• Mein Name ist Carsten und ich lebe seit 20 Jahren mit Diabetes.

    Ich habe zum Ende meiner Kindheit als junger Mensch Diabetes bekommen. Warum, das weiß ich nicht. Geschwister habe ich keine und meine Mutter und […]

    • Hallo Carsten, ein interessanter Titel und ein sehr gelungener Artikel. Danke dafür!
      Ich kann mich in einigen Deiner Zeilen wiederfinden.
      Kontrolle, Genauigkeit und Disziplin sind für mich, durch den Diabetes, immer wieder zentrale Punkte in meinem Leben, die ich hinterfrage (oder hinterfragen muss).
      Auch “das Bein das Du in 10 Jahren verlieren solltest” laut Ärztin, kommt mir verdammt bekannt vor. Bei mir waren die Übeltäter ganz konkret Gummibärchen die mich laut Aussage vom damaligen Arzt irgendwann ein Bein verlieren lassen würden…
      Auch heute noch (33 Jahre nach der Diagnose) finde ich es manchmal recht schwer “gesunden” Menschen Verständnis für meine Lebenssituation mit Diabetes nahe zu bringen. So werde ich häufiger als mir lieb ist (auch von nahe stehenden Menschen) gefragt wenn ich mir z.B. nach schwankenden Werten mehr “Ruhe” als gewöhnlich gönne: Bist Du krank?
      Mittlerweile muss ich fast schmunzeln und antworte: ja ich habe Diabetes, selbstverständlich bin ich krank.
      Andererseits wird mir an dieser Stelle dann auch immer wieder sehr bewusst: das auch ich meinen Diabetes akzeptiert habe und ihm Raum geben kann. Liebe Grüße

    • Ach so: die Vorhersage des Arztes ist übrigens nicht eingetroffen, trotz Gummibärchenkonsums 😉

    • Danke für Dein tolles Feedback. VG

    • Liebe Carsten, in einigen Punkten hast du mir echt aus der Seelegesprochen. Vor allem als du von der Rolle des Starkengesprochen hast. Ich lebe seit 1997 mit der Diagnose Typ 1. Ich hatte damals leider auch niemanden der mich ” aufgefangen” hat. Komischerweise gingen und gehen auch heute noch alle meine Bekannten davon aus, daß ich stark und konsequent mit meinem Diabetes umgehen kann und alles im Griff habe.
      Tja, hat man eine Wahl???
      Es tut gut zu hören das es Diabetiker gibt, denen es genauso geht. Das motiviert sehr.
      Liebe und ” zuckersüße” Grüße
      Sarah

    • capunkt antwortete vor 4 Monate

      Hallo Martina,
      die Rolle als ein nicht direkt Betroffener und die damit verbundenen Sorgen sind andere, aber nicht weniger ernst, als die, die man hat, wenn es einen direkt selbst betrifft.
      Ich finde es aber für beide Situationen entscheidend, dass man alles aus seiner Situation heraus möglichst Richtige getan hat und tun wird, aber dabei auch nicht seine eigenen Bedürfnisse vergisst.

      VG Carsten