• 3hati4 hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #wirsindviele#wirsindviele veröffentlicht vor 1 Monat, 3 Wochen

    Wir fragen uns gerade, mein+betes+und+ich, wie sich das zunehmende nationale Abschotten gegen Corona auf die Lieferketten für unsere Medis auswirken könnte?
    Also wenn mal für Tage oder Wochen oder gar Monate unsere Sorte(n) Insulin nicht mehr zu bekommen wäre(n)? Oder unsere Teststreifen?

    Wir haben grundsätzlich zur angebrochenen immer eine volle Packung Insulin im Kühlschrank, und wenn wir die anbrechen, bestellen wir immer sofort eine neue. So auch bei den Kanülen, und dazu immer ein Ersatz-Pen in Reserve.
    Ebenso halten wir immer 2 Packungen = 200 Teststreifen in Reserve, also neue bestellen, wenn wir die Reserve anbrechen. Und natürlich haben wir ein Ersatzgerät zum Auslesen.

    Ansonsten brauchen wir nichts aus der Apotheke, mein+betes+und+ich.
    Und wie haltet Ihr das mit Euren Reserven? Und ggf. mit den Reserven von weiteren Medis und weiterer Technik?

    SUPER! So weit gestern, was wir heute hier posten wollten. Und weil wir uns nicht sicher waren, ob wir gestern unser Lantus gespritzt oder vergessen hatten, wollten wir heute morgen gleich noch auf der Bettkante messen – und haben da nicht mehr als ne leere Batterieanzeige bekommen.
    Also erstmal zum Frühstück gespritzt und seitdem hier all unseren Gruscht auf den Kopf gestellt auf der Suche nach soner Knopfzelle. 2 leere gefunden und dann endlich in ner Fernbedienung, die wir noch nie benutzt haben, eine passende und noch funktionierende. – Soviel zu hilfreichen Reserven 😉

    • Reserven? Habe ich nicht. Ich habe nur meinen Quartalsbedarf – alleine schon deshalb, weil ich keine List habe öfter zu Arzt/ und Apotheke zu gehen und keinen Platz zur Lagerung habe. Ich bin ein miserabler Prepper…
    • 3hati4 hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #wirsindviele#wirsindviele veröffentlicht vor 2 Monate, 2 Wochen

      Stichwort Lebensstil

      Wenn das Fass überläuft, muss ich Frust ablassen, heute mal wieder bei uns vielen – Stichwort Lebensstil 😉

      Hab mir gestern nebenbei wieder mal erklären lassen, dass Typ 2 vom zuvielen Zucker in zu vielem Essen&Trinken kommt, eben vom ungesunden Lebensstil. Also von etwas substanziell Falschem. Aber ist das wirklich so einfach? Dazu ein praktisches Beispiel:

      Vor Jahren hab ich für Jahre eine ältere Dame betreut. Die hatte mit
      a) 3mal am Tag Essen + 1 Stunde Ruhen im Schaukelstuhl + 20-30 Minuten mit dem Hund HBA1c 8 an der Schwelle zu 9 und medizinischen Behandlungsbedarf.
      b) 3mal am Tag Essen + 20-30 Minuten mit dem Hund + 1 Stunde Ruhen im Schaukelstuhl HBA1c deutlich unter 6 und NULL medizinischen Behandlungsbedarf.
      Selbes Essen und selbe Bewegung und kein Gramm Gewichtsdifferenz für a) progredient kranken und b) für dauerhaft gesunden alltäglichen BZ-Verlauf bei ein und derselben Person.

      Wenn das Standard-Narratief(ehrlich, sehr tief!) vom Lebensstil zutreffen würde, hätte meine gelungene Überredung der alten Frau, nach dem Essen immer zuerst mit dem Hund zu gehen, weil der doch unbedingt raus müsste, nicht die Spur von nem BZ- oder HBA1c-Erfolg haben können.

      Auf gutes Gelingen in 2021! Jürgen

      • Tja wieder mal….selbst Schuld mit deinem ungesunden Lebensstil. Obwohl man doch wissen müsste inzwischen, dass die Veranlagung zum Typ 2 auch erblich ist.
          • Besonders interessant fand ich:
            Die komplette Remission praktisch ohne jede Lebensstiländerung wurde von den behandelnden Ärzten zu keiner Zeit hinterfragt.
            Das war vor mehr als 10 Jahren, und ich habe auch bis heute keine Notiz zu ärztlicher oder gar fachärztlicher Anleitung zur gezielt persönlichen Remission gefunden. Da gilt immer nur one-size-fits-all mehr Bewegen & weniger Essen und wäre im Fall der alten Dame völlig unmöglich gewesen.
        • 3hati4 hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #wirsindviele#wirsindviele veröffentlicht vor 3 Monate

          Hab vorhin meinen neuen Tactipen abgeholt – in ner Schachtel, in die locker mehr als 5 von den Pens passen würden – in nem Etui, in dem Platz für wenigstens 2 solcher Pens ist und dazu noch für mehr als 20 Kanülen.

          Aber was mache ich mit dem Etui? Der Pen wohnt zusammen mit meinem Handy und 2 Ausweisen und Krankenkassen- und Bank- und Eintrittskarte in den Stadtpark in meiner kleinen Brust-/ Umhängetasche. Dafür ist das Etui viel zu groß. Außerdem, warum sollte ich den Pen erst in das Etui und damit dann in die Brusttasche stecken?
          Als die Enkel kleiner waren, haben sie mit solchen Pen-Etuis mit ihren Buntstiften gespielt. Aber inzwischen haben die längst auch keine Verwendung mehr dafür.

          Mir widerstrebt, so ein eigentlich recht ordentliches Teil einfach in die Tonne zu entsorgen. Hat vielleicht jemand einen konstruktiven Vorschlag?

          • Hallo,
            ja, das kann ich gut verstehen, dass Du sowas nicht einfach entsorgen willst. Vielleicht hat eine Kita in der Nähe Interesse daran, zum Selbstverwenden oder Weitergeben an eins der Kinder, für den gleichen Zweck, für den Deine Enkel früher solche Etuis verwendet haben.
            Ich habe mal Kongress-Namensschild-Bänder (die langen, die man um den Hals hängt und an die man auch prima Schlüssel o.ä. hängen kann), von denen ich eine Menge hatte, einem Jugend-Café in meiner Nähe geschenkt – die haben sich riesig gefreut und die Bänder an die Jugendlichen weitergegeben.
            Viele Grüße
            Katrin
              • 3hati4 antwortete vor 3 Monate
                Ich hab diese Teile bislang noch nie wirklich für meine Pens genutzt. Kennt überhaupt jemand jemanden, der da tatsächlich die Pens drin lagert, die er im aktuellen Gebrauch hat? Oder wäre nicht vielleicht angebracht, Sanofi & Co zu bitten, diesen aufwändigen Neumüll einfach weg zu lassen?
              • Ich gestehe …. ich benutze tatsächlich bisher das Etui. Also befördere ich ggf. dieses Etui mit einem Vorrat an Nadeln und mein Blutzuckermessgerät mit Stechhilfe und Testreifen in deren Etui. Vielleicht sollte ich für beides eine entsprechende Tasche erwerben, eventuell in Kombi mit “Kühltasche” für den Sommer? Hat da jemand Vorschläge und Erfahrungsmitteilungen für mich?
                LG Reiner
                  • Da is nix zum Gestehen. Wenn Du es nutzt, ist es doch wenigstens für Dich nützlich 🙂 Wenn Kühlung für das Insulin im Pen im Gebrauch auch nur ansatzweise notwendig wäre, hätten alle Insuliner in wärmeren Gegenden der Welt alltäglich gewaltige Probleme. Klar, nicht in der Sonne auslegen. Aber in der Innentasche vom Sakko ist mein Boluspen viele ganze Arbeitstage mit mir bei mehr als 30° mit mir unterwegs gewesen, ohne dass ich da irgendeine Fehlwirkung hätte messen können. Und mit 90% und mehr TIR bin ich da seit vielen Jahren recht kleinlich.
                  • Mit deinen 90% und mehr im TIR bist du ja optimal unterwegs! Bisher habe ich meine Pens zu den Urlauben mit Kühlelementen versehen und dann im Kühlschrank gelagert, wenn die Raumtemperatur über 25 Grad lag. Auch da werden also Erfahrungswerte interessant. Und wie weit Toleranzen genutzt werden, muss ja dann jeder für sich entscheiden.
                      • Hey, ging nicht um Strunzen, sondern um die sehr genaue BZ-Beobachtung, die dafür notwendig ist und mit der Veränderungen am Insulin direkt auffallen müssen. Mit beständig über 30° im Bolus-Pen am Mann ist da absolut nichts aufgefallen.
                        Nach Einschätzungen von Insulinern in meinen geografisch entfernteren Bekanntenkreisen ist die hier geglaubte Kühlnotwendigkeit ein gutes Geschäft für die Anbieter von Kühltaschen 😉
                    • 3hati4 hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #wirsindviele#wirsindviele veröffentlicht vor 3 Monate

                      Hab zu meiner Überraschung heute in meiner Google News die Nachricht gefunden, dass zum Prädiabetes hierzulande eifrig geforscht wird, obwohl es den nach DDG doch eigentlich gar nicht gibt https://www.scinexx.de/news/medizin/beim-praediabetes-gibt-es-sechs-subtypen/ Wenn die Forschung irgendwann mal Sinn machen wollte, müsste die Diabetologie sich wohl oder übel dahingehend umstellen, den gesunden Blutzucker-Verlauf als Behandlungsziel für ansonsten angehende Typ 2 in ihre Leitlinien aufzunehmen.

                      Allein das wäre extrem schwere Kost, sagt meine Erfahrung mit meinem mehr als 30 Jahre alten Typ 2 seit gut 20 Jahren mit ICT und seit mehr als 15 Jahren mit HBA1c unter 5,5. Nicht nur, dass mich kein Arzt oder Facharzt dazu angeleitet hat, sondern bisher haben sie mir ALLE mehr oder weniger dringend davon abgeraten.
                      Die einzigen Menschen mit Diabetes, die fachoffiziell zum 24/7 völlig gesunden Blutzucker-Verlauf zwar häufig nicht besonders zielführend angeleitet, sondern vielmehr beim Leben ihres Kindes dazu verdonnert werden, sind werdende Mütter. Ich hab im Familien- und Bekanntenkreis Schwangere nicht nur einmal heulen sehen, weil sie mehrfach in der Stundenspitze nach ner Hungermahlzeit 143 oder 149 oder 152 oder … gemessen hatten. Sorry, aber das ist nicht mehr Stress, das ist schon Folter, zumal die Frauen je auch gleichzeitig sehr ernsthaft vermittelt bekommen, dass ihr Kind die KHs dringend braucht, die sie ja dafür eigentlich essen müssen.

                      Solchen Folterdruck haben die meisten Menschen mit Prädiabetes nicht. Aber bislang außer mehr Bewegen und weniger Wiegen auch keinerlei ärztliche oder sonstige Hilfestellung.
                      Einige tausend Betroffene in GB hatten und haben im Rahmen von DiRECT wenigstens einige Stunden Coaching über die Zeit ihrer aktiven Teilnahme am Remissions-Arm der Studie. Und damit ist erstaunlich vielen von ihnen gelungen bzw. gelingt, ihren Typ 2 diagnosereifen BZ in wenigen Tagen in den völlig gesunden Verlauf zurück zu drehen und eben für die Zeit ihrer aktiven Teilnahme darin zu halten.
                      300.000-500.000 Menschen dürfen allein bei uns in D jedes Jahr von Prädiabetes auf Typ 2 vorrücken. Darunter sind erstaunlich viele, die viel für ein gutes Coaching zum Zurückdrehen im hier dargestellten persönlichen Rahmen geben würden https://www.blood-sugar-lounge.de/coaching/was-bietet-coaching-fuer-menschen-mit-diabetes-aus-dem-alltag-eines-coaches/

                    • 3hati4 hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #wirsindviele#wirsindviele veröffentlicht vor 3 Monate

                      17,1 km und 140 m Höhenunterschied zeigt mein komoot. Verkehrsmittel Rollstuhl mit Handbike-Vorspann. Um 10.30 und Null Grad und weißes bis durchsichtiges Gefiesel recht waagerecht mit bissigen Wind. Wenigstens das erste Drittel der Distanz hat sich rattig angefühlt. Bergauf hatte ich dann meine ordentliche Betriebstemperatur, bis auf eisige Finger in recht dünnen Handschuhen. Aber mit dicken kann ich die Griffe nicht ordentlich fassen.
                      Musste unten an der Tür zu meiner Hausarztpraxis erstmal üben, bis sich die Gesundheitskarte aus der Tasche ziehen lassen wollte. Die einlesen lassen, war der nützliche Grund für den Ausflug. Kurzer Anruf in der Praxis, und die Karte wurde mit ein paar netten Worten zum Jahreswechsel geholt und zurückgebracht.
                      Klar sitze ich nun längst wieder zuhause und warm hier am Schreibtisch. Eben sagen die Nachrichten, dass die Kanzleramtsrunde statt schon um 11.00 gerade erst vor ner halben Stunde zusammengetreten ist, um die “Marschrichtung” für die nächsten Wochen auszuhandeln. Und ich drück uns mal die Daumen, dass wir den Anfang von 22 sehr viel freier und unbeschwerter erleben können 🙂

                      Reiner war so nett und hat mich hierher eingeladen, und wer mehr Info zu mir sucht, schaut vielleicht mal in die Alters-WG?

                      • reiner antwortete vor 3 Monate
                        Hallo Jürgen. Nett, dass du meiner Einladung gefolgt bist. Jetzt hoffe ich, dass einige Mitglieder von ihren Erlebnissen und Erfahrungen berichten. LG
                      • 3hati4 hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #TheWalkingDiabetes#TheWalkingDiabetes veröffentlicht vor 1 Jahr, 5 Monate

                        Laufen ist ja nun mal Standard beim Thema regelmäßig Bewegung. Dass das bei mir mit mit Handbike am Rollstuhl funzt, hatte ich schon mal geschrieben.
                        Wenn das nicht geht, z.B. weil’s schüttet oder gerade nicht so in den Teil vom Tagesplan passt, gehen aber meistens doch noch meine Stehaufmännchen hier am Schreibtisch. Dafür drücke ich mich auf die Armlehnen vom Sessel gestützt in den Stand und lass mich laaangsam – nix plumpsen – wieder runter. So 10mal auf & nieder, und dann ein bisschen Pause und dann wieder 10mal usw… Jetzt z.B. nach dem Mittagessen wenigstens 8 solcher 10ner Päckchen zum Ausgleich vom kleineren Bolus. Die 8 sind meine persönliche Erfahrungszahl und keine Garantie dafür, dass das bei anderen auch so funktioniert.

                      • 3hati4 hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #TheWalkingDiabetes#TheWalkingDiabetes veröffentlicht vor 1 Jahr, 5 Monate

                        Muss zugeben, dass ich enttäuscht bin, weil ich hier nix gefunden habe, was irgendwelche Lauf- und BZ-Bewegungen in systematisch erhellendere Zusammenhänge bringt, oder hab ich was überlesen?

                        Ok, vielleicht erwarte ich ja was anderes, als die meisten hier erwarten. Aber uns Typ 2 wird doch gerne vorgeworfen, dass wir uns unseren Diabetes mit Nichtbewegen selbst angedient hätten und ihn eben mit ausreichend Bewegen wieder los würden. Und ich hab/bin nun mal Typ 2. Und hier mal mein konkretes Beispiel für was ich meine:

                        Sport habe ich wie dieser hier angefangen https://www.youtube.com/watch?v=Ubt3EbOpIJM . Das eigene Fahrgestell ist infolge Polio als Baby und Post Polio seit 10plus Jahren abnehmend inzwischen nahezu ohne Funktion. Aber Radfahren wird ja als gesunder Laufersatz gesehen, und wo ich statt mit den Füßen mit den Armen für meinen Vortrieb kurbele, rechne ich mich da einfach mal mit dazu.

                        Wenn ich nach dem Essen so um ne gute halbe Stunde meine standard um 5-7 km radle, brauche ich für das Essen nur die Hälfte von dem Bolus, der für den selben BZ-Auslauf fällig würde, wenn ich statt zu radeln hier am Moni sitzen bliebe. Ich hab inzwischen auch ne Ersatz-Bewegung, die sogar hier am Moni passt, aber dazu vielleicht später.

                        Bisdann, Jürgen