Ein toller Tag in Nürnberg – #DIABETESBARCAMP 2019

Für ein Barcamp ist Matthias kein Weg zu weit. Den Wecker mitten in der Nacht gestellt, schwingt er sich in sein Auto und düst zum #Diabetesbarcamp 2019. Matthias erzählt Euch heute von seinem Tag in Nürnberg.

Weiterlesen...

Heute steht der Besuch des #Diabetes Barcamp 2019 auf meiner Agenda. Ungefähr 520 km an einem Tag für die Hin- und Rückfahrt sind kein Pappenstiel. Der Aufwand lohnt sich garantiert. Ich war bisher auf zwei Barcamps der Blood Sugar Lounge. Beide waren grandiose Events mit tollen Menschen!

Wer früh aufsteht, ist früher beim Barcamp

Am Samstag, 21.09., klingelte mein Wecker um 04.20 Uhr. Das war ziemlich früh. Abends bin ich zwar zeitig ins Bett gegangen, aber von Reisefieber geplagt, schlief ich kaum 5 Stunden. Das ist immer so, wenn ich mich auf etwas freue und aufgeregt bin, dann kommt mein Schlaf zu kurz.

Pünktlich um 05.00 Uhr startete ich zuhause in Richtung Nürnberg. Die Fahrt war anstrengend, aber verlief ohne Probleme, sodass ich sehr zeitig im Parkhaus (etwas abgelegen, aber mit 6€ Tageshöchstgebühr sehr günstig) gegen 07.45 Uhr vor Ort ankam. 

Handy in der Hand und die „Google Maps“-App mit den Koordinaten „Haus Eckstein“ in der Burgstraße gefüttert, traf ich um 08.00 Uhr beim Barcamp ein. Ich kenne das Team der #BSLounge und wurde selbstverständlich früher als vor dem geplanten Einlass um 09.00 Uhr hereingelassen und herzlich empfangen.

Und schon ging es los…

Dank der hervorragenden Organisation vom Kirchheim-Verlag und dem #BSLounge-Team startete die Begrüßung pünktlich. Anne machte, wie immer, mit ihrer Moderation einen super Job. Die Botschaft „Das Barcamp seid Ihr“ motivierte mich und viele der Teilnehmer, darüber nachzudenken, ob man eine Session vorstellen und letztendlich auch halten möchte.

Quelle: Kirchheim-Verlag (Alexander Ewert)

Noch schnell ein Selfie für Instagram

Wer Lust hatte, die Daheimgebliebenen „mitzunehmen“, holte das Handy raus und machte ein Selfie. Ich bin zwar alles andere als ein Selfi-Profi, aber das ist völlig egal, Hauptsache schnell ein Foto geknipst und in Instagram gepostet.

Quelle: Matthias Momm

Die Sessiontafel am Anfang…

Bekanntermaßen füllt sich die am Anfang noch sehr „nackte“ Sessiontafel recht schnell. Die anfängliche Schüchternheit der Teilnehmer, eine Session vorzuschlagen und womöglich noch zu moderieren, wich aber schnell.

Quelle: Matthias Momm

…welche sich peu à peu mit Sessionkarten füllte

Es dauerte nicht lange und die Teilnehmer wurden aktiv: Es wurden verschiedene Sessions vorgestellt:

  • Diabetes und Sport
  • Spontanität und Diabetes
  • Diabetes und Essstörung
  • Diabetes und Diskriminierung
  • Loopen für Anfänger
  • und viele mehr…
Quelle: Matthias Momm

Ab in die erste Session „Loopen für Anfänger“

Das Interesse an der ersten Session im Raum „Gelb“ (der größte Raum) war groß (28 Teilnehmer). Der Raum war schon gut gefüllt, ich stand noch im Foyer mit einem Kaffee in der Hand, da rief Lena: „Matthias, dein Typ wird verlangt.

Seit Anfang von DIY-Loop bin ich am Start. Ich kenne sämtliche Loop-Systeme und auch die allerersten Looper (waren etwa 15 Leute). Deswegen fühlte ich mich quasi „berufen“, die Session zu starten. Mein Part war es nun, über die Anfänge und die unterschiedlichen Loop-Systeme einen kurzen Abriss zu geben. Im Folgenden wurde die Session dann von den eigentlichen Sessions-Hosts moderiert.

Quelle: Kirchheim-Verlag (Alexander Ewert)

Die Mittagspause

An dieser Stelle möchte ich ein Lob für den Caterer aussprechen: Das Mittagessen war sehr lecker und reichhaltig. Auf der anderen Seite kann man mich schnell mit dem Essen zufriedenstellen. Ich esse alles, Hauptsache die Portionsgrößen sind „männergerecht“. Das Essen am Mittag war zugegeben mein Frühstück, da ich mitten in der Nacht schon im Auto saß. Ich fühle mich auch sicherer, wenn ich ohne wirkendes Insulin (vom Frühstück) lange am Steuer sitze. Ein paar Stunden nichts essen, kein Problem für mich.

Quelle: Kirchheim-Verlag (Alexander Ewert)

Meine Session im Livestream

Viele der Barcampbesucher kamen aus dem „Lager“ Typ F (Familie, Freunde). Aber es konnte sich keiner so richtig damit anfreunden, eine „Typ-F“-Session vorzuschlagen. Somit schnappte ich mir das Mikrofon von Anne und kam noch mal auf die „Bühne“: Allgemein gehalten lud ich die Teilnehmer zu einem Austausch mit lebhafter Diskussion ein.

Das Interesse war groß, es wollte nur keiner der Teilnehmer die Session moderieren. Nach etwas Überzeugung konnte ich Thomas (hier links im Bild) überzeugen, die Session mit mir gemeinsam zu „rocken“. Anne pushte die Session in den Raum für das Live-Streaming.

Ups, dachte ich mir, eine Session live ins Internet gestreamt zu moderieren, das ist Neuland für mich. Aber Ihr kennt mich. Ich liebe Herausforderungen und somit war „Nein“ zu sagen nicht drin.

Ich startete die Session und stellte z.B. folgende Fragen, die zu einer regen und interessanten Diskussion in der Gruppe führten:

  • „Wie geht Ihr mit dem Thema Diabetes um?“
  • „Seid Ihr auch manchmal genervt rund um das Thema Diabetes?“
  • „Kann der Diabetes manchmal ein Fluch sein?“

An dieser Stelle möchte ich ein großes Dankeschön an Thomas aussprechen: „Das hat sehr viel Spaß gemacht und wir haben zusammen eine tiefgründige Session realisiert.

Ihr könnt euch die Session auf dieser Seite im Nachhinein anschauen, wenn Ihr wollt.

Quelle: Kirchheim-Verlag (Alexander Ewert)

Ab nach Hause…

Wenig geschlafen, verschiedene Sessions moderiert und besucht, war ich dann um 17.30 Uhr völlig platt. Auf zum Auto, Navi auf „nach Hause“ gestellt und ab ging’s Richtung Rhein-Main-Gebiet. Gegen 20.00 Uhr kam ich unbeschadet wieder zuhause an. Es war mit 15 Stunden ein langer, aber auch sehr schöner Tag. Die positiven Eindrücke überwiegen einfach und es „wirkt“ bis zum heutigen Tag nach.

Quelle: Matthias Momm

Fazit

Meine Beweggründe, so einen langen Weg auf mich zu nehmen, um am Barcamp in Nürnberg teilzunehmen, haben sich wieder mal erfüllt. Ich habe alte Bekannte getroffen und neue Leute kennengelernt. Pausen gab es in dem Sinne nicht für mich, da diese immer mit interessanten Gesprächen gefüllt wurden.

Konnte ich Euch mit meinem Bericht motivieren, ein Barcamp zu besuchen? Wenn ja, braucht Ihr nicht lange zu warten, denn am Samstag, 12.10., findet das Hypo-Barcamp in Frankfurt statt. Ich freue mich, Euch zu sehen.


Einen Einblick in das #Diabetesbarcamp 2019 in Nürnberg bekommt ihr auch in diesem schönen Video!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.