Haftet der Hersteller Abbott für Hautreaktionen auf das FreeStyle Libre?

Zwei Anwälte, drei Meinungen? Kann sein… doch es gibt Stimmen, die sagen, dass der Hersteller Abbott für die zum Teil heftigen Hautreaktionen auf das FreeStyle Libre haftbar gemacht werden kann.

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Bei mir persönlich funktioniert das FreeStyle Libre prima: Der Sensor misst plausible Werte, deren Durchschnitt zuletzt sogar exakt mit dem im Labor ermittelten HbA1c-Wert übereinstimmten. Wenn sich mal ein Sensor vorzeitig verabschiedet hat, dann war es eigentlich immer meine eigene Schuld (Stichwort: Türrahmen oder BH-Träger). Und meine Haut verträgt den Klebstoff ohne jegliche Probleme. Bingo.

Es gibt allerdings etliche Anwender, bei denen es nicht so problemlos läuft, weil sie mit zum Teil doch erheblichen Hautreaktionen auf den Sensor und/oder den verwendeten Klebstoff zu kämpfen haben. Nicht alle wollen klein beigeben und deswegen auf das Messsystem verzichten. In den einschlägigen Facebook-Gruppen kursieren daher diverse Anleitungen, wie man den Sensor anbringen kann, ohne dass der Klebstoff direkt mit der Haut in Berührung kommt.

Für einige funktionieren die Methoden gut, andere haben das Nonplusultra in diesem Punkt noch nicht gefunden. Besonders gründlich hat Sascha von Sugartweaks die verschiedenen Lösungsansätze unter die Lupe genommen.

Volle Produkthaftung wegen Direktvertriebs des FreeStyle Libre?

Weil ich seine Selbstversuche auch als Nicht-Betroffene sehr interessant fand, machte ich einen Bekannten (Arzt, ebenfalls Typ-1-Diabetiker und FreeStyle-Libre-Anwender), der sich ebenfalls mit Hautreaktionen auf den Sensor herumärgert, auf Saschas Blogbeitrag aufmerksam. Er brachte mich erstmals auf die Idee, mich mit der Frage der Produkthaftung zu beschäftigen: „Abbott macht im Beipackzettel nicht auf die möglichen schweren lokalen allergischen Reaktionen aufmerksam, welche bleibende Hautschäden (Hyper- und Depigmentierungen, bleibende Hautrötungen…), ggf. bei sensiblen Allergikern sogar potenziell lebensbedrohliche Folgen auslösen können. Da Abbott dieses Medizinprodukt ohne ärztliche Verordnung direkt vertreibt, besteht m. E. eine volle Produkthaftung.“ Damit war meine Neugier geweckt und ich begann zu recherchieren. Ich bat andere Anwender um Fotos von ihren Hautreaktionen und hatte rasch eine recht gruselige Kollektion beisammen.

Deliktshaftung nach BGB oder Produkthaftung nach ProdHG?

Ein Fachanwalt für Medizinrecht erklärte mir erst einmal, auf welche Gesetze man sich ggf. berufen kann, wenn man den Hersteller eines Medizinprodukts für unerwünschte Nebenwirkungen haftbar machen möchte: Diese sind zum einen die Vorgaben des Bürgerlichen Gesetzbuches (Deliktshaftung) oder des Produkthaftungsgesetzes (ProdHG). Ob die Voraussetzungen der Deliktshaftung vorliegen, hängt davon ab, ob dem Hersteller ein Verstoß gegen eine Verkehrssicherungspflicht in Bezug auf die Konstruktion, die Produktion oder die Instruktion vorzuwerfen ist.

Im Falle des FreeStyle Libre liegt das Problem vor allem bei der Instruktion, sprich: Aufklärung. Abbott weist im Beipackzettel des Startersets (1 Lesegerät und 2 Sensoren) und des Lesegeräts zwar darauf hin, dass es bei einigen der Probanden (unter 9%) in den Zulassungsstudien zu Hautproblemen (Ödeme, Ausschlag, Verhärtungen, Bluterguss oder Blutung) gekommen war.

In den Beipackzetteln der einzelnen Sensoren, die ein Anwender in der Folge immer wieder im Onlineshop nachbestellt, fehlt dieser Hinweis jedoch. Dabei treten die Hautreaktionen bei vielen Betroffenen nicht gleich beim allerersten Einsatz des Systems auf. Häufig kommt es erst beim sechsten, siebten oder achten Sensor zu den beschriebenen Problemen – sprich: zu einem Zeitpunkt, an dem ein Anwender aller Wahrscheinlichkeit nach den Beipackzettel des allerersten Produkts des Messsystems längst entsorgt hat.

Reicht der Hinweis auf Hautreaktionen im Starterset wirklich aus?

Natürlich erkundigte ich mich auch bei Abbott, wie man zu diesem Problem steht. Ich erhielt die Antwort, dass man den Hinweis auf dem Beipackzettel des Startersets bzw. des Lesegeräts für ausreichend hält, um den gesetzlich vorgeschriebenen Instruktionspflichten zu genügen.

Der Anwalt Oliver Ebert, Spezialist für Diabetes und Recht, den ich als Nächstes fragte, ist sich da nicht so sicher. Er erklärte mir: „Nach dem Produkthaftungsgesetz ist ein Produkt fehlerhaft, wenn es hinsichtlich Konstruktion, Fabrikation und gegebenenfalls beizugebender Instruktion nicht die notwendige Sicherheit bezüglich Gesundheitsgefahren bietet, die unter Berücksichtigung aller Umstände berechtigterweise erwartet wird. Vor diesem Hintergrund könnte man durchaus zum Schluss kommen, dass im Sinne der Produktsicherheit jedem Sensor ausreichende Instruktionen bzw. etwaige Sicherheits-/Warnhinweise beiliegen müssten.“

Ob ein für die Produkthaftung erforderlicher Produktfehler vorliegt, lässt sich im Einzelfall allerdings vermutlich nur gutachterlich bzw. vor Gericht klären. Oliver Ebert sind bislang keine Fälle bekannt, in denen Nutzer des FreeStyle Libre Klage gegen den Hersteller Abbott eingereicht hätten.

Nicht nur ein Lifestyle-Produkt, sondern ein Medizinprodukt

Es geht mir nicht darum, Verhältnisse wie in den USA herbeizuschwören, wo Verbraucher die Hersteller von Produkten zum Teil wegen alberner Lappalien auf horrende Schadensersatzsummen verklagen. Natürlich kann man die Auffassung vertreten, dass es viele Produkte gibt, die Allergien auslösen, ohne dass dies extra auf der Packung angegeben wird. Zum Beispiel gewöhnliche Hautpflaster aus der Apotheke. Wer allergisch reagiert, muss dann halt auf das entsprechende Produkt verzichten oder auf ein anderes ausweichen – auf ein hypoallergenes Pflaster zum Beispiel.

Nun wissen wir aber alle, dass es bislang keine hypoallergene Alternative zum FreeStyle Libre gibt. Und zum anderen wird das FreeStyle Libre gerade neuerdings, seit die Lieferengpässe überwunden sind, intensiv beworben. Neuerdings gibt es sogar einen Fernseh-Spot – und zwar ohne jeglichen Hinweis auf Risiken oder Nebenwirkungen oder, dass man sich für eine Schulung oder Einweisung an seinen behandelnden Arzt wenden sollte.

In meinen Augen ist das FreeStyle Libre aber nicht einfach ein Lifestyle-Produkt, das Diabetikern das gewisse Extra an Komfort im Alltag verschafft. Sondern es ist ein Medizinprodukt mit Erklärungsbedarf, über dessen Risiken und Nebenwirkungen der Anwender gründlich aufgeklärt werden sollte – und zwar auf dem Beipackzettel jedes einzelnen Sensors.

 

30 Kommentare zu “Haftet der Hersteller Abbott für Hautreaktionen auf das FreeStyle Libre?

  1. Bei ca. jedem 2. Sensor sind die Messergebnisse total verfälscht, z. B. Sensor zeigt Lo und mit Accu Check mobile 96, oder FSL zeigt 126 und tatsächlich habe ich167. Diese Differenzen sind nicht akzeptabel, die Frag ist für mich woher kommen sie. Meine Antwort und Vermutung: Mancher Sensor entzündet darunter die Haut, ich merke es durch kribbeln, dann muss ich öfters nachmessen, nur beides zahlt meine private Versicherung nicht. Trotzdem
    möchte ich FSL nicht vermissen weil es halt saumäßig bequem ist.

    1. Geht mir ebenso. Sensor zeigt “L0” an, mit herkömmlichen Systemen aber ca. 100 mg/dl. Und das ist leider kein Einzelfall (od. FSL zeigt 93 an, normale Messung über 300). Abweichungen von über 200 sind völlig inakzeptabel. Zu den Kosten für die Sensoren kommen so noch Kosten für die herkömmliche Messung. Zwar habe ich keine roten Hautstellen, trotzdem juckt der Kleber manchmal (gerne nachts) so enorm, dass ich den Sensor schon mehrmals runterriss. Auch gibt es Sensoren, die “ganz okay” messen (Abweichungen von max. 50/60), trotzdem erinnert es an Lottospielen und eine gute Einstellung ist damit nicht erreichbar. Letztlich ist der online-Shop auch sowas von blöd gestrickt …. ach nee. Daher werde ich künftig wieder auf die herkömmlichen Messsysteme zurückgreifen.

  2. Neben den rechtlichen Aspekten interessieren mich in erster Linie die tatsächlichen Probleme.
    Auf Anraten einer Vertreterin ABBOTT hatte ich mir SKIN-PREP (smith&nephew) über meinen Diabetesfachhändler besorgt. Nach dem es zu Ausfällen bei den Sensoren gekommen war, sprach ich mit einem Techniker von Abbott. Der war gar nicht erfreut, als ich ihm meine Methode mit SkinPrep erläuterte. Ich sollte das bitte weglassen, da dies wahrscheinlich den Meßsensor beeinträchtige. Das desinfizieren mit dem beigefügten Alkoholpad müsse ausreichen.
    Mittlerweile markiere ich an der geplanten Einstichstelle auf der Haut einen kleinen Kreis(nach dem Abreiben mit dem Alkoholpad). Den Randbereich des Kreises (auf der Haut) befeuchte ich mit SkinPrep.
    Seitdem halten die Sensoren bombenfest und hinterlassen beim Entfernen auch keine Ränder. Und die Messungen sind auch bestens.

  3. Bereits Ende 2014 testete ich das Produkt als einer der Ersten und zahlte es privat. Es war und ist ein Meilenstein der Erleichterung. Allerdings bemerkte ich vom ersten Tag an Hautirritationen bis zu Entzündungen, die mich zum Absetzen des Produktes verpflichteten. Mehrere Anfragen an Abbott, ob das Produkt mit einem anderen Kleber versehen werden könnte blieben unbeantwortet. Hinweise an das Diabetes Journal blieben ebenfalls unbeantwortet. Habe große Wunden davon getragen und werde das Produkt nicht mehr benutzen können.

    1. Wem soll es Abbott recht machen? Ich habe eine stark ausgeprägte Pflasterallergie, ich reagiere innerhalb von 1-4 Stunden extrem (von Nässepickeln bis Ablösen der Haut) auf die gängigen Klebstoffe. Beim Klebstoff des Freestyle Libre Systems habe ich selbst nach 14 Tagen Tragezeit keinerlei Irritation, ich bin so dankbar dafür dass ich das Produkt vertrage, aber wem aoll es Abbott denn nun recht machen? Mit einem veränderten Jlebstoff könnte dafür ich das Produkt nicht mehr verwenden…

    2. Bei mir hat sich eine allergische Reaktion erst nach mehr als einem Jahr gezeigt. Da ich ansonsten die freestyle Libre Methode genial finde muss ich nun nach einer Lösung suchen.

  4. Ich gehöre leider auch zu den Unglücklichen, die mit schlimmen Hautreaktionen auf den Sensorklebstoff reagieren – auch wenn ich sonst wenig allergiegeplagt bin. In vielen Foren wird mehr und mehr von diesen Reaktionen berichtet. Meiner Meinung nach sollte man einen globalen Aufruf starten und diesen dann an Abbott Diabetes Care weiterleiten, damit die Entwicklung eines Sensorklebstoffs für sensible Haut entwickelt wird. Ohne einen aktiven Aufruf wird Abbott kaum etwas bewegen und einzelne im Netz verteilte Forenbeiträge warden hier nichts bewirken.

  5. Der Sensor und die Technologie sind spitze. Ich habe allerdings auch schon ungute Erfarhungen gemacht: ich hatte mich am Sensor gestoßen und das war recht schmerzhaft, da der Kleber/Sensor allerdings hielten, hatte ich den Sensor, den ich privat kaufe, drangelassen. Nach Ablauf war die Stelle rot und die Einstichstelle eitrig-gelb, die Stelle ich auch noch 2 Wochen später mit einem Knoten versehen und nicht nutzbar.

  6. … noch eine Frage vielleicht: hat jm Erfahrung mit der Handy App gemacht (ich wurde hingewiesen, dass man die Werte auch per Handy scannen kann…, hat bei mir nur nicht geklappt bisher)…

    1. Hi,
      das funktioniert nur mit Android geräten. Mit meinem Samsung S8 funktioniert es einwandfrei. Was mich nur manchmal wundert, ist die Tatsache, dass die Werte binnen weniger Minuten teilweise um 20 Einheiten schwanken, nach oben oder unten. Lapidare Antwort von Freestyle, dann ist der Zucker wohl gerade da gesunken oder gestiegen.(lächerlich) Ich nutze das System trotz Hautproblemen, aber wenn ich mehr oder weniger jeden gemessenen Wert des Sensors mit einem Bluttest bestätigen muss, kann ich die ganze Sache auch weg lassen.

  7. Ich benutze den Sensor seit über 1 Jahr, anfangs auf eigene Kosten. Nach einem halben Jahr reagiert meine Haut heftig mit Jucken und Entzündungen.
    Ich habe bereits mehrere Hundert Euro für diverse Hautsprays und Pflaster ausgegeben, die mein Diabetologe vorgeschlagen hat. Leider ohne Erfolg. Die Haut juckt wie verrückt Tag und Nacht. Auf der einen Seite möchte ich den Sensor nicht missen, aber so wie es im Moment ist, kann es nicht weitergehen.
    Ich bin auch der Meinung, dass Abott eine “Sensitive”-Variante anbieten muss.

    1. Hi Michael, die Sticker von Freestylesticker sind prima geeignet um den Sensor zu verschönern. Bei einer Pflasterallergie helfen sie allerdings nicht, denn sie werden ja auf den Sensor geklebt und nicht als Hautschutz zwischen Haut und Sensor.

  8. Hallo Antje,

    Danke für den interessanten Blog.
    Zum Thema “FreeStyle Libre Allergie” habe ich mal den Hersteller angeschrieben. Bin gespannt ob und was passiert …
    Hier mein Text:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    seit ca. einem dreiviertel Jahr bin ich eigentlich begeistert von ihrem FreeStyle Libre.

    Nun – völlig unverhofft und plötzlich – Pflasterallergie !! Übrigens – nie im Leben gehabt bei meinen fast 59 Jahren.

    Wie ich lese und höre betrifft es viele (?) oder zumindest einige Nutzer des Produktes.

    Nun kenne ich einige Nutzer des FreeStyle Libre, und einige davon haben mehr oder weniger große Probleme mit Hautreaktionen auf das

    Pflaster und / oder den Sensor selber. Merkwürdig bei fast allen ist das diese Unverträglichkeit erst nach einiger Zeit aufzutreten scheint.

    Genau aus diesem Grund möchte ich sie fragen wie die Erfahrungen / Forschungen des Herstellers sind.

    Wird an der Änderung des Klebstoffes gearbeitet? Ist eine “Sensor Sensitiv” (oder so …) Variante geplant?

    Was ist drin in diesem Klebstoff das er solche ekligen Allergien auslöst?

    Kann ein Dermatologe da eventuell mit irgendwelchen Mitteln “gegensteuern”.

    Das alles (und mehr) wäre gut zu wissen – und eventuell sollte Abbott damit ruhig an die Öffentlichkeit gehen.

    In diversen Diabetes-Foren gibt es Nutzer, die nach der Nutzung des FreeStyle Libre plötzlich Allergien auf das Pflaster des bereits seit Jahren (!)

    genutzten Pumpenkatheters entwickelt haben und deshalb die Pumpentherapie ändern oder abbrechen mussten.

    Auch gibt es massenweise Anleitungen und Versuche im Netz den FreeStyle Libre (Sensor) so umzubasteln, dass er trotz Pflasterallergie nutzbar ist.

    Ich werde zwei Möglichkeiten testen:

    1.: Cavillon Spray, und wenn das nicht helfen sollte
    2.: Hansaplast Blasenpflaster drunter kleben.

    Die dritte Möglichkeit könnte ROCHE’s Eversense sein welches sich vom Konzept her auch sehr interessant anhört.

    Nun kann es natürlich sein, dass es sich nur um einige wenige Fälle handelt, es ist aber auch möglich das es 10-30 Prozent der Nutzer

    betrifft.

    Das allein wird jedoch nur Abbott wissen und dieses Wissen nicht teilen, denn es geht bestimmt um viele viele Millionen an Umsatz und

    Gewinn. Da kann es schon mal vorkommen, dass so ein bisschen Haut auf der Strecke bleibt.

    Ich will den FreeStyle Libre nicht schlechtreden, doch was nützt der beste Sensor, wenn die Haut darunter Blasen schlägt und eine suppende

    Wunde nach wenigen Tagen vorhanden ist, die man noch nach Monaten als Narbe sieht.

    Dieses Schreiben werde ich noch an diverse Diabetes Blogs / Foren senden, denn Interesse an der Lösung haben (leider) sehr viele betroffene

    Diabetiker …

    Im Anhang (Bild) zu sehen mein persönliches Problem mit dem Sensor.

    Mit freundlichen Grüssen

    Matthias Brandenburg

    —————————————————————————

    Gruss Matthias

  9. Ich benutze jetzt die Freestyle Libre Sensoren seit 12 Monaten. Anfangs ohne Probleme, dann – nach 5 Sensoren – bekam ich ziemlich heftige Hautreaktionen, die nur auf den Kleber des Sensors zurückzuführen waren.

    Meine Lösung ergab sich aus einer anderen Situation: beim Anziehen habe ich mir einmal versehentlich einen Sensor „abgerissen“. Seitdem „fixiere“ ich den Sensor mit einem Stück „Fixomull transparent“ von BSN. Ich schneide von der 2m langen Rolle (10cm breit) ein 6 cm breites Stück ab, falte es längs und quer und schneide dann mit der Nagelschere ein „Eck“ im Zentrum ab. Aufgeklappt ist nun in der Mitte ein „Loch“, welches über den Sensor geklebt, diesen nicht beeinträchtigt. Seitdem habe ich nie wieder einen Sensor „abgerissen“ (auch nicht am Türrahmen).
    Dabei habe ich beobachtet, daß das Stück „Fixomull transparent“ keinerlei Reaktion auf meiner Haut verursacht.
    Deshalb lag es nahe, ein kleineres Stück „direkt auf die Haut“, also „unter den Sensor“ zu kleben. Wichtig ist allerdings auch hier – wie oben beschrieben – ein Loch hineinzuschneiden, weil sonst das Filament des Sensors nicht in die Haut eindringen kann und der Sensor unbrauchbar wird.
    Seitdem ich so verfahre, sind die Hautreaktionen minimal, weil viel weniger „Sensorklebstoff“ auf die Haut gelangt.

  10. Hallo ich benutze den freestyle erst seit März dieses Jahr. Am Anfang auch kein Problem. Doch seit ca Juli hautreinigung am Oberarm. Rötungen, juken, kribbeln. Und seit ca vier Wochen Eiter pläschen und wundwasser. Laut appet wurde angeblich nichts am kleber geändert. Und weisen alle Schuld von sich. Es lage an mir und meiner Haut. Doch vorher war es ja nicht. Hab seit März ihn angewendet. Was kann ich noch tun. Da ich seit gestern wider das Problem sehr stark habe. Mit wundwaser

  11. In solchen Fällen ist es schade nicht in Amerika zu sein. Da wäre Freestyle Libre bereits Pleite auf Grund der hohen Schmerzensgeld zahlungen die die hätten leisten müssen. Hier und von unseren Gesetzgebern heist es lapidar und völlig desinteressiert, “dann darf man das Ding halt nicht benutzen”. Damit sind die fertig. Denen müsste man so einen Sensor, der wenigstens ein bisschen mehr Lebensqualität bietet, jeden Tag mitten auf die Stirn kleben, damit jeder sieht was für Menschen das sind

  12. Hallo zusammen, auch ich habe nach einiger Nutzungszeit das Problem der Hautentzündung unter dem Sensor. Ich habe keinerlei Allergien oder ähnliches. Auch auf handelsübliche Pfleaster reagiert meine Haut nicht.
    Der erster Sensor, bei dem eine Reaktion auftrat, hinterließ eine leichte Rötung, die ich mit Bepanthen behandelt habe und weg bekam. Beim nächsten Sensor war die Rötung heftiger und hielt auch länger an. Bei dem letzten Sensor war dann die Rötung und eine spürbare Hautveränderung schon heftig, die Stelle schmerzt auch sehr. Es ist nach meiner Meinung ausschließlich eine Reaktion auf den Sensorkleber. Ich habe an die Firma geschieben und um eine Stellungnahme gebeten. Bin gespannt, was sie antworten.

  13. Gab es keinerlei Antworten bezüglich des Klebers? Ich wollte das Gerät testen, das klingt nun jedoch nicht so verlockend. Ich kenne Ausschläge wegen Klebers auf Pflastern nur von einer Sorte in meiner Jugend….

  14. Hallo zusammen, ich benutze seid Januar das Freestyle Libre und hatte bis Juni keinerlei Probleme. Dann bekam ich 6 Wochen lang Trombosespritzen. Anfangs dachte ich es kann vielleicht mit den Spritzen zusammen hängen. Die Sensoren vielen mir im drei Tagetakt einfach ab. Es bildeten sich Bläschen und Wundwasser, es juckte und kribbelte. Ich kontaktiere Abbott, die Sensoren wurden mir ersetzt und von dem Rest taten sie Ahnungslos. Ich machte dann 3 Monate wieder mit Teststreifen Blutzucker und versuchte es dann wieder mit Freestyle Libre. Das selbe Spiel ging von vorne los. Juckreiz, kribbeln usw.
    Erneut rief ich bei Abbott an, die mir dann rieten es mit dem Kontaktspray Brava (25 €) aus der Apotheke zu probieren. Funktionierte auch nicht. Also alles in allem, Abbott hilft uns in keinster Weise.
    Und übrigens, bei allen denen wo es funktioniert, Glückwunsch

  15. Hallo miteinander, ich nutzte Freestyle libre ab der Markteinführung in Deutschland. Nach ca einem Jahr reagierte ich mit Juckreiz und zunehmend auch mit Entzündungen unter der Klebefläche aber auch tiefer unter der Haut. Manchmal konnte ich den Sensor nur noch drei oder vier Tage tragen. In diesem Jahr reagierte ich dann auch allergisch auf den Kleber des Omnipod. Alkoholtupfer hinterließen breite rote Streifen auf der Haut, reagiert schon allergisch auf Stoffe in der Raumluft. Ab dem Zeitpunkt verzichtete ich auf Omnipod und Freestyle libre,
    nutzte ca 2 Monate wieder den Pen und das Blutzuckermessgerät. Mittlerweile vertrage ich wieder das Pflaster des Omnipod, reagiere nicht mehr allergisch auf Alkoholtupfer. Natürlich würde ich den Freestyle libre gerne wieder tragen. Er bringt so viel mehr Lebensqualität. Aber ich möchte wissen welche Inhaltsstoffe des Sensors,des Klebers solche heftigen Reaktionen bei mir und anderen NutzerInnen hervorrufen. Abott müsste doch an der Aufklärung interessiert sein . Geheimhaltung schafft kein Vertrauen. Mich würde auch interessieren wo der Sensor hergestellt wird und unter welchen Bedingungen er hergestellt wird. Könnte man nicht einen Chemiker beauftragen um herauszufinden welche Substanzen der Klebstoff enthält? Oder bringt es uns das nicht weiter?

    1. Liebe Wanda, hast du diese Reaktionen auch Abbott gemeldet? Es ist wichtig, dass der Hersteller davon erfährt, damit diese Reaktionen zum einen in die Statistik einfließen, bei wie vielen Anwendern der Klebstoff Probleme macht. Und zum anderen, damit sich mehr Druck aufbaut, dass Abbott über Alternativen zum Acrylkleber nachdenkt.

    2. Auch ich nutze den Sensor seit einem 3/4 Jahr und vor 2 Monaten tauchte ganz unvermittelt die Unverträglichkeit auf. Beim Wechsel des Armes das Gleiche. Mein Hautarzt riet mir sofort darauf zu verzichten,da es noch weitreichendere Reaktionen des Körpers haben könnte und verordnete mit Kortionsalbe. Bei Abbott meldete ich den Fall und musste den benutzen Sensor einsenden. Auf Nachfrage nach dem Ergebnis wurde mir mitgeteilt, dass ich als Nutzer nicht über ein solches informiert werden würde- super! Eine Alternative habe ich leider auch noch nicht gefunden, wie ich jedoch bemerke, bin ich kein Einzelfall und es sollte eine Überlegung bei Abbott wert sein, weitreichender zu informieren.

  16. Auch ich nutze den Sensor seit einem 3/4 Jahr und vor 2 Monaten tauchte ganz unvermittelt die Unverträglichkeit auf. Beim Wechsel des Armes das Gleiche. Mein Hautarzt riet mir sofort darauf zu verzichten,da es noch weitreichendere Reaktionen des Körpers haben könnte und verordnete mit Kortionsalbe. Bei Abbott meldete ich den Fall und musste den benutzen Sensor einsenden. Auf Nachfrage nach dem Ergebnis wurde mir mitgeteilt, dass ich als Nutzer nicht über ein solches informiert werden würde- super! Eine Alternative habe ich leider auch noch nicht gefunden, wie ich jedoch bemerke, bin ich kein Einzelfall und es sollte eine Überlegung bei Abbott wert sein, weitreichender zu informieren.

  17. Auch ich nutze den Sensor seit einem 3/4 Jahr und vor 2 Monaten tauchte ganz unvermittelt die Unverträglichkeit auf. Beim Wechsel des Armes das Gleiche. Mein Hautarzt riet mir sofort darauf zu verzichten,da es noch weitreichendere Reaktionen des Körpers haben könnte und verordnete mit Kortionsalbe. Bei Abbott meldete ich den Fall und musste den benutzen Sensor einsenden. Auf Nachfrage nach dem Ergebnis wurde mir mitgeteilt, dass ich als Nutzer nicht über ein solches informiert werden würde- super! Eine Alternative habe ich leider auch noch nicht gefunden, wie ich jedoch bemerke, bin ich kein Einzelfall und es sollte eine Überlegung bei Abbott wert sein, weitreichender zu informieren.

  18. Hallo, ich habe im aktuellen ärzteblatt einen bericht über den freestyle libre gelesen in dem man herausgefunden hat, dass abbott das alergen isobornylacrylat (iboa)im sensor hat, und dieses zeug diese hauteekzem auslöst. die lange liegedauer des sensors begünstigt die ekzembildung. das ist nicht der klebstoff des pflasters sondern das gehäuse….würde gerne diesen bericht hier herein stellen, leider habe ich keine ahnung wie, bitte um hilfe … lg volki

  19. Auch bei mir trat jetzt nach bisher unbeeinträchtigter Sensornutzung beim 5. und schlimmer noch 6. Sensor ein Kontaktekzem auf. Anscheinend ist es ja nicht der Kleber, sondern ein Stoff in dem Plastikteil, der diese Reaktionen hervorruft. Hat jemand schon Erfahrungen gemacht, ob der Freestyle Libre Typ 2 vielleicht anders zusammengesetzt ist, so dass man ihn wieder nutzen könnte ?

  20. Hallo Leidgenossen !!

    Ich werde wahrscheinlich Nutzer des FreeStyle werden
    und es würde mich interessieren ob es nicht nur negatives
    sondern auch positives über den Klebstoff zu berichten
    gibt !! Ich danke Euch !

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