Diabetiker – was ist falsch an diesem Wort?

Diabetiker oder Mensch mit Diabetes oder Mensch, der an Diabetes erkrankt ist – welcher Begriff ist treffender, angebrachter, richtiger? Darüber gibt es schon seit vielen Jahren eine rege Diskussion. Im Video schildert Euch Nicole Jäger ihre Sicht der Dinge.

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Namen sind nicht nur Schall und Rauch, sagt Nicole Jäger. Wie wir Menschen oder Dinge benennen, beeinflusst auch, wie wir diese Menschen und Dinge wahrnehmen und beurteilen, und deshalb sollten wir unsere Worte mit Bedacht wählen. Konkret: Reduzieren wir einen Menschen, indem wir „Diabetiker“ sagen, auf ein Merkmal, nämlich auf den Diabetes? Ist es also besser, „ein Mensch, der an Diabetes erkrankt ist“ zu sagen, weil so deutlich wird, dass dieser Mensch noch sehr viel mehr Merkmale und Facetten hat als eben den Diabetes? Spannende Frage…

Was ist besser?

Nicole Jäger hat eine klare Meinung, welcher Begriff besser ist. Im Video sagt sie, ob sie „Diabetiker“ oder „Mensch, der an Diabetes erkrankt ist“ bevorzugt – und warum sie trotzdem nicht konsequent ist.

Mehr über Nicole Jäger lest ihr hier im ausführlichen Diabetes-Journal-Interview.

6 Kommentare zu “Diabetiker – was ist falsch an diesem Wort?

  1. Ich habe Diabetes. Na und!
    Andere haben Schnupfen.
    Oder Bluthochdruck…
    Egal, was man hat, oder nicht Hat, das ist doch kein Wettbewerb der Krankheiten.
    Die richtige Antwort lautet: Ich bin ein Mensch!!!
    Ein Mensch, wie du und ich.

    Bravo Nicole Jäger. Offene Worte braucht das Volk. Änderungen fangen ganz klein im Kopf des einzelnen an.

    1. Hallo falkenauge,
      Menschen sind wir alle. Das ist richtig. Nur jeder Mensch ist anders. Dies ist Fakt. Es gibt doch auch Gründe wo es sinnvoll sein kann sich – insbesondere als Typ 1 – zu outen. Ich sage dann immer : Ich bin bedingt gesund mit meinem Diabetes.

      Gruss robinhood

  2. Hallo falkenauge,
    Menschen sind wir alle. Das ist richtig. Nur jeder Mensch ist anders. Dies ist Fakt. Es gibt doch auch Gründe wo es sinnvoll sein kann sich – insbesondere als Typ 1 – zu outen. Ich sage dann immer : Ich bin bedingt gesund mit meinem Diabetes.

    Gruss robinhood

  3. Hallo,
    ich bin w. / 57 J. und bin seit ca. 1 Jahr Typ 1. Das tägliche Messen, Berechnen, Spritzen gehört mittlerweile wie das morgendliche Stylen mit den alltäglichen Verrichtungen zu meinen Tagesablauf. Es stört mich nicht mehr, da ich es “angenommen” habe als einen lebenswichtigen Teil von mir. Auf eine bestimmte Art und Weise macht es mich unendlich stark, stärker als ich ohne diese Krankheit war. Ich habe das, mein Leben, selbstständig in der Hand und bin für das Auf als auch Ab eigenverantwortlich. Sinnvolle Verantwortung für etwas zu übernehmen ist etwas richtig schönes. Wenn dies dann noch für sich selbst geschieht, ist es m. E. einer Hochachtung wert. Diese Art eigener Wertschätzung – so glaube ich – können wahrscheinlich nur Diabetiker erfahren. Gleiches gilt wohl auch für den tiefen schmerzlichen Verlust eines geliebten Haustieres, welcher auch nur von gleichgesinnten Personen nachempfunden werden kann.
    LG Lima Wes

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