• addi hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #wirsindviele#wirsindviele veröffentlicht vor 1 Woche, 2 Tage

    Heute möchte ich euch von meiner grausamen Unterzuckerung in der letzten Woche berichten. Innerhalb einer Stunde ist mein Wert von 220mg auf 53mg abgestürzt. Eine Warnung konnte ich nicht wahrnehmen, da mein Smartphone leider in der Küche von meinem Sohn lag. Ich habe mich aber mit meinem Enkel im Kinderzimmer aufgehalten. Was auch ganz untypisch war, das ich nichts an Unwohlsein verspürt habe. Von Null auf Hundert war ich dramatisch von Krampfen am ganzen Körper befallen. Ich konnte nicht dagegen machen, da auch mein Denkvermögen sehr stark beeinträchtigt war. Ich lag auf den Boden und zuckte hin und her. Zum Glück hat mein Sohn, trotz heftiger Gegenwehr, es geschafft mir Cola Schluck für Schluck einzutrichtern. Danach verringerten sich die Krämpfe und ich konnte wieder mein Kopf gebrauchen. Dann wurde ich mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht. Nach einer umfangreichen Untersuchung und einer Beobachtungszeit von 6 Stunden konnte ich wieder gehen.
    Was mich besonders verunsichert hat, dass bei einem Blutwert von 53mg solche Körperkrämpfe entstanden sind. Ich habe beim Sport sehr oft Werte von 53mg gehabt. Bemerkt habe ich das aber nur über mein Warnsystem.
    Wer kam etwas zu dieser Krampfen berichten? Ich das selten? Oder kommt das öfter vor. Vor 4 Jahren hatte ich diese Krämpfe schon einmal erleben müssen.
    Jetzt das zweite mal.

    • Es ist leider so, das jeder Diabetiker unterschiedlich bei einer Unterzuckerung reagiert. Bei manchen gibt es selbst bei Werten von ca. 50mg keine Anzeichen. Bei anderen treten zumindest Zittern und Schwitzen auf. Wenn du bis dahin wenig bzw. nichts gemerkt hast reagierst du wohl so und musst damit leben. Wichtig ist es in deinem Fall das BZ-Empfänger immer am Körper zu tragen. Bei einsetzenden Krampfanfällen ist sofortiges Handeln notwendig, denn wenn nichts unternommen wird kann es passieren, das du ins Koma fällst. Wichtig erscheint mir, dass deine Angehörigen auf solche Anzeichen vorbereitet sind. Die Familie spielt bei einem Diabetiker eine wichtige Rolle.
        • Vielen Dank, alles richtig was du schreibst. Am Meisten ärgere ich mich immer noch über meine Uneinsichtigkeit Hilfe anzunehmen. Aber ohne Kohlenhydrate arbeitet das Gehirn nicht mehr. In diesem Zustand wäre meine Frau nicht in der Lage gewesen mir zu helfen. Das war ein letzter Warnschuss für mich. Meiner Werte lass ich nicht mehr unter 70mg absinken.

        • Ich hatte so etwas vor einem Jahr – da war meine Diagnose noch relativ neu. Mir fingen plötzlich die Beine an zu zittern. Mein freestyle libre hatte einen Aussetzer und ich war bei 60 angelangt. Zum Glück hatte ich viele Kinder mit Süßigkeiten um mich – so war ein Notarzt nicht nötig. Ich hoffe dir passiert das nicht nochmal.
            • Vielen Dank für deine Erfahrungen in so einem Fall. Aber man macht wohl immer mal wieder Fehler, wenn lange alles gut läuft.
            • Bisher hatte ich diese Krämpfe 3x, die bis zum “nicht mehr laufen können” gingen. Ich bin auf dem Boden zum Saftregal gerutscht, als das Denken wieder funktionierte.
              Warum, weshalb, keine schweren Unterzuckerungen ein paar Tage vorher gehabt, von wegen den Zuckerreserven in der Leber.
              Es ist ein furchtbares Erlebnis und hatte eine Zeit lang Angst ins Bett zugehen.

              Aber eine Antwort auf das WARUM habe ich leider auch nicht.
              Aber du bist auch kein Exot und nicht allein damit. Ich hoffe für dich, das es nicht mehr passiert. Alles liebe Sabine

                • addi antwortete vor 1 Woche
                  Moin Sabine, ich hoffe auch für dich, dass sich dieses Erlebnis nicht mehr wiederholt. Wenn ich genau wüsste, warum das so abgelaufen ist wäre ich beruhigter. Ich habe nichts anders gemacht oder mich anders verhalten. Es bleibt die Angst hoffentlich passiert das nicht wenn ich alleine bin.