Warum Diabetes über einen Finger-Piks hinaus geht – Part 2

In ihrem letzten Artikel hatte Ilka bereits über 4 Dinge geschrieben, die verdeutlichen, warum Diabetes mehr ist, als sich ein paar Mal am Tag in den Finger zu stechen. Mit 4 Dingen ist es da allerdings nicht getan. Hier folgt nun der 2. Part „Warum Diabetes über einen Finger-Piks hinausgeht."

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Unbenannt

Gedanken an Folgekomplikationen

Nervenschäden, Nierenversagen, Blindheit… all das gehört zu den möglichen Folgekomplikationen, die im Laufe des Diabetes auftreten können. Müssen nicht, können aber. Für mich besonders quälend: Den Folgekomplikationen ist es relativ egal, wie gut man sich nun kümmert oder nicht kümmert, denn nicht nur die Blutzuckerwerte, sondern auch die Genetik spielt hier eine große Rolle. Es gibt Diabetiker mit sahnemäßigen Blutzuckerwerten, die aber bereits Folgekomplikationen haben. Und es gibt Diabetiker, die sich in ihrem Leben nie wirklich um ihren Diabetes gekümmert haben und keinerlei Komplikationen haben. En Gefühl von Machtlosigkeit.

 

Sich mit Fehlinformationen im Netz auseinandersetzen müssen

Zucker macht Diabetes. Und Fett natürlich auch. Alle Diabetiker sind dick und faul. Bla Bla Bla… die vielen Fehlinformationen, die im Netz besonders über Typ-1-Diabetes kursieren, sind nicht nur völlig überflüssig, sondern können langfristig auch belastend sein. Sich immer rechtfertigen zu müssen, dass man nicht dieselbe Krankheit hat wie Großmutter Piepenbrink von nebenan und man auch nicht als Kind zu viele Süßigkeiten gefuttert hat, hängt mir zum Hals raus.

Sehr beliebt ist auch, sämtliche Essensbilder im Netz mit Diabetes zu taggen. #Diabetes

 

Ein komplettes Organ ersetzen zu müssen

Klingt komisch, ist aber so. Als Diabetiker bleibt einem quasi nichts übrig, als sich tagtäglich zu überlegen, was wohl die liebe Bauchspeicheldrüse tun würde, wenn sie denn noch richtig funktionieren würde. Ein Schokoriegel zwischendurch, was würde die Bauchspeicheldrüse tun? Danach ein strammer Spaziergang, was würde die Bauchspeicheldrüse tun? Think like a Pancreas eben.

 

Selbstvorwürfe wegen schlechter Blutzuckerwerte

Gute Blutzuckerwerte stimmen fröhlich, schlechte hingegen können manchmal ganz schön an der Substanz nagen. Oft machen wir Diabetiker uns Vorwürfe, an schlechten Blutzuckerwerten selber schuld zu sein. Habe ich mein Insulin falsch berechnet, zu viel gegessen, nicht richtig auf meinen Diabetes geachtet? Klar, wir können die Blutzuckerwerte weitgehend selber beeinflussen. Aber unser Körper ist nun mal keine Maschine und reagiert nicht immer gleich. Selbstvorwürfe, man habe versagt, können quälend sein. Nicht umsonst sind Depressionen unter Diabetikern häufig verbreitet.

Veröffentlicht in Life

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