Aller Anfang ist schwer – das Diabetes-Trainingstagebuch hilft!

Es kann sehr schwer sein, sich für Sport zu motivieren. Daher stellt euch heute Steffi ihr Konzept vor, für das ihr im Grunde nur ein „Diabetes-Trainingstagebuch“ und etwas Selbstdisziplin braucht!

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Die richtige Einstellung für den Sport zu finden, kann eine echte Herausforderung sein. Mit dem Diabetes-Trainingstagebuch bekommst du einen ganzheitlichen Überblick und findest dadurch einfacher zu deiner Sport-Einstellung.

Du sollst Sport machen, haben sie gesagt. Das reduziert den Insulin-Verbrauch und senkt die Blutzucker-Werte, haben sie gesagt. Doch dass dabei deine Werte drunter und drüber gehen, das haben sie dir verschwiegen. Und nun stehst du nach anfänglicher Motivation nun völlig frustriert und verschwitzt in der Dusche. Seinen Blutzucker beim Sport unter Kontrolle zu halten, kann schwierig sein.

Auch du kannst den Berg besteigen

Am Anfang mag es wie ein riesiger Berg erscheinen. Doch du wirst es schaffen, ihn zu besteigen! Alles, was du brauchst, ist Geduld, Durchhaltevermögen und ein gutes Diabetes-Trainingstagebuch.

Verschaff dir einen ganzheitlichen Überblick

Ja, ich weiß. Tagebuchführen war noch nie mein Ding und deins vielleicht auch nicht unbedingt. Doch dieses Tagebuch wirkte bei mir Wunder. Denn Sport ist nicht gleich Sport. Kohlenhydrat ist nicht gleich Kohlenhydrat. Und heute ist nicht morgen. Es gibt unzählige Faktoren, die den Blutzucker beeinflussen. Beim Sport kommen besonders viele zusammen: unterschiedliche Bewegungsarten, verschiedene Emotionen und weitere Faktoren, die die Leistungsfähigkeit und Tagesform bestimmen. Wie soll man bei so vielen beeinflussenden Faktoren die Ursachen für das Werte-Durcheinander herausfinden? Da ist es unvermeidbar, sich ein paar Notizen zu machen.

Mit ein paar Notizen meine ich nicht nur, den Blutzucker und die Insulinabgabe zu notieren, sondern auch, welche Kohlenhydrate du gegessen oder getrunken hast, wie du dich bewegt hast und was du dabei gefühlt hast. Nur wenn du ein ganzheitliches Bild hast, kannst du mit der Ursachenforschung für Schwankungen beginnen und an einer besseren Einstellung tüfteln. Wirken deine Broteinheiten schnell genug oder solltest du anstatt einer Banane doch lieber einen Apfelsaft zu dir nehmen? War der Anfangswert zu niedrig oder zu hoch? Welche Einstellung brauchst du bei Ausdauer-Einheiten und welche beim Krafttraining?

Das Diabetes-Trainingstagebuch: dein Freund und Helfer

Um all das herauszufinden, hilft dir das Diabetes-Trainingstagebuch. Lade es herunter und drucke es für jedes Training aus, bis du die richtige Einstellung gefunden hast. Nimm einen Stift mit und schreibe dir alles direkt in den Pausen während des Trainings auf, damit du nichts vergisst. Alternativ, falls du keinen Drucker hast, kannst du dir das Trainingstagebuch als Excel-Tabelle herunterladen und alles in den PC eintippen.

Have Fun!

Zum Abschluss noch ein kleiner Tipp: Betrachte dich selbst als Kommissar für dein Gesundheitsmanagement und sieh das Notieren, Forschen und Experimentieren als Spiel an. Dann geht alles viel leichter von der Hand. Denk daran, es ist noch keine gute Therapie-Einstellung vom Himmel gefallen. Also spiel los, hab Spaß beim Sporteln! Du schaffst es! Viel Spaß und Erfolg!

3 Kommentare zu “Aller Anfang ist schwer – das Diabetes-Trainingstagebuch hilft!

  1. Der Artikel ist Beispiel gebend, meiner Meinung nach aber nur für junge Diabetiker. Bei uns Alten (weit in die Achtzig) bleibt als “Sport” nur nochder langsame Spaziergang. der Ist auch ohne ein Tagebuch, in Bezug auf den Blutzuckerspiegel, überschaubar. Ein 50 bis 60 minütiger gemütlicher Ein-kaufsbummel senkt den Blutzucker um 1 bis 1,5 mmol/l (ca.18 – 26 mg/dl)

  2. Hallo Stephanie,
    Ich weiss, dieser Artikel ist schon ein Paar Mondphasen her, aber Du schriebst hier von einem Diabetes-Trainingstagebuch.
    Mich würde interessieren, welches Du nutzt und wo man es bekommt. 🙂

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