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Die Diabetes-Sau

Kennt ihr sie auch: die Sau, die euch überall hin begleitet – ob ihr wollt oder nicht? Annika hat sich näher mit ihr beschäftigt. Interessant, was dieses Tier so alles treibt…

Viele kennen sicherlich Rassebeschreibungen von Tieren oder Pflanzen etc. Heute möchte ich euch ein ganz besonderes „Tier“ vorstellen: die Dia-Sau.

Beschreibung:

Die Diabetes-Sau gehört zur Gattung der Schweinehunde. Das Aussehen ist von Sau zu Sau verschieden. Die Dia-Sau klebt dauernd an dessen Besitzer (auch Diabetiker genannt), welchen sich die Sau selbst aussucht. Hat sie erst einmal ihren Besitzer gefunden, bleibt sie ein Leben lang.

Die Sau ist ziemlich schnell beleidigt, zum Beispiel wenn man sie ignoriert. Dann lässt sie den Blutzucker verrücktspielen und lässt sich auf die Schnelle auch nicht beruhigen. Das Gleiche passiert auch bei Stress, Krankheit oder Veränderungen des Alltags. Denn wenn ich eins in meiner 7-jährigen Karriere als Dia-Sau-Besitzer gelernt habe, dann, dass die Sau ein Gewohnheitstier ist!

Besänftigen lässt sich die Sau unter anderem mit Insulin, Sport, Ruhe oder viel Trinken.

Das Zubehör

Jede Dia-Sau braucht ihr eigenes Zubehör. Dieses ist von Sau zu Sau unterschiedlich. Während die eine besser mit einem Insulin-Pen zurechtkommt, bevorzugt die andere eine Insulinpumpe. Die eine mag gerne Blutzucker messen, die andere liebt das CGM und manch andere Sau bevorzugt das FGM. Womit die eigene Sau besser zurechtkommt, muss man austesten. Ab und zu stehen bei der Auswahl einiger Zubehöre die Krankenkassen im Weg. Da muss man dann Kompromisse mit der Sau machen.

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Das Zubehör ist von Sau zu Sau unterschiedlich

Arztbesuche

Die Sau muss nicht wie andere Tiere zum Tierarzt, sondern alle 3 Monate zu einem Diabetologen (DiaDoc). Dort wird der Besitzer untersucht und man schaut, ob die (Blut-)Werte alle im Lot sind. Dann bespricht man das Verhalten der Sau und stellt ab und zu die Futterrationen neu ein. Zusätzlich wird das HbA1c (ein Durchschnittswert, der für die Dia-Sau wichtig ist) kontrolliert. Der Wert zeigt, ob man sich gut um seine Sau kümmert und wie es ihr geht.

Jede Sau ist anders und somit berichte ich nun einmal von meiner:

Meine Sau fühlt sich am wohlsten, wenn ich sie an der kurzen Leine halte. Dabei habe ich immer ein Auge auf sie und sie weiß, dass ich sie so nicht vergesse. Denn bei meiner Sau ist Aufmerksamkeit großgeschrieben. Da ich keine Erfahrung mit einer Dia-Sau hatte, als meine 2008 bei mir einzog, musste ich austesten und mir mein Wissen (fast) alleine aneignen. Mittlerweile weiß ich, was meine Sau mag und was nicht, und versuche, die Dinge zu unterlassen, die die Sau aus dem Konzept bringen.

Dia-Sau

 

So sieht meine Dia-Sau aus

Was die eigene Sau betrifft, muss man immer ein wenig rumprobieren, denn wie schon gesagt: Jede Sau ist anders 🙂

2 Kommentare

  1. Hi,ich bin das erste Mal auf dieser Seite .Echt interessant . Es kommt mir so vertraut vor. Sich vieles selbst aneignen, das kenne ich auch.Jetzt bin ich ganz fit im Umgang mit meinem Diabetes .LG Michaela

  2. Hallo Annika,
    ich habe mich heute hier registriert
    und bin als erstes Deiner Sau begegnet:-)
    Wie ich sehe,
    darf hier jeder mal die Sau rauslassen ! ? !

    Gruß Betty

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