Muss ich meinen Diabetiker-Warnhund vor Corona schützen?

Diabetikerwarnhunde und die Corona-Krise: Muss man da eigentlich was beachten? Heike erzählt aus ihrem Krisen-Alltag mit ihrer Hündin Daphne.

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Als Diabetikerin besitze ich seit 4 Jahren Daphne, meine ausgebildete Diabetiker-Warnhündin. Ist dieses neue Corona-COVID-19-Virus auch für Haustiere – wie meine Hündin – schädlich? Können sich Hunde bei betroffenen Menschen anstecken oder umgekehrt? Nein, die Veterinärmedizinische Universität in Wien sieht keinen Grund zur Besorgnis. (Quelle: https://www.vetmeduni.ac.at/de/infoservice/presseinformationen/presseinformationen-2020/coronavirus-verstehen-was-bedeutet-covid-19-fuer-unsere-tiere/)

Quelle: Heike Wolf

Händewaschritual

Das Händewaschen ist in diesen Tagen besonders angesagt! Vor dem Blutzuckermessen sollte ein Diabetiker generell seine Hände waschen. Ich selbst habe zusammen mit meiner Tochter ein neues Händewaschritual entwickelt. Sobald wir nach unserem täglichen Hundespaziergang nach Hause zur Türe hineinkommen, waschen wir natürlich sofort unsere Hände mit Seife. Dabei singen wir regelmäßig je zwei Mal das Lied „Happy birthday to you!“. Das dauert ungefähr eine Minute. Bis dahin sollten alle möglichen Viren von den Händen entfernt sein.

Kann mein Hund das COVID-19-Virus auch auf andere Menschen übertragen?

Wenn ich mit Daphne Gassi gehe, trägt sie immer ihr Hundehalsband, ihre gelbe Kenndecke und ihre Hundemarke. Ich selbst gehe mit Daphne an der Leine nie näher als mit 1 bis 2 Meter Abstand an den Menschen vorbei. Im Moment lasse ich meinen Hund auch nicht mit anderen Hunden spielen. Alternativ gibt es bei mir während des Spaziergangs sehr viele Hundespiele. Ich lege beispielsweise eine Spur aus Hundeleckerli oder werfe oft Stöckchen. Nach dem Gassi-Spaziergang wasche ich sofort wieder meine Hände.

Das COVID-19-Virus wurde wahrscheinlich auf einem Lebendtiermarkt in China auf den Menschen übertragen. Ist das für Menschen gefährlich?

Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die von Wirbeltieren auf Menschen und umgekehrt übertragen werden können. In China passierte es wahrscheinlich, dass Fledermäuse das Virus in sich trugen und über den Kot ausschieden. Wenn andere Wildtiere den Kot aufnehmen, werden diese Tiere zu Zwischenwirten. Auf dem Markt in Wuhan wurde das Pangolin-Schuppentier, eine Delikatesse in Wuhan, als Zwischenwirt verkauft und seine Verbraucher steckten sich mit dem Coronavirus an. (Quelle: https://kurier.at/wissen/99-wahrscheinlichkeit-cov-stammt-vom-schuppentier/400793630).

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass mein Hund das COVID-19-Virus nach dem Hundespaziergang mit nach Hause bringt?

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Hunde das Virus beim Spaziergang in der Natur aufnehmen. Zum Schutz kann man nach dem Spaziergang die Pfoten des Hundes mit einer Seifenlauge und einem Waschlappen säubern. Jedoch sollte beim Hund kein Desinfektionsmittel für Menschen zum Einsatz kommen, denn das vertragen Hunde nicht.

Quelle: Heike Wolf

Warum (Hunde-)Spaziergänge eben auch in dieser schwierigen Zeit für Diabetiker so wichtig sind

Ich selbst bin als Diabetikerin ein „Bewegungsmensch“. Besonders für meine Blutzuckerwerte und meine Psyche ist für mich die Bewegung an der frischen Luft extrem wichtig. Als Schulassistentin bin ich im Moment von meiner Arbeit freigestellt. Statt am Morgen mit dem Rad früh zur Arbeit zu radeln, habe ich das Ritual eingeführt, dass ich täglich am Vormittag mit Daphne meinen großen Hundespaziergang mache. Besonders meiner Psyche tut die Bewegung extrem gut. Ich beobachte im Wald das Frühlingserwachen der Natur und mein Gedanke an das Virus verschwindet.


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