Hypoglykämie – du bist nicht du, wenn du unterzuckert bist

Glaubt ihr, dass Storys über Hypoglykämien jemals auserzählt sein werden? Dass irgendwann jedes blöde Erlebnis verarbeitet und jede „Hypo-Angst“ überwunden ist? Wahrscheinlich nicht, oder? Deswegen greifen wir genau dieses Thema im Januar noch einmal auf.

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Das Jahr ist noch jung und trotzdem werden einige von euch schon wieder unterzuckert gewesen sein. Einer Hypoglykämie ist ja so ziemlich egal, was für ein Tag oder wie spät es ist. Ob ihr gerade über den Bahnsteig zum nächsten Zug rennen müsst oder einfach nur pappsatt eure Mittagspause begeht. Wenn der Blutzucker fällt, muss sofort gehandelt werden – eben auch in unmöglichen Momenten.

Hypoglykämie – du bist nicht du, wenn du unterzuckert bist

Genau darum ist das Thema „Unterzuckerungen“ nie auserzählt und fertig diskutiert. Das haben wir ja auch im letzten Jahr beim #DiabetesHypoBarcamp gemerkt. Es gibt immer neue offene Fragen, gesammelte Erfahrungen und Tipps oder einfach nur das Bedürfnis, über dieses eine, besonders einprägsame „Hypo-Erlebnis“ zu sprechen.

Wir starten den Januar mit Geschichten rund um Hypoglykämien und was ODER WER dabei hilft. Denn in der Monatsaktion suchen wir eure menschlichen „Hypo-Helfer*innen“: Erfahrt hier mehr.

Hypo Schriftzug mit Süßigkeiten
Quelle: Katharina Weirauch

Was ist eigentlich eine „Hypo“?

Eine Hypoglykämie (bei Menschen mit Diabetes umgangssprachlich „Hypo“ genannt) bedeutet, dass der Blutzucker zu niedrig, also je nach Definition unter 50 oder 60 mg/dl (2,8 oder 3,3 mmol/l), ist. Dies kann bei Menschen mit Typ-1-Diabetes und bei Menschen mit insulinbehandeltem Typ-2-Diabetes z.B. durch eine zu hohe Insulinabgabe, falsch berechnete Kohlenhydrate, außergewöhnliche körperliche Anstrengung oder manchmal aus ganz unerklärlichen Gründen passieren. Auch bei Menschen mit Diabetes, die bestimmte blutzuckersenkende Tabletten einnehmen, können Hypoglykämien auftreten, ebenfalls durch falsch berechnete Kohlenhydrate, außergewöhnliche körperliche Anstrengung oder auch aus ganz unerklärlichen Gründen.

Die Symptome von „Hypos“ sind unterschiedlich. Dazu zählen aber u.a. Schwindel, Zittrigkeit, Konzentrationsstörungen, Heißhunger, Schwitzen und Gereiztheit. Wichtig bei einer Unterzuckerung ist es, sofort Maßnahmen zu ergreifen, die den Blutzucker wieder hochbringen und stabilisieren. Dazu nutzen Menschen mit Diabetes Traubenzucker, Saft oder andere schnellwirksame Kohlenhydrate, die oft als „Hypo-Helfer“ bezeichnet werden.

Wir wünschen euch einen entspannten Start in das Jahr 2020!


Hier gibt es einen Rückblick auf das #DiabetesHypoBarcamp 2019.

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