jeder!

Kaum hatte ich die Idee, wurde sie auch schon umgesetzt. Erdbeeren habe ich ja immer in ausreichender Menge zuhause.

Das Wort „Torte“ ist ja zunächst einmal schon etwas furchteinflößend, auch für mich. Denkt man doch sofort an megaaufwendige Backschritte und Details. Doch ich kann Euch beruhigen, die bekommt man auch mit wenig Backerfahrung hin und Spaß macht es auch noch, kann man doch hin und wieder naschen.

Das braucht Ihr für den Teig:

  • 60g Mehl
  • 60g Speisestärke
  • 60g Kakaopulver (dunkles und nicht das übliche zum Trinken)
  • 180g Zucker
  • 2 EL Vanillezucker
  • 6 Eier
  • 1 Prise Salz
Simone backt leidenschaftlich gern und zeigt Euch heute, der Saison entsprechend, wie man einen Traum von Erdbeertorte zubereitet.
Quelle: Simone Momm

Das braucht Ihr für die Füllung:

  • 800g Erdbeeren (können auch mehr sein!)
  • 600g Sahne
  • 2 Packungen Sahnesteif
  • 2 EL Puderzucker
  • 4 cl Amaretto (oder Apfelsaft, kann auch mehr sein)
  • Schokoladenraspeln
Quelle: Simone Momm

Vorbereiten der Backform

Es wird eine Springform mit ca. 26 cm ∅ benötigt. Die habe ich zuerst  ausreichend eingefettet und dann Brösel hineingestreut und durch Schwenken der Form gut verteilt. Das bewirkt, dass der Teig nicht anklebt und nach dem Backen leicht von der Form zu lösen ist.

Ran an den Teig!

Als erstes werden die Eier getrennt. Bitte aufpassen, dass kein Eigelb ins Eiweiß fließt! Denn als Nächstes wird das Eiweiß mit der Prise Salz steifgeschlagen. Während meine Küchenmaschine so vor sich hinrührt, lasse ich immer wieder nach und nach den Zucker und den Vanillezucker einrieseln.

Sobald das Eiweiß steif genug ist (Schüsselumdrehtest), wird das gequirlte Eigelb untergezogen.

Als Nächstes treffen Mehl, Speisestärke und Kakao zusammen. Gut vermischen und dann über die Eimasse sieben und danach vorsichtig unterheben.

Dann kommt der flüssige Teig in die Backform und ab in den Backofen bei 180°C Umluft für ca. 35 Min.

Die Stäbchenprobe hilft beim Bestimmen, ob der Teig fertig ist!

Quelle: Simone Momm

Der Boden – aus 1 mach 3

So, Boden fertig gebacken. Jetzt heißt es, ihn in der geschlossenen Form gut abkühlen zu lassen.

Quelle: Simone Momm

Das Abkühlen ist wichtig, da aus dem einen Boden nun drei Böden gezaubert werden müssen. Dies gelingt ganz einfach mit einem reißfesten Faden. Vorher habe ich den Boden rundherum mit einem Messer, auf der gewünschten Höhe für die zwei abzutrennenden Böden, leicht angeritzt. Dann lege ich den Faden an einer Stelle an und ziehe ihn wie eine Schlinge zu, wodurch der erste Boden abgeteilt wird. Dies wiederhole ich und voilà, ich habe drei Böden.

Die Füllung macht’s

Weiter geht’s mit der Füllung. Dafür zunächst die leckeren roten Früchtchen waschen, abtropfen lassen und je nach Größe halbieren oder gar vierteln. Währenddessen will ich die Sahne mit dem Puderzucker und dem Sahnefestiger durch meine Küchenmaschine steif schlagen lassen, doch, oh Schreck, gerade in diesem Moment gibt sie ihren Geist auf. Mit Hand steif schlagen geht natürlich auch, aber mir würde da wahrscheinlich irgendwann der Arm abfallen. Zum Glück habe ich noch in einer hinteren Ecke ein elektrisches Handrührgerät und schon kann es weitergehen.

Die Böden beträufele ich dann großzügig mit Amaretto und streiche die erste dünne Schicht Sahne auf den untersten Boden. Danach kommen die ersten Erbeerstückchen drauf.

Quelle: Simone Momm

Auf die Früchte dann noch eine dünne Schicht Sahne und den zweiten Boden drauf, leicht andrücken. Dann wiederhole ich den Belag und zum Schluss den Deckel (dritten Boden) drauf und mit der restlichen Sahne bestreichen.

Quelle: Simone Momm

Das Finish

Zum Schluss kommen die restlichen Erdbeeren drauf und werden noch von den Schokostreuseln verfeinert. Fertig ist die Erdbeertorte!

Quelle: Simone Momm

Den Geschmackstester macht dann gleich mal freiwillig, ohne ihn lange bitten zu müssen, mein Mann. Selbst mein Sohn, der eigentlich nicht so auf Sahne steht, schneidet sich ein riesiges Stück ab. Von beiden bekommt die Torte dann ein – natürlich ganz objektives – „sehr lecker“!

Quelle: Simone Momm

Diabetes, Erdbeeren und noch mehr leckere Rezepte – Ollis Beitrag dazu: Diabetiker-„freundliches“ Obst: Erdbeeren!

25 Kommentare zu “Süße Sünde – Erdbeertorte

  1. WARUM dann süsse “Sünde”, wie bereits richtig darauf hingewiesen muß ein Diabetiker wissen wie er mit Ernährungsmittel umzugehen hat, wenn er die weiss. dann kann er auch Torte und alles andere auch, essen.

  2. Wieso “Sünde”? Können wir solche negativ wertenden Begriffe in Zusammenhang mit Essen vielleicht mal weglassen? Das ist überhaupt nicht angebracht und kann zu einem gestörtem Verhältnis zum Essen beitragen.

    1. Dein negativer, anonymer Kommentar ist auch überhaupt nicht angebracht. Hier geht es um eine leckere Torte mit vielen Kalorien. Für einige ist so ein Stückchen sicherlich eine kleine “Sünde” wert, was jedoch nicht heißt das dies immer negativ sein muss! Ich sündige gerne mal beim Essen! Wenn Du “Anonym” jedoch ein gestörtes Verhältnis zum Essen oder dem Wort “Sünde” hast, folgt dies sicherlich nicht aus meiner Torte oder deren Bezeichnung.

  3. Wie kann man bei dem Anblick der Fotos noch darüber diskutieren, warum der Text “Süße Sünde” heißt? 😀 .. Den Miesepetern ist dann auch nicht mehr zu helfen. Ich liebe die Notiz hinter der Zutat “Erdbeeren” – ich hau bei sowas immer mehr drauf (als das Rezept empfiehlt).

    Hoffentlich finde ich noch etwas Zeit zum Nachbacken!
    Liebe Grüße

  4. Wenn es um eine leckere Torte mit vielen Kalorien geht, warum muss das mit einem negativen Begriff wie “Sünde” betitelt werden? Wieso muss uns Menschen mit Diabetes ein schlechtes Gewissen gemacht werden? Wieso ist ein leckerer Kuchen gleich eine Sünde?
    Worte haben Macht und man hat als Mensch mit Typ 1 sowieso ein komplizierteres Verhältnis zum Essen, weil man halt nicht einfach so losessen kann. Wir müssen vor jedem Essen reflektieren, was wir zu uns nehmen und dann da noch ein negatives Wort wie “Sünde” hineinzubringen, macht die Sache nicht angenehmer. Wenn es darum geht zu zeigen, dass Menschen mit Diabetes alles essen können, sind negativ belegte Worte einfach daneben.

    1. Also ich habe kein kompliziertes Verhältnis zum Essen 🙂 Nur, weil ich darüber nachdenke, wie viele KH & Co. da nun drin sind, heißt das automatisch nicht, dass ich ein kompliziertes Verhältnis dazu habe! Sogar im Gegenteil! Ich denke seit der Diagnose 2x nach, ob es das wirklich “wert ist” – diese Torte wäre es. Ich SÜNDIGE gerne :-p

      Jedoch würde ich gerne erfahren, wie es bei dir dazu kommt, dass du ein kompliziertes Verhältnis zu Essen hast. Vielleicht kann man sich mal austauschen? Schreibe mir gerne eine Nachricht 🙂

      Liebe Grüße
      Nathalie

  5. Also mein Mann als Typ 1 Diabetiker, hat kein kompliziertes Verhältnis zum Essen. Zum einen hättest Du mal meinen Bericht richtig lesen sollen, denn da spreche ich ja gerade davon, dass so eine Torte kein Hinderniss für Diabetiker ist und zum anderen glaube ich nicht, dass Du als Anonymer hier ein Recht hast pauschal für alle Diabetiker zu sprechen. Du machst nämlich mit Deinen Kommentaren genau das, was Du meiner Überschrift ankreidest, nämlich suggerierst Du, dass alle Diabetiker ein kompliziertes Verhältnis zum Essen haben. Also wenn das mal nicht negativ ist!

    1. Also pauschal spricht für mich persönlich niemand, meinen Kommentar habe ich selbst verfasst und geschrieben. Sich selbst als “Anonym” zu betitelt, da habe ich auch meine Probleme damit. Zu dem was ich sage und schreibe, stehe ich mit meinem Namen. Ich meine auch nicht, daß die Mehrzahl der Diabetiker ein kompliziertes Verhältnis zur Ernährung (beim Typ2 bin ich mir da nicht so sicher) haben.
      Und die Moral von der Geschicht: Erdbeertorte esse ich weiterhin:-))

  6. Meine Anfänge beim Diabetes waren beim Essen mit vielen Verboten und Einschränkungen belegt. Trotzdem habe ich kein gestörtes Verhältnis zum Essen entwickelt. Dafür esse ich zu gerne und genieße Essen auch.
    Dieser Kuchen ist für mich tatsächlich jede Sünde wert.
    Mein/e liebe/r Anonymus, wenn du Probleme mit dem Essen und Begriffen der deutschen Sprache hast, tust du mir leid. Aber das gibt dir nicht das Recht deine Probleme auf alle Diabetiker zu projizieren.

  7. Ich hab genauso wenig ein Recht, für alle Menschen die Diabetes haben zu sprechen, wie du. Ich gebe dir hier mein Feedback und ich hätte wirklich gerne eine eine Antwort auf meine Fragen.
    Ich möchte dir hier zu bedenken geben, dass vielleicht nicht alle so perfekt mit dem Diabetes umgehen können, wie du, äh ich meine natürlich dein Mann!
    Es gibt keinen (verantwortungsvollen) Menschen mit Diabetes, der sofort ohne weiteres losessen kann, ohne sich Gedanken zu seinem Essen zu machen. Wir müssen alle FPEs schätzen und berechnen und uns Gedanken über unseren aktuellen Wert machen und ob nach dem Essen noch Bewegung geplant ist usw usw. Auch wenn es vielleicht nach außen hin einfach aussieht (und mit Loop unterstützt gut funktioniert, wie bei deinem Mann), die Gedanken sind da und das Kopfrechnen findet auch statt. Und natürlich trägt das zu einer veränderten Sichtweise auf das Essen bei. Ja, Essen ist nicht so unbeschwert und daher ist es auch so wichtig, dass nicht noch zusätzlich Essen negativ bezeichnet wird. Kuchen ist Kuchen und keine Sünde.

    1. Eigentlich hat jemand, der zu feige ist seinen Namen hier kundzutun und dann auch noch einen shitstorm nur bezüglich eines Wortes fabriziert, dass mit dem eigentlichen Bericht nicht wirklich was zu tun hat, keinerlei Reaktion verdient. Entweder kapierst Du nicht um was es hier geht oder aber Du bist einfach beratungsresistent. Anscheinend ist Dir der umgangssprachliche Begriff dass man beim Essen sündigt nicht geläufig. Und selbst Menschen ohne Diabetes sündigen!
      Deine Belehrungen hinsichtlich des Umgangs mit Diabetes hättest Du Dir sparen können, da ich seit über 20 Jahren an der Seite eines Diabetikers lebe und mich sehr wohl damit auskenne. Ich glaube Du hast ganz andere Probleme und versuchst diese hier auf dem falschen Terrain zu lösen. Weißt Du was, wenn Dir mein Artikel nicht gefällt, auch gut, nur lass einfach dann auch Deine unqualifizierten Äußerungen. Letztmalig: es geht hier um einen ganz neutralen Koch- bzw. Backbericht, ohne mit erhobenem Zeigefinger für Diabetiker. Das Wort “Sünde” ist lediglich als umgangsprachliche Überschrift gewählt worden, nicht mehr und nicht weniger.

  8. Für mich wäre das eindeutig auch eine Sünde. Perfekt für einen “Cheat Day”. Liegt aber nicht an Diabetes oder nicht, sonder einfach an der Einstellung zum Essen allgemein. Und ich finde genau deshalb passt der Name sehr gut. Denn natürlich sollte man auch als gesunder Mensch nicht 3 Stücke pro Tag davon verdrücken. Wer auf seine Ernährung achtet (unabhängig vom Fuktionsgrad der Pankreas) wird sich mit diesem Titel sehr gut identifizieren können!

  9. Wenn man als Autor einen Bericht verfasst und diesen Online stellt, sollte man schon auf seine Wortwahl achten. Umgangssprachlich und neutral ist das Wort Sünde für dich vielleicht, ich finde es unpassend und mir wird direkt ein schlechtes Gewissen impliziert. Sünde klingt für mich nach eigentlich sollte ich das jetzt nicht essen und muss jetzt ein schlechtes Gewissen haben. Ich will aber keins haben und will auch nicht von anderen eingeredet bekommen, dass ich eins haben müsste.
    Ob ich jetzt unter dem Namen anonym schreibe oder unter dem Namen Monika oder Lisa oder Horst oder Peter, bleib bitte bei der Sache und denk mal drüber nach ob deine Wortwahl nicht für andere Menschen verletzend sein könnte. Das ist auch kein Shitstorm denn ich beleidige weder dich persönlich noch andere. Ich gebe lediglich zu bedenken, dass deine Wortwahl ungelungen ist. Menschen mit Diabetes haben ein größeres Risiko eine Essstörung zu bekommen als Menschen ohne Diabetes, auch wenn manche Autoren hier nicht davon betroffen sind sollte man vielleicht ein wenig mehr Rücksicht nehmen.

  10. Wow…Wow…eigentlich gehts ja nur um eine leckere Erdbeer-Torte (P.S. meine Frau hat sie bereits auch angefertigt) also dann, wenn wir bei der Sache bleiben wollen: Umgangssprachlich wird unter „Sünde“ oft eine als falsch angesehene Handlung verstanden, ohne dass damit eine theologische Aussage impliziert wäre. In trivialisierter Form begegnet der Begriff beim Verstoß gegen Diätvorschriften („gegen die Linie sündigen“), Kleidermode-Ästhetikvorstellungen („Modesünde“) oder gegen Verkehrsregeln („Parksünder“). Es lebe WiKi 😉

  11. Warum nicht so eine leckere Erdbeertorte. Frische Erdbeeren, frische Torte. Also, gerade zu der jetzigen Erdbeerzeit ist mir so ein Stück sehr herzlich willkommen.
    Aber wie schon einige schreiben, so bin ich auch der Meinung, dass man als Diabetiker selbst einschätzen muss, wie viel und in was für einem Umfang man sich eine Torte gönnen kann. Man muss dennoch seine Werte im Blick behalten und realistisch einschätzen.

    In früheren Zeiten hätte ich mit Sicherheit das eine oder andere Stück genossen. Das geht jetzt nicht mehr. Aber mit diesen Einschränkungen als Diabetiker muss man eben leben, was nicht heißt, dass man dennoch hin und wieder sündigen darf.

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