Nordic Walking: So weit mich meine Füße tragen

Das Monatsthema und die Monatsaktion #TheWalkingDiabetes sprechen Felicitas total an. Die Idee, in 8 Wochen so fit zu werden, dass eine Distanz von 5 Kilometern zurückgelegt werden kann, findet sie ausgesprochen gut. Denn genau das hat sie im vergangenen Jahr erfolgreich mit Nordic Walking gemacht.

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[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Produkt- und Markennennung.]

Nordic Walking – wie alles begann

Regelmäßige Bewegung gehört einfach zu meinem Alltag. Vor allem brauche ich sie als Ausgleich zu meinem sitzenden Beruf. Vor ziemlich genau einem Jahr hatte ich die Gelegenheit, unter professioneller Anleitung binnen 6 Wochen Nordic Walking zu erlernen. Zweimal jede Woche eine bis eineinhalb Stunden ging es durch ganz unterschiedliches Gelände: eben, hügelig, weicher Boden, Asphalt. Immer unter den Argusaugen eines Profis.

 

Warum ausgerechnet Nordic Walking?

Ich gebe zu, früher habe ich über Nordic Walker gegrinst und gedacht: „Was für eine bescheuerte Art der Fortbewegung!“

Aber Nordic Walking ist mehr als nur ein Spazierengehen mit Stöcken. Ursprünglich wurde es in Finnland entwickelt, als Sommertrainingsmethode für Langläufer. Durch den Einsatz der Stöcke ist Nordic Walking ein Ganzkörpertraining. Und genau das ist es, was mir an dieser Sportart mittlerweile so gefällt.

Als Ausrüstung brauche ich nur die richtigen Schuhe, Stöcke in der richtigen Länge und, wenn ich möchte, eine Pulsuhr.

Quelle: Felicitas Bartsch

Und was mir diese Sportart zusätzlich so sympathisch macht: Ich muss nicht erst an einen geeigneten Ort fahren, um sie auszuüben. Nein, wenn ich möchte, kann ich direkt vor meiner Haustür starten.

Quelle: Felicitas Bartsch

Vor dem Start ein Blick auf meinen Diabetes

Seit 5 Jahren nutze ich eine Insulinpumpe mit rtCGM. Damit schaffe ich es, Sport und Diabetestherapie besser in Einklang zu bringen. Allerdings bedarf Ausdauersport einer gewissen Vorbereitung. Eine Stunde, bevor ich mit Nordic Walking starte, senke ich meine Basalrate für die Dauer von drei Stunden auf 60 Prozent der üblichen Basalrate. Zusätzlich versuche ich, bis zum Start der Aktivität, meinen Zuckerwert auf 180 bis 200 mg/dl (10,0 bis 11,1 mmol/l) hochzupushen. Das mache ich je nach Ausgangswert mit ein bis zwei KE schnellen Kohlenhydraten und einer KE langsamer wirkenden Kohlenhydraten.

Kein Sport ohne „Hypohelfer“

Während des Nordic Walkings achte ich darauf, dass der Zuckerwert nicht unter 160 mg/dl (8,9 mmol/l) rutscht. Dabei hilft mir mein rtCGM und der Inhalt des nie fehlenden Bauchtäschchens:

Quelle: Felicitas Bartsch

Sportliche Ziele

Nordic Walking ist nicht der einzige Sport, den ich ausübe. In der warmen Jahreszeit gehe ich lieber schwimmen oder bin mit dem Fahrrad unterwegs. Jetzt, wo es wieder kühler wird, ist neben meiner Hauptsportart Tanzen für mich Nordic Walking ideal. Ein- bis zweimal in der Woche jeweils eine Stunde ist mein Ziel. In der einen Stunde locker mal fünf Kilometer zurückzulegen, ist für mich dabei kein Problem.

Der persönliche Nutzen

Während ich mir beim Tanzen Schritte und Schrittkombinationen merken muss, gehen beim Nordic Walking nicht nur meine Beine, sondern auch meine Gedanken auf Wanderschaft. Nordic Walking macht mir Spaß und ist für mich Entspannung pur.

Habe ich euer Interesse geweckt?

Wer Nordic Walking ausprobieren möchte, dem empfehle ich, sich die richtige Technik für das Laufen mit Stöcken beibringen zu lassen. Es gibt Laufgruppen und Sportvereine, die Nordic Walking anbieten. Und gerade anfangs macht das Training in einer Gruppe auch mehr Spaß und bietet einen größeren Anreiz, dabeizubleiben.

Quelle: Felicitas Bartsch

Alternativvorschlag

Und für diejenigen, die einfach mal ausprobieren möchten, ob schnelleres Gehen, sprich Walken, als Sport überhaupt in Frage kommt, habe ich einen Vorschlag, der auf meiner eigenen Erfahrung beruht:

Woche 1: an 2 Tagen 7 Min. Walken/3 Min. Gehen/7 Min. Walken/3 Min. Gehen

Woche 2: an 2 Tagen 10 Min. Walken/3 Min. Gehen/10 Min. Walken/3 Min. Gehen

Woche 3: an 2 Tagen 12 Min Walken/3 Min. Gehen/12 Min. Walken/3 Min. Gehen

Woche 4: an 2 bis 3 Tagen wie Woche 3

Ab Woche 5 kann der Walking-Anteil weiter gesteigert werden, wobei es wichtig ist, sich nicht unter Druck zu setzen und zu überfordern. Sport soll Spaß machen!


Ihr habt Lust auf Bewegung, aber ihr habt weder Lust auf Walken noch auf Joggen? Wie wärs dann mit Spaß am Sport mit Seilspringen?

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