• Liebe Maya,
      dankeschön für Deinen sehr ansprechenden Beitrag!
      Die Nüsse, die es zu knacken gilt ;)…ja da brauchen wir alle einen guten Nussknacker/ eine innere Haltung, die es zu entwickeln gilt, um alles was mit dem Diabetesmanagement zusammenhängt besser meistern zu können.
      Obzwar im “meistern” auch schon wieder ein Perfektionsanspruch steckt. Genau damit habe ich auch zu kämpfen.
      Oftmals lese ich von Typ1ern, die von ihren Erfolgen berichten, eben doch einen Marathon zu laufen, Berge zu besteigen, weite Reisen anzutreten, Leistungssport machen…
      Müsste ich das auch schaffen? Bin ich schlechter, weil mir das nicht gelingt?
      Mal abgesehen davon ist bei mir Typ1 nicht die einzige Autoimmunbaustelle, da ich noch zwei weitere zuvor hatte; also schon vor dem Diabetes körperlich weniger leistungsfähig war und mir aufgrund von bspw. Hashimoto-Thyreoiditis halbstündige Spaziergänge als Sport genügen.
      Ja und was Du beschreibst mit dem Sorgen für den Körper – sich die Freiheit zu nehmen, eben mitten in einer Veranstaltung den Raum zuverlassen, weil man spritzen, essen oder sonstwas muss, wenn man Behandlungen unterbricht…das kostet mich auch immer noch Überwindung, weil ich denke, dass ich dann andere störe, weil ich nicht mag, dass man meinetwegen genervt sein könne…genau wie Du, sage ich mir auch, dass ich umgekehrt es völlig in Ordnung fände, darauf mit Geduld zu reagieren, dass ich es selbstverständlich nehmen würde, wenn jemand seine Medizin benötigt oder eine Pause braucht.
      Komischerweise fällt es mir selbst aber dennoch schwer, das einfach für mich so einzufordern. Vllt, weil ich ja dann in dem Moment offen zugeben muss, dass etwas nicht stimmt, dass ich krank bin – harte, dumme Nuss.

      • Hey Sonja!
        Ich fühl mich auch oft so klein, wenn ich von Leistungssportlern mit Diabetes oder anderen ‘krassen’ Diabetikern höre.
        Aber dann denk ich mir, dass ich auch ohne Diabetes vermutlich kein Leistungssportler etc. geworden wäre und es völlig ausreicht, wenn ich damit in meinem Leben zurecht komme.
        Und ich hab auch super lange gebraucht, um irgendwie zu ‘realisieren’, dass ich eine chronische Erkrankung habe. Wir kennen das alle, damit lässt sich gut leben und man kann ja (beinah) alles machen bla bla bla.
        Aber trotz allem müssen wir unser komplettes Leben auch darum und damit basteln und eine Menge berücksichtigen.

        Aber ich bin mit sehr sicher, dass du die Nüsse deines Lebens knacken wirst. Früher oder später werden wir alle zu kleinen Nussknackern 🙂

    • ” Früher oder später werden wir alle zu kleinen Nussknackern ”
      YES WE CAN … BREAK THE NUTS 😉

  • Alltag & Freizeit
    Von Monstern und Metal

    Von Monstern und Metal

    Bald startet wieder die Festivalsaison. Maya war im vergangenen Jahr auf dem With Full Force Festival. Mit dabei: natürlich ihr Diabetes und einige Gedanken dazu. Sie erzählt, wie das Festivalwochenende für sie war.

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    • Hi Matthias, vielen lieben Dank für beides! 🙂

    • Hi Maya & willkommen bei uns.
      Artikel wie deinen geben mir immer wieder Mut, dass doch irgendwie ein “ganz normales Leben” mit Monsterchen möglich ist. Ich weiß nicht, ob ich mir das jetzt schon zutrauen würde – aber irgendwann geht’s für mich auch auf ein Festival :3

      • Hi Nathalie, danke sehr! 🙂
        Ich bin mit meinem Diabetes auch immer noch etwas auf Kriegsfuß, aber ich lern Schritt für Schritt mich besser damit zu arrangieren. Und ich bin mir hundertprozentig sicher, dass du das du auch bald ein Festival mit Monster meistern kannst 😉 (Und dann kannst du ja gern davon berichten ^-^)

    • Hallo Maya,

      schön zu lesen :o).
      Ich selbst gehe zwar nicht auf Festivals,aber mein Mann und ich gehen ab und an mal auf Konzerte und das ist schon Streß genug für mich und meinen “Drecksack”, wie ich meinen Diabetes liebevoll nenne.Oft genug bekommt man komische Blicke beim Abtasten zu geworfen und darf dann erstmal alles auspacken und manchmal auch erklären.
      Streßiger wird es wenn man für 2 Zuckerlis,unsere Tochter ist auch Typ 1er, alles zusammen packen darf.Da kommt man sich manchmal schon bei einem Tagesausflug vor als ob man eine Woche in den Urlaub fährt.

      • Hey Sandra,
        Ja, das viele Gepacke ist schon so eine Sache. Und für noch einen mehr erst recht!
        Ich weiß ja schon Zuhause kaum wohin damit in der kleinen Wohnung. Gerade auf Konzerten find ich es immer doof noch alles für den Notfall am Mann zu haben oder mitten in der Menge irgendwie den Blutzucker zu messen (zumindest ohne Sensoren, denn momentan hab ich keine)
        Ich hab mir für das Festival auch extra eine Bescheinigung vom Arzt geholt, dass ich Nadeln etc bei mir führen muss, falls es da Probleme bei den Kontrollen geben sollte. (Auch wenn ich es am Ende nicht gebraucht hab)

    • Hallo Maya,

      oh ja das mit dem Platz kennen wir zu gut. Müßen für unsere Tochter eine 2te Kiste anschaffen weil die aktuelle aus allen Nähten platzt *lach*. Das Pumpenzeug nimmt doch mehr Platz weg als mein “Pennerzeug”.

      Lieber etwas zuviel mitschleppen als nachher da ratlos oder hilflos zu stehen,sagen wir uns immer.