• Oh, ich glaube, ich weiß, welches Programm du gemacht hast. Ich bin auch seit fast zwei Jahren dabei, wieder intuitiv zu leben und zu essen. Der Artikel hätte in großen Teilen von mir sein können.

      Mein größtes Problem ist aber tatsächlich auch die Sache mit dem Aufhören, wenn ich satt bin. Da hatte ich zwischendurch auch mal so ne Art Trotzphase, in der ich wieder zuviel gegessen habe, weil mir mein innerer Bock gesagt hat “Na toll, das kann ich ja gar nicht. Muss ja alles aufessen. Is ja kein Wunder, dass ich nicht abnehme.”. Tja, es hat ne Weile gedauert, bis ich mir da selbst nicht mehr im Weg stand und aufgehört hab, in Selbstmitleid zu baden.

      Jetzt mach ich es auch so wie du. Vorher abschätzen, wieviel Hunger ich habe und lieber erstmal ne kleinere Portion auf dem Teller packen. Meist bin ich schon nach der Hälfte der Portion satt, die ich früher gegessen habe. Eine im wahrsten Sinne Faustregel hilft mir dabei, meinen Hunger abzuschätzen. In meinen Magen passt eigentlich nur ne Menge Essen ungefähr in Größe einer Faust. Dann sollte man angenehm satt sein.

      Ich find’s jedenfalls super, dass das mal hier thematisiert wurde und freue mich auf weitere Kommentare und Erfahrungen auch von anderen Diabetikern.

      Viele Grüße
      Corinne Simon

      • Hallo Corinne,

        wie schön deine Erfahrung zu lesen! Und danke für das teilen deiner Tipps.
        Ich glaube es ist verdammt schwer und ich wünschte mir manchmal noch mehr Austausch darüber, wie andere zusammen mit “nicht” Diabetikern essen und leben.
        Ich merke, dass ich mich oft unter die anderen Stelle, selbst bei meinem Freund und nicht nach meinen Bedürfnissen esse und meinen Tag gestalte, sondern mich anpasse. Deshalb tut es mir gut, Tipps, Einblicke in ein anderen Alltag und positive Bekräftigung zu finden.
        Hab eine schöne Adventszeit

    • Oh ich würde auch so gerne mal wieder intuitiv essen! Das vermisse ich seit der Diagnose mit am Meisten. Und das ist gar nicht so einfach, wenn nebenbei Brote für die Kinder geschmiert werden sollen und allerlei Trubel am Tisch ist. Dann habe ich vergessen, wieviel ich schon gegessen habe…Und auch ohne Kinder am Tisch….meist esse ich brav auf, was ich mir gespritzt habe.
      Ich werde es mal versuchen :-). Danke fürs Teilen, Annika!
      Liebe Grüße
      Tine

      • anni0911 antwortete vor 9 Monate

        Danke für deine Nachricht. Vielleicht musst du gar nicht auf Teufel komm raus sagen, nur wenn ich langsam, achtsam und in absoluter Stille esse, esse ich intuitiv. Vielleicht reicht es allein schon, wenn du mit deinen Kindern am Tisch oder auch alleine, mal bewusst mit Spaß isst. so richtig genießt, wie damals, wenn es dein Lieblingsessen gab! Mit deinen Kindern am Abend die Brote lustig belegst und so selber auch Zeit und Raum für dein Essen hast. Ich habe keine Kinder. Ich bin oft überfordert, mit vielen Menschen zusammen zu essen. Wenn dann alle durcheinander reden, dann werd ich nervös und schlinge das Essen in mich rein… komische Angewohnheit. Dann hilft mir bei Familienessen zum Beispiel, wenn sich jeder sein Essen “zusammenbauen kann” Burger, Wraps oder selbst eine bunte Brotzeit. Mit Kindern kann das sogar eine Menge spaß machen. Wenn es zum Beispiel heißt: “wer baut heute das lustigste Brotzeit-Tier” oder wenn deine Kinder älter sind. Finde die Beste Burger Variation. Essen mit allen Sinnen wahrnehmen, dass ist auch intuitiv essen. Ich wünsche dir, dass du das richtige kleine Maß an Genuss mit in dein Leben bringst und vor allem den Spaß zwischen all den viel zu strengen Essensregeln, die uns “antrainiert” werden einbauen kannst 🙂 Alles liebe Annika

    • Hallo Annika,
      ich habe gerade deinen Bericht gelesen.
      Die Sache mit der Achtsamkeit aber vor allem der Selbstliebe ist gar nicht so einfach. Ich bin da ähnlich wie du. Immer erst alles und jeden glücklichen machen und dann bleibt zum Schluss keine Energie mehr für sich und schon gar nicht für den “Zuckerbegleiter”.
      Keine Ahnung warum man sich selbst so wenig Wert ist. Aber ich arbeite auch an meinem Masterplan. Ich wünsche dir und natürlich auch mir viel Erfolg.
      LG
      Sarah

      • Hallo liebe Sarah,
        danke für deinen lieben Kommentar. Ich bin mir sicher, dass wir es – beide- irgendwann schaffen werden 🙂
        Alles Liebe