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    Du bist „Typ 2“? Halt besser die Klappe!

    Du bist „Typ 2“? Halt besser die Klappe!

    Im Ranking der Krankheiten, von denen man gerne berichtet, ist Typ-2-Diabetes vermutlich in etwa auf Augenhöhe mit dem unbeliebten Fußpilz. Bettina war das nicht klar, als sie mit Volldampf auf den Diabeteszug aufgesprungen ist. Inzwischen versteht sie, weshalb man die Typ-2-Diabetes-Erkrankung nicht unbedingt jedem auf die Nase bindet, sondern lieber schamvoll den Mund hält.

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    • Ich bin immer gespannt, wie übergewichtige T1 Menschen sich wehren gegen solche Vorurteilen.

    • Der größten Herausforderung begegnen wir ja immer dann, wenn wir das gemeine Vorurteil am nächsten personifizierten Beispiel mit dessen eigenem Bekunden=Reden zwischen dem genüsslichen Befüllen der Futterluke so richtig voll ausdrücklich bestätigt finden. Was wollen wir da noch dagegen halten, zumal doch eh ein Instagram Foto mehr sagt als tausend Worte, oder?

      Klar bist Du nicht so. Aber wie ist Dir das gelungen? Hab natürlich in Deinen Blog gelesen, und auch wenn Dein Hausarzt medizinisch ne totale Niete gewesen sein oder die wenigstens über Jahre sehr überzeugend gegeben haben muss, hat er Dich schließlich doch in ne Reha zu schicken geschafft, wo Du noch(!) dick und dumm (sachlich!) endlich Deinen längst eingewöhnten engsten Lebenspartner Typ 2 kennen gelernt hast. In einem bezüglich Typ 2 absolut bescheuerten Umfeld, wo nach wie vor Stärke-KHs=Glukose als breite Basis der Futterpyramide verehrt werden und die große Fett-Lüge (Gary Taubes) nach wie vor als Fake-News gilt.
      Super, dass Du da Katja Richerts “Stopp Diabetes” gefunden und dann auch noch gelesen und sogar umgesetzt hast!

      Und jetzt mal einen Moment zurück und ehrlich: Wo wärst Du wahrscheinlich heute ohne so eine Kette glücklicher Wendungen? Also einfach z.B. mit der Verlängerung des in der Reha gelernten “gesunden” Futterprogramms und mit keinem anspornenden Plan und Ziel? Und stattdessen mit der nach DDG-Leitlinien progredienten Krankheit, die nach DDG-Leitlinien mit progredienter Medikation gepflegt und im Ergebnis schwer(!) und für das Vorurteil absolut passend gefördert wird?

      Was hat Dir die entscheidenden Schritte aus dieser doch recht soliden und fachmedizinisch absolut ordentlichen Krankheitsbahn überhaupt erst möglich gemacht?

      Aus meiner Sicht in erster Linie Deine Bereitschaft und Fähigkeit, sachlich neue Zusammenhänge umfassend (weit über Twitter-Format hinaus!) zu erlesen.
      Und dann Deine Bereitschaft und Fähigkeit, auf der Grundlage Deiner neuen Info die Verantwortung zu übernehmen und die ordentlichen Leid(!)linien zum immer mehr kranken Leben mit Diabetes und mit immer mehr von seinen fiesen Folgen zu verlassen für Deinen Weg zum gesunden Leben mit völlig gesundem Blutzucker mit Deinem Typ 2. Gratuliere!

      Und gratuliere auch zu Deinem Beitrag hier in der Lounge! Eigentlich müssten wir ja hier erstmal nicht nur für gegen Vorurteile, sondern überhaupt für ne 2er Quote aufstehen, oder?
      Aber geht natürlich nur für die von uns, die auch zugeben mögen, dass wir welche sind 😉

      Bisdann, Jürgen