FreeStyle Libre: Immer mehr Krankenkassen übernehmen die Kosten

Den Anfang machten DAK und TK, doch inzwischen erstatten auch viele Betriebskrankenkassen ihren Versicherten die Kosten für das FreeStyle Libre.

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Packung und Zeug

Seit der Pharmariese Abbott Mitte Oktober 2014 sein neues Glukose-Messsystem „FreeStyle Libre“ auf den Markt gebracht hat, ist in der Diabetes-Community eine regelrechte Massenhysterie ausgebrochen, die auch ein Jahr später noch nicht abgeklungen ist. Noch immer kommt Abbott mit der Produktion nicht hinterher und beliefert derzeit nur Bestandskunden, die lange Warteliste wird nur Schritt für Schritt abgearbeitet.

DAK bietet das FreeStyle Libre nur ausgewählten Versicherten an

Als erste gesetzliche Krankenversicherung hatte im Februar 2015 die DAK auf den Trend reagiert: Sie bietet seit Juni 2015 ausgewählten DMP-Patienten das FreeStyle Libre als freiwillige Leistung an. Im Rahmen des neuen Programms werden bevorzugt Diabetiker angesprochen, aus deren DMP-Daten sich schließen lässt, dass sie in besonderer Weise vom FreeStyle Libre profitieren könnten. Dies sind zum Beispiel Diabetiker mit schlechten HbA1c-Werten oder häufigen Krankenhauseinweisungen wegen Hypoglykämien. Man kann sich nicht um eine Teilnahme an diesem neuen Versorgungsmodell bewerben, sondern wird von der DAK angeschrieben. Die ausgewählten Versicherten erhalten dann das FreeStyle Libre (Lesegerät und Sensoren) vollständig von ihrer Krankenkasse erstattet.

Die TK erstattet monatlich maximal 95 Euro für das FreeStyle Libre

Beinahe zeitgleich mit der DAK gab auch die Techniker Krankenkasse bekannt, dass auch sie ihren Versicherten im Rahmen eines neuen TK-Gesundheits-Coachings die Kosten für das neue Messsystem erstatten will – zumindest anteilig. Zum TK-Gesundheits-Coaching gehören auch ein elektronisches Blutzuckertagebuch (online oder als Smartphone-App), Online-Kurse und ein Online-Coaching bei Problemfragen, man muss aber nicht das komplette Gesundheits-Coaching nutzen und kann sich durchaus auf die Erstattung der Kosten für des FreeStyle Libre beschränken. Anfangs verbreitete die TK noch zum Teil widersprüchliche Angaben über die Höhe der Erstattung: So hieß es erst, sie wolle Anwendern die Kosten für das Messsystem bis zur Höhe der entsprechenden Kosten für Blutzuckerteststreifen erstatten, dann wieder war von 55 bis 60 Prozent der Gesamtkosten die Rede. Mittlerweile hat sich das Prozedere aber eingependelt: Die Anwender kaufen sich ihre Sensoren selbst bei Abbott und können pro Monat maximal 95 Euro (von insgesamt 125,80 Euro für zwei Sensoren plus Versandkosten) beim Hilfsmittelzentrum der TK einreichen. Voraussetzung für die Erstattung ist ein Rezept des behandelnden Diabetologen, doch hier reicht ein formloses Privatrezept völlig aus.

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Etliche BKK haben nun Direktverträge mit Abbott abgeschlossen

In den vergangenen Monaten sind noch weitere Versicherungen und Krankenkassen hinzugekommen, die ihren Versicherten das FreeStyle Libre ebenfalls vollständig oder anteilig finanzieren. Gute Chancen auf eine Kostenerstattung haben zum einen Privatversicherte (zum Beispiel bei der Debeka), wie meine kleine Auswertung von Beiträgen und Kommentaren in den einschlägigen Facebook-Gruppen ergab. Bei den gesetzlichen Krankenkassen sind es vor allem die Betriebskrankenkassen (BKK), die sich aufgeschlossen und spendabel zeigen. So hat zum Beispiel die Schwenninger BKK  zum 1. August 2015 einen Vertrag mit Abbott abgeschlossen, in den sich ihre Versicherten einschreiben können. Voraussetzung ist, dass es sich um Typ-1- oder Typ-2-Diabetiker handelt, die mit intensivierter konventioneller Insulintherapie (ICT) behandelt werden. Ob die Kostenübernahme genehmigt wird, ist eine Einzelfallentscheidung, doch die Anerkennungsquote ist nach Auskunft der Schwenninger BKK sehr hoch. Sobald der Antrag bewilligt wurde, muss der Versicherte nur noch eine ärztliche Verordnung einreichen, dann organisiert die BKK die Versorgung und Abrechnung über das Unternehmen Abbott, wobei den Versicherten nur der gesetzliche Eigenanteil in Rechnung gestellt wird. Der Vorteil von Direktverträgen der Kassen mit Abbott liegt natürlich auf der Hand: Die Versicherten müssen nicht mehr in Vorleistung gehen, und außerdem kommen auch diejenigen zum Zuge, die auf der Warteliste bislang noch nicht weit genug nach vorn gerückt sind, um auf eigene Rechnung bestellen zu können. Andere BKK haben zwar keine Direktverträge mit Abbott, erstatten aber die Kosten für das FreeStyle Libre (zum Beispiel die BKK Deutsche Bank oder die Energie BKK). Auch die BKK Audi und die BIG Direkt übernehmen die Kosten. Generell scheinen die Krankenkassen diese Informationen aber nicht an die große Glocke hängen zu wollen, denn auf ihren Internetseiten weisen sie nirgends auf diesen Zusatzservice hin.

Eine Nutzenbewertung durch den G-BA dauert im Normalfall viele Jahre

Dass bereits so viele gesetzliche Krankenkassen ihren Versicherten das FreeStyle Libre finanzieren, ist eigentlich ziemlich erstaunlich. Denn schließlich gibt es noch keine wissenschaftlichen Belege für den Zusatznutzen dieser neuen Methode. Und auf einen Zusatznutzen gegenüber herkömmlichen Verfahren kommt es dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) an, der über die Aufnahme neuer Verfahren in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu entscheiden hat. Eine Nutzenbewertung durch den G-BA kann sich im Normalfall gern schon einmal mehrere Jahre hinziehen. Das FreeStyle Libre zeigt aber, dass es offenbar manchmal auch ohne das positive Votum des G-BA ganz schnell und unbürokratisch vonstattengehen kann, wenn Versicherte Zugang zu Innovationen fordern, die ihnen den Umgang mit ihrer Erkrankung erleichtern.

104 Kommentare zu “FreeStyle Libre: Immer mehr Krankenkassen übernehmen die Kosten

  1. Hallo Alexandra, soweit ich das in den einschlägigen Facebook-Gruppen mitbekommen habe, ist die AOK überall sehr restriktiv und bewilligt das Freestyle Libre nicht. Da es offzielle aber immer eine Einzelfallentscheidung ist, sollte man am besten direkt bei seiner Kasse nachfragen. LG Antje

  2. Bei heutigem Rückruf durch die TK wurde mir mitgeteilt, dass diese keinerlei Kosten für das Freestyle Libre übernimmt. Hierzu gäbe es ein Urteil bei dem Sozialgericht, dass dieses System nicht “annerkannt” wäre.
    Ich werde der Sache trotzdem auf den Grund gehen.

    1. Mir wurde bei meiner Anfrage im Mai 2015 gesagt das die TK die Kosten übernimmt, im Dezember, als ich das Freestyle Libre dann endlich bestellen konnte keine Kostenübernahme mehr!

  3. Ja, und Abbott arbeitet zur Zeit die Bestellliste ab und ich konnte am vergangenen Wochenende mein Libre bestellen. Da ich vor wenigen Wochen mit der TK telefonischen Kontakt hatte, und mir die o.g. Erstattung bestätigt wurde, habe ich das Lesegerät und 2 Sensoren gekauft in der Meinung, dass mir die TK zumindest die entsprechende Prozentzahl des Betrages erstattet. Fehlanzeige. Heute höre ich telefonisch von der TK, dass sie das Libre genauso behandeln wie ein CGM und die Entscheidung des G-BA abwarten. Na prima. Ist wohl abzuwarten, wann andere Krankenkassen nun wieder nachziehen.

  4. Die TK lehnt die Kostenübernahme ein Gerichtsurteil vom Juli 2015 zitierend grundsätzlich ab, gemäß dessen das Freestyle Libre nicht erstattungsfähig sei. Also stimmt die Übernahme von 95€/Monat vielleicht für Bestandskunden des Freestyle libre, Für Neukunden jedenfalls nicht.

  5. Hallo, mir geht es leider genau wie meinen Vorrednern! Habe gestern ebenfalls Kontakt mit der Techniker-Krankenkasse aufgenommen zwecks Erstattung meiner beiden ersten Sensoren. Ich wurde von der Dame am anderen Ende der Leitung gefragt, ob ich eine Genehmigung von der Techniker erhalten hätte (?), als ich dies verneinte, bekam ich die Antwort, daß ich somit auch nichts erstattet bekommen würde. Auf Nachfrage kam die Antwort über das Gerichtsurteil vom 07.08.2015. Also werde ich mich nun weiter ins Zeug legen müssen und Nachforschungen anstellen. Es kann doch nicht sein, daß ein innovatives Gerät, wie das Freestyle libre, nicht anerkannt wird, obwohl es das Leben mit Diabetes um einiges erleichtert.

    1. Naja…. ob es sinnvoll ist, muß sich ja erst noch über Langzeittests beweisen. Dass die Kassen vorher nicht bezahlen, kann ich also schon verstehen.

    2. Da muss sich nichts bewähren. Das sogenannte Flash Glucose Monitoring gibt es schon sehr lange und hat sich bewährt.
      Die Kosten sind in der Anschaffung aber sehr hoch für diese Geräte. Sie lagen bzw. liegen zwischen 999 und 1500 Euro.
      Nun kommt ein vergleichbar günstiges System auf den Markt und alle stürzen sich drauf. Das da einige Krankenkassen *dicht* machen ist nicht verwunderlich, aber sehr ärgerlich.
      Ich schätze mal, daß in 4-5 Jahren nur noch solche Systeme verwendet werden und die Geräte mit Teststreifen dann langsam in der Versenkung verschwinden werden.

  6. Hallo, habe leider auch vor wenigen Tagen Post erhalten, dass man Bezug nehmend auf das Gerichtsurteil vom Juli die Kosten nicht mehr übernimmt. Im März, als ich mich bei Abbott registriert habe, hatte man mir noch die grundsätzliche Übernahme mit 95,00 € zugesichert, vor vier Wochen, als ich ersten Sensoren bestellen könnte, hat man mir gesagt, dass das nur für eine Probephase eines halben Jahres gilt, und jetzt das grundsätzliche Nein. Schizophrener geht es kaum! Einerseits kann ich sogar nachvollziehen, dass man das Freestyle genauso behandelt wie CGM-Systeme, denn sie funktionieren nach demselben Prinzip. Aber wieso kommt man da erst jetzt darauf? Andererseits könnte ich mir ja durchaus vorstellen, einen Teil der Kosten zu übernehmen, wenn man mir zumindest den Betrag erstattet, den man durch die geringere Zahl an Teststreifen, die ich benötige – egal ab CGM oder Freestyle – einspart. Aber mit Logik und Sinnhaftigkeit kommt man in unserem Gesundheitssystem nicht weiter.

  7. Ich habe jetzt seit Juli das Free Styl Libre , nun habe ich einen Brief von der TK erhalten das auf Grund des Urteils vom 7.8.15 Aktenzeichen B3KR5/14R die Kosten in Höhe von 95€ nicht mehr estattet werden.

  8. Hallo, ich habe am 07.01.2016 leider ebenfalls einen ablehnenden Bescheid der TK mit der Argumentation bzgl. des Gerichtsurteils B3KR5/14R erhalten. Formell möglicherweise korrekt. Inhaltlich mehr als bedauerlich.

  9. Auch ich habe die Ablehnung der TK bekommen. Aber das war nicht die erste. Die TK lehnt sogar Krankenwageneinsätze bei Hypos ab; man muß diese selbst bezahlen.
    Eigentlich sollten alle Diabetiker die TK verlassen und zu einer BKK wechseln. Was tut die TK eigentlich für Diabetiker, was andere nicht auch tun ? Nichts !

    1. Ich wäre vorsichtig mit dem Vorschlag zu einer BKK zu wechseln. Ich selbst bin bei der Bosch BKK und die verweigern mir schon seit 2015 die Übernahme der Kosten. Seither zahle ich brav alles selber, habe aber schriftlich nach der Ablehnung durch die Bosch BKK Einspruch erhoben. Muss nun noch die Begründung sauber formulieren und hoffen das sie vielleicht doch dann irgendwann einer Kostenübernahme (in welcher Form auch immer) zustimmen. Worauf aber geachtet werden muss ist das KK einem CGM System zur Kontrolle von Hyperglykämien NICHT zustimmen. Dies ist das Problem des Diabetikers. Wichtig ist bei der Beantragung darauf zu achten das ein CGM System zur Reduzierung von Hypoglykämien für die KK wichtiger ist (aber leider keine Garantien).

  10. Hallo, habe Ende Dezember auch die Mitteilung bekommen, dass die TK aufgrund des Gerichtsurteils über den bewilligten Zeitraum hinaus (April 2016)die 95 € nicht mehr zahlen wird. Gibt es Krankenkassen die trotzdem zahlen?

  11. Hallo Zusammen,
    auch bei mir hat die TKK jetzt wieder eine Zuzahlung abgelehnt, obwohl man ein Jahr bisher gezahlt hat, mit Begründung des Gerichtsurteils. Ich habe Widerspruch eingelegt und es geht jetzt an die Widerspruchsstelle evtl. bis zum Sozialgericht. Es kann nicht sein, das ein System was einem das Leben mit Diabetes erheblich erleichtert und damit auch zu Verminderung von Spätfolgen beitragen kann, einfach abgelehnt wird.
    Man darf sich nicht alles gefallen lassen und alle sollten hier mitziehen.

    1. Ich habe nun auch keine Zuszahlung erhalten, aber hatte das Gerät bereits bestellt. Es ist ja nicht nur eine Erleichterung, sondern mich spornt das Teil derart an, dass meine Blutzuckerwerte seit Tagen immer besser werden!
      Und ein solchen positiven Effekt darf doch eine Krankenkasse nicht außer Acht lassen ?!

  12. Ich muss gestehen, das ich diesen Artikel sehr unseriös recherchiert finde. Ich habe jetzt schon mehrere Seiten gefunden, die bereits vor dem 17. November bestätigt haben, das die TK die Zahlungen einstellt. Und das zugehörige Gerichtsurteil ist bereits vom 7.8.2015. Was die DAK angeht handelt es sich auch hier eindeutig nur um ein Testprojekt für das zunächst bis Juni 2015 nur 1000 und bis Ende 2015 nur insgesamt 7000 Patienten rekrutiert wurden. (siehe DAK Stellungnahme vom 30.06.15: http://www.dak.de/dak/bundes-themen/Diabetes-Projekt-1644684.html) Ich finde wenn man sich Medizinjournalistin schimpft, dann ist man seinen Lesern etwas mehr schuldig, als vor dem Artikel schnell mal kurz und nicht sehr gründlich zu googlen! Viele Diabetiker sind gleich hoffnungsvoll geworden und dabei ist das alles nicht wahr!

  13. Mein Rat wäre, dass viele Diabetiker auch ein kleines Schreiben an unseren Bundesgesundheitsminister Gröhe schreiben. Das vor Jahren auch geholfen, als man dort das Humalog aus dem Katalog der GKK streichen wollte.
    Auch sollte man sich fragen, warum möchte man eigentlich nicht, dass der Mensch, wenn er denn möchte, ohne das Pieksen in die Fingerkuppe auskommt. Es wird bestimmt an dem Interessenkonflikt bei z.B. der Fa. Abbott liegen, wenn man auch Messsensoren herstellt, für geschätzte 10 Cent das Stück und VK kennen wir ja alle.
    MfG Wilfried
    P.S.: Die paar Sätze, musste ich doch an den Herrn Minister schreiben.

    Sehr geehrter Herr Minister Gröhe,
    als seit 15 Jahren betroffener, insulinpflichtiger Diabetiker, verfolge im Web seit geraumer Zeit ein tolles Produkt, das auf dem Markt eingeschlagen hat wie ein Donnerschlag. Es handelt sich um das FreeStyle Libre Flash Glukose Messsystem von der Firma Abbott. Wenn also wieder Verhandlungen zwischen Ihnen, den Krankenkassen und den Medikamenten-Konzernen anstehen, wäre das eine tolle Sache, wenn dieses System in den Produktkatalog der GKK übernommen würde.
    Es erspart Millionen von Diabetikern, das Messen mittels einem Stich in die Fingerkuppe, und Sie werden auf der Stelle tausende von Fans bekommen, denn dieses Pieken ist mit dass Unangenehmste in der Diabetesbehandlung. Ich arbeite in einigen Diabetiker-Foren und es geht so weit, dass es Leute gibt, die panische Angst vor dem „kleinen“ Piek haben. Einer mag ja auch noch gehen, aber es sind am Tag etwa 4 – 5 Stiche und das läppert sich, man muss nur die Fingerkuppen fragen.
    Bei der Kostenfrage, müsste das Rennen zwischen Messplättchen, Messgerät und Stechhilfe etc. gegen das Freestyle-Gerät mit Sensor, etwa unentschieden ausgehen. Nur die Qualität der Messungen, durch kontinuierliche Überprüfung des HbA1c Wert, ist bedeutend aufschlussreicher und dazu ganz wichtig, schmerzlos.
    Den Bedarf auf dem freien Markt, kann die Fa. Abbott im Moment nicht decken, und der Kunde muss sich auf der Webseite eintragen, um irgendwann an das Gerätesystem zu kommen.
    Das soll nur ein Denkanstoß von mir sein, denn ich bin sehr sicher, dass man an der Fa. Abbott in Zukunft nicht vorbeikommt, wenn es um die Messung des Blutzuckers geht.
    Ich wünsche Ihnen allen ein Frohes neues Jahr 2016, und stehe bei Rückfragen gerne zur Verfügung.
    W.L.

    1. Hallo Wilfried,
      ich bin dabei und werde auch ein Brief an H. Gröhe schicken, da ich auch das neue FreeStyle Libre nutzen möchte und AOK Rheinland, wie bekannt, die Kostenübernahme ablehnt.
      Nenn uns doch bitte die Adresse von H. Gröhe damit wir reichlich schreiben können.
      Gruß
      Thomas Mores

    2. Hallo Thomas,
      es tut mir leid, dass ich erst jetzt auf Deine Antwort reagiere. Ich mir habe einfach seine Email besorgt und die sieht so aus.
      ‘hermann.groehe@bundestag.de’
      Der Versuch so einen Artikel an das Gesundheitsministerium zu senden, ist schwieriger als gedacht. Blöde Kontaktseite mit einer vergeschriebenen Menge an Buchstaben etc. die sind auch “schlauer” geworden die Herrn und Damen Politiker. Also direkt an ihn und was dann damit passiert, weiß natürlich keiner.
      MfG

  14. Wir haben auf Grund einer mündlichen Zusage das das Free Style Libre mit 95,00 € Zuzahlung übernommen wird am 30.10.2015 zum 31.12.2015 die IKK gekündigt, um heute am 26.01.2016 zu erfahren, nachdem wir den Antrag für unsere 17 jährige Tochter auf das Gerät gestellt haben, dass die Kosten nicht übernommen werden.
    ES IST EINE ABSOLUTE BETRÜGERISCHE SAUEREI wenn das schon ab Juli 2015 bekannt war.

    1. Ich hatte zum Mai 2015 aus der TK raus gewechselt in die BKK Mobil Oil. Leider wusste ich zu dem Zeitpunkt nichts von dem Freestyle Libre 🙁 ich habe dann im September bei der TK angerufen (mit dem Gedanken spielend, sobald wie möglich wieder zurück zu wechseln) und nach der Kostenübernahme gefragt. Ich bekam zur Antwort, dass das Gerät und 95€ für Sensoren je Monat übernommen werden. Ich bin jetzt grade froh, dass ich noch nicht den Wechsel wieder angeschubst habe. Mal sehen, was die Zeit so bringt!!

      Ach so, die TK übernimmt (oder besser übernahm) nur, wenn man am DPM teilnimmt.

    1. Vielleicht könnte man auch versuchen sich als größere Gruppe mal an den Petitionsausschuss zu wenden…? Möglicherweise könnte man sich ja auch mal an den Deutschen Diabetiker Bund wenden, ob man über diesen quasi eine Sammelklage oder Petition eingibt?
      https://www.bundestag.de/petition

  15. Ich finde es eine Frechheit von der TK.
    Ich finde jeder Diabetiker hat den Anspruch auf die bestmögliche Versorgung…die Krankheit und die vielleicht daraus entstehenden Folgeerkrankungen sind schlimm genug.
    Durch das Messsystem denke ich, würden viele Folgeerkrankungen ausbleiben und auch schwere Unterzuckerungen vermieden werden können.
    Aber wie soll es auch anders sein – die TK schaut das sie so günstig wie möglich davon kommt.
    Was mit den Patienten ist spielt da keine Rolle.

  16. Bin seit über 30 Jahren Diabetiker, und habe bis heute mich täglich pieksen müssen. Das Freestyle Libre kaufte ich mit jetzt zu Testen. Es ist ein Quantensprung! So viel Info über mich, ohne zu pieksen!
    Es muss Druck aufgebaut werden, damit die Kassen mitzahlen. Vielleicht hilft WISO oder eine andere Fernsehserie dabei.

  17. Auch ich habe eine mündliche Zusage für die Kostenübernahme (95€/mal. ) erhalten letztes Jahr im August. Oktober sowie Dezember habe ich mich nochmals erkundigt, da ich die KK wechseln wollte, DAMIT ich das Freestyle Libre erhalte. Die TK versichterte mir wiederholt das teilweise Kosten übernommen werden. Gestern erhielt ich dann die Absage…eine absolute Frechheit!!!!!!
    Falsche Versprechungen und der ganze Stress umsonst.

  18. Hallo an alle,
    ich bin seit 40 Jahren dabei und meine Fingerkuppen sehen auch so aus. Ich habe den Sensor seit 2 Wochen und bin super begeistert 🙂 Die AOK übernimmt es natürlich auch nicht.
    Kann man nicht im Netz so was wie eine Unterschriftenliste machen und dann an das zuständige Amt schicken??
    Ich bin leider nicht so bewandert mit dem PC sonst würde ich das machen.
    Bei den ganzen Beiträgen müsste ja eine ganze Menge zusammen kommen.
    Wie viele Unterschriften bräuchte man für so eine Aktion? Hat einer Ahnung davon?

  19. Nachdem ich mich bei meiner Krankenkasse (AOK) erkundigt hatte, ob sie die Kosten für ein solches Messsystem übernimmt, wurde mit mitgeteilt, was hier schon alle wissen!!! Begründung war, es liegen vom Hersteller keine Studien vor, die belegen, das das das Freestyle Libre zuverlässig mißt und man müsse die Diabetiker vor solchem “Teufelszeug” schützen. Die Kosten würden dabei angeblich keine Rolle spielen und man wäre als KK auch bereit die Kosten zu tragen, wenn positive Studien vorliegen würden, so so?!
    Toll das mir ein Bearbeiter, der auf Nachfrage mitteilte kein Diabetiker zu sein, mit sagte, er wisse wie ich mich fühle! Ein Anruf bei Abbott und die Frage warum denn keine Studien vorliegen, wurde mir nicht ernsthaft beantwortet. Man arbeitet daran…
    Traurig für uns Betroffene, mal zählen wieviele Piekser uns von dieser Revolution am Diabetesmarkt noch trennen! Vielleicht soll es ja gar kein Messsystem für alle sein, denn ca. 120 Euro im Monat ist mir zu viel!!!

  20. Tja,
    auch ich nutze das FreeStyle-Libre seit nunmehr knapp drei Wochen und es hat mir bei meinem seit Dezember 2015 plötzlich extrem angestiegenen Insulinbedarf sehr geholfen, siehe hierzu meine HP. Mit Teststreifen wären vergleichbar gute Ergebnisse nicht möglich gewesen; im Vergleich zum Libre wäre dies einem Stochern mit Krückstock im Nebel vergleichbar.
    Bei einem unterstellten Bedarf von 600 Teststeifen pro Quartal kostet das Libre sogar geringfügig weniger. Wie es aussieht, will meine KK mir die Kosten für das Libre trotzdem nicht erstatten.

  21. Liebe Diabetiker,ich konnte das neue Gerät,auf Empfehlung meines Arztes ca 14 Tage testen.Ich habe 6x am Tage gemessen und als Vergleich auch 6x mit meinem bisherigen Gerät (Accu-Check Aviva-Connect).
    Als erfahrener langjähriger insulinpflichtiger Diabetiker- ICT
    (35 Jahre ) komme ich zu folgendem Ergebnis:
    Ein hervorragendes neues Blutzuckermeßgerät.
    Die Vergleichsmessungen ergaben keine wesentlichen Abweichungen zu Accucheck-Ergebisse. Sie waren in jedem Fall zu vernachläßigen,
    Insgesamt eine höhere Sicherheit,durch sofortige Anzeige des Blutzuckerspiegel und vor allem des zusätzlich angezeigten Trends.
    Im Alltag insgesamt für mich eine sehr grosse Erleichterung.
    Hinzu kommt noch die ausgereifte praxisverbundene Auswertungs-Software.Mit deren Hilfe wurden bei mir bisher nicht erkannte Unterzuckerungen Nachts durch den Arzt festgestellt.
    Warum die GKV die geringen Mehrkosten nicht übernehmen bleibt für mich ein Geheimnis. Vielleicht könnte auch auf ein anderes, weniger wirkungsvolle, Bonusprogramm verzichtet werden.

    1. Das ist auch eines meiner Probleme.
      Normalerweise habe ich kenen Unterzucker.
      Aber es steht der Verdacht im Raum das es Nachts doch zu unerkanntem Unterzucker kommt.
      Bisher muss ich um 23°° und wenn möglich auch um 3°° messen, ohne Erfolg.
      Trotdem weist der Wertvergleich 3°° zu 7°° immer mal wieder auf eine Unterzuckerung hin.

  22. Hallo, ich habe heute die Zusage zur Kostenübernahme von meiner Krankenkasse (BKK) bekommen. Ein Rezept und eine schriftliche Begründung vom Diabetologen haben ausgereicht. Wer in Bayern wohnt und eine neue Krankenkasse sucht, kann sich gerne von mir anwerben lassen…

    1. Hallo Markus,
      gratuliere Dir! Bin selbst seit fast 30 Jahren Diab. mel. Typ 1 Patientin, würde sofort die KK wechseln, aber leider wohne ich nicht mehr in Bayern.
      Selbst, bin schon nach dem Wiederspruch bei meiner KK, auf der “Warteliste” beim Sozialgericht. Glaube aber, dass entscheident das entsprechende Rezept vom behandelten Diabetologen ist/ meine ist da sehr sparsam.
      Da bei ca.10x BZ Messung pro Tag mit AccuChec Teststreifen im Vergleich zu FreeStyleLibre, die Entscheidung für mich einfach ist.

    2. Hallo Markus nenne uns bitte die BKK die die Kosten übernimmt da ich auch bereit bin zu wechseln. Danke im Voraus.

  23. Hallo, wir haben vor kurzem die Zusage von unserer Krankenkasse (AOK) für den Freestyle Libre für vorerst ein viertel Jahr bekommen. Heute haben wir den Sensor mit Rezept für unseren Sohn (6 Jahre) bestellt. Wir messen täglich zwischen 10 und 12 Mal. Wir erhoffen uns daduch eine große Erleichterung und dass die Krankenkasse uns den Sensor weiterhin bewilligt.

  24. Karim,
    Ich bin seit 11 Jahren Typ 1 Diabetiker und musste mindestens 6 x mal am Tag pieksen .
    Nach langem warten , habe ich endlich mal das Free Style Libre Gerät bekommen und war vom Anfang wahnsinnig von allem was ds Gerät bietet begeistert. Das ist wirklich eine revolutionäre Entdeckung was Diabetes angeht.

  25. Auch mir hat die TK mitgeteilt, dass sie Kosten für das FreeStyleLibre nicht mehr übernehmen dürfe. Die Antwort auf eine entsprechende Email an die Firma Abbott zeigte mir, dass man dort noch völlig ahnungslos ist. Merkwürdig. Eigentlich könnte sich die Firma mal für die Kunden ein bisschen ins Zeug legen.

  26. Ich war letzte Woche beim Diabetologen dort liegt Werbung für das Gerät aus und ich habe mich auch gleich danach erkundigt es wurde mir sofort gesagt das meine Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen würde und ich mich bis 2017 gedulden sollte.Dann würde die Kasse wohl bezahlen! Da ich am Tag mindestens 4-5x pieksen muß ist das kein großer Trost für mich! Ich werde mich aber persönlich bei meiner Kasse erkundigen!

  27. Hi,

    ich gehöre auch zur Gruppe der begeisterten Nutzer (seit etwa 15 Monaten) und hatte auch nach etwas Aufwand eine Übernahme eines Teil der Kosten von der TKK erreicht. Mit Hinweis auf das bekannte Urteil wurde dies jetzt eingestellt. Bin auch im Dialog mit der TKK, aber ich denke man sollte hier auch mal auf Abbott zugehen und Fragen wo sie aktiv sind. Hat da jemand bereits Erfahrungen? Bisher habe ich keinen vernünftigen Ansprechpartner gefunden.

    Oliver

  28. Ich würde die Sache mal andersrum angehen.
    Muss der Sensor so teuer sein ?
    Ich selbst muss 5x/Tag messen 5x14Tage ergibt 70 Messstäbchen
    Der Preis der Stäbchen schwankt bei 50Stk. zwischen ca. 19,- und 29,-€

    Logisch wäre ein Sensorpreis in dieser Preisregion dann würden Kassen auch zahlen.
    Es wäre wünschenswert das dieses System sich durchsetzt denn auch ich würde damit besser messen und kontrolieren können.

    Denn wenn ich meiner Werte nicht sicher bin messe ich auch 6-8 mal am Tag, oder mit einem Zweitgerät als Kontrolle.
    Dieser Verbrauch an Stäbchen wäre also komplett überflüssig.

    Und wenn man Heute ein Handy oder eine Musikanlage für weit unter 100,-€
    verkauft dann sollte das auch bei diesem Sensor möglich sein.

  29. Hallo, ich bin seit 35 Jahren auch Diabetiker und dieses Gerät ist eine neue Revolution für Diabetiker.Ich würde es gut finden, wenn man eine Sammelklage an Herrn Minister Gröhe schicken würde .Man könnte ihm ja mal erklären wie es ist Diabetiker zu sein und sich andauernd stechen müsste.Die Einstellung des Diabetes wäre viel einfacher und die abzusehenden Spätfolgen,die dann auch viel Geld für die KK kostet,gehen ins Unermessliche.Jeder Diabetiker in Deutschland hat ein Recht auf aktuelle und gute Produkte.Man müsste sich wirklich zusammen beschweren,denn sonst bleibt alles so wie es ist.Nur durch viel Gerede passiert nichts.

  30. Wie kann es sein ,das die Krankenkassen die Kosten für das FreeStyleLibre nicht übernehmen. Sieht man sich so einige Computerzeitschriften , werden Kosten für Apple Watch übernommen . Nur weil sie den Puls messen ? Wird die beim Diabetiker nichts gemessen? Hier chip.de vom 12.08.2015
    http://www.chip.de/news/AOK-Zuschuss-Krankenkasse-zahlt-bei-Apple-Watch-zu_81386225.html
    oder Die Weld von 04.08.2015
    http://www.welt.de/wirtschaft/article144818188/Diese-Krankenkassen-bezuschussen-die-Apple-Watch.html

    1. Lese das doch mal richtig durch. 50 Euro Zuschuss gibt es für Pulsmessgeräte am Handgelenk. So wie du das schreibst, bekommt Mann die AppleWatch von den Krankenkassen für lau.

  31. Ich benutze seit Dez.2014 das FreeStyle Libre und ich kann nur sagen, es ist Spitze. Auf Grund telefon. Rückfrage bei der TKK wurde mir im Nov. 2015 die Kostenübernahme mit 95 € pro Monat zugesagt. Ich habe daraufhin die Krankenkasse gewechselt. Nun bekomme ich die Info, dass es die Kostenübernahme doch nicht gibt. Wie findet man so etwas? Da kann ich nur sagen, dass ist total unfair. Wie kann man gegen so ein Verhalten vorgehen? Kann mir diesbezüglich jemand helfen?

  32. Ich besitze seit drei Wochen den FreeStyle libre und bin seit 10Jahren Diabetiker. Nach dem Erhalt dieses Messgerätes habe ich Rücksprache mit meiner Diabetologin gehalten zwecks Kostenübernahme bzw. Kostenbeteiligung der DAK – lt. Arzt liegt den Praxen sogar eine Bestätigung vor das einige KK die Kosten zumindest für das Starterpaket ganz übernehmen
    und sich bei den Sensoren anteilig beteiligen werden (durfte das Schreiben lesen). Die DAK ist auch dabei. Nach Anruf bei der KK habe ich leider die gleiche Erfahrung mach müssen wie alle anderen – keine Kostenübernahme
    ich frage mich was diese Vera….. eigentlich soll!?
    Weiterhin werde ich versuchen das die KK die Kosten übernimmt oder sich an den Kosten beteiligt denn das ist wirklich eine gute Sache für Diabetiker.
    (kein Piecks am Finger, keine Nachtmessungen (alle 2 Std.) etc.) – alles in allem
    mit FreeStyle libre mehr Lebensqualität !!!!!

    1. Das ist ja super, ich habe Mitte 2015 bei der Barmer GEK gekündigt und bin zur TK gewechselt. Jeder kennt den weiteren Verlauf. Jetzt bin ich für 1,5 Jahre gebunden. Das hätte ich mir sparen können.

  33. Auch ich teste das Freestyle Libre seit 2 Wochen erfolgreich. Starterkit für 170 EUR inkl. 2 Sensoren gekauft.
    Vergleichsmessungen mit dem iBGStar zeigen keine nennenswerte Abweichungen. Werte scheinen besser zu werden. Mal sehen, was der HBA1C demnächst sagt…Die Auswertesoftware schätzt 7.4, ich komme von über 9.
    Auch bei mir will die TK nicht übernehmen. Mit Verweis auf ein Gerichtsurteil, Sinngemäßes Zitat: “Wir dürfen nicht mehr”, und “bereits bewilligte Sachen laufen auch aus”. Hmmm, schade eigentlich. Warum können die nicht zumindest das zuzahlen, was ich bisher an Teststreifen gekostet habe. 450 Teststreifen im Quartal kosten ja auch ca. 250 EUR. Dafür bekomme ich im Abo (gibts wirklich!!) schon 5 Sensoren bzw. 2,5 Monate. Den Rest kann ich gerne selber übernehmen.
    Hab jedenfalls gerade mal bei der Barmer angefragt, ob sie die Kosten wirklich (zumindest teilweise) übernehmen. Vielleicht wechsle ich ja dann. Aber ob die die ganzen Diabetiker haben wollen ist auch fraglich 🙂

  34. Ich (73J.) habe seit ca. 8 Jahren Diabetes II. Seit ca. 1Jahr benutze ich Freestyle Libre mit größter Zufriedenheit. Habe bei der AOK-Bayern eine Zuzahlung veranlasst, leider ohne Erfolg. Daraufhin habe ich einen Einspruch geschrieben, der bis zum Sozialgericht ging, auch leider ohne Erfolg.
    Dass die AOK und alle anderen sich zieren, diese für uns Diabetiker weltbewegende bezahlbare Neuigkeit nicht übernehmen, grenzt an Hochmut und mehr…
    Aber auch ABBOTT muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie nicht mit dem erforderlichen Druck die Genehmigungen durchboxt, aber ich denke sie ruhen sich auf dem finanziellen Erfolg aus, solange der Privatpatient die Sensoren bezahlt verdient sich doch ABBOTT eine goldene Nase…
    Jetzt darf man bis zu 6 Sensoren bei ABBOTT bestellen, aber auf EBAY werden die Sensoren weiterhin zu horrenden Preisen angeboten und auch gekauft…
    Hat jemand eine Idee, oder einen Vordruck, den man an Minister Gröhe schicken kann? Nur die Menge machts…

  35. Lt. Pressemitteilung aus 03/2016 übernimmt die DAK seit 01/2016 jetzt auch bei Kindern mit Typ 1die Kosten für das Freestyle Libre.
    Auf die Anfrage meiner Mutter auf Kostenübernahme kam folgende Antwort der DAK: “Das Versorgungsprojekt ist beendet u. vom Bundesversicherungsamt untersagt worden. Versorgung mit Freestyle Libre dürfen wir nicht vornehmen.”
    Hallo, gehts noch? Extrem dafür werben u. dann solch eine Abfuhr!

  36. Habe mich gerade durch alle Kommentare gelesen, weil ich heute von meiner KK (viactiv) eine Absage bekommen habe; Begründung: Das wäre ja ein Zusatzgerät, es reiche allein für die Diabetes-Therapie nicht aus! Mir ist dies völlig neu, ich werde sicherlich nicht permanent doppelt messen (sicherlich am Anfang). Und diese Aussage von einem Nichtdiabetiker, der sich die nervige Piekserei überhaupt nicht vorstellen kann. Ich bin seit 35 Jahren Diabetiker, messe im Durchschnitt 6 – 8 mal täglich. Habe mich nun bei Abbott registrieren lassen, um freestyle zu bekommen, dann zahle ich es eben aus eigener Tasche. Wie ist es mit Audi BKK? Kann man auch als Nicht-Bayer Mitglied werden?

  37. Flash Glucose Monitoring (FGM) teilt im Internet folgendes mit:

    Ab Juni 2016 werden monatlich rund 1000 Diabetiker, die bei der DAK versichert sind, mit dem neuen System ausgestattet ( soweit die Erklärung
    des DAK-Pressesprechers Jörg Bodanowitz ) ……… und weiter: Für das Lesegerät wird einmalig die gesetzliche Zuzahlung fällig. (die habe ich als DAK-Versicherter auch bezahlt) Weiter heisst es: Die Sensoren sind zuzahlungsfrei und werden den versicherten Diabetikern ohne weitere Verordnung direkt vom Hersteller regelmässig zugeschickt.

    Die Wahrheit ist: Ich musste eine Folgeverordnung des Arztes vorlegen,
    die Lieferung erfolgte am 09.04.2016 (Bestellung mit vorgelegter Folgeverordnung am 16.03.2016) und Zuzahlung in Höhe von EURO 30,00
    wurde bei mir abgebucht .

    So wird man von seiner eigenen Krankenkasse betrogen und verarscht.
    Was kann ich dagegen tun ??

  38. Viele Kommentare hier – sehr interessant – Der Doc empfiehlt den Freestyle auch wärmstens. Werde in Kürze mit der Kasse anfangen zu verhandeln. Werde mir weiterhin meine 500 Teststreifen im Quartal verschreiben lassen und dann im Tausch gegen Sensoren anbieten. Mal sehen ob sie an einer generellen Kosteneinspaarung interesiert sind oder nur Ideologisch ihr Terrain verteidigen.

  39. So, da bin ich wieder mit meinen ersten Ergebnissen:
    HBA1C ist von 9,3 auf 8,3 gegangen und das in 4 -6 Wochen. Mein Doc ist begeistert und wollte mein Tagebuch gleich für Schulungszwecke 🙂
    Allerdings waren das nicht die einzigen Maßnahmen. Hab (jetzt) auch was an der Spritzerei geändert.
    Die Barmer hat sich inzwischen auch gemeldet: Auch sie übernehmen die Kosten nicht.
    Abott nimmt meinen Wunsch, sich bei den Krankenkassen um eine Anerkennung als Hilfsmittel zu bemühen zur Kenntnis und ich freue mich zwar über die besseren Werte, bleibe aber auf den Kosten sitzen. Auch das mit dem Abo war wohl eine Presseente: Abott behauptet nie so etwas angeboten zu haben und will es auch nicht tun. Also nix mit Rabatt beim Abo. Schön immer 60 EUR pro Sensor abdrücken. Wenn ich Geld sparen will, kann ich lt. Abott ja max. 6 Sensoren kaufen (spart 2x Versandkosten = 10 EUR). Allerdings halten die Sensoren sich auch nicht ewig…
    Naja…vielleicht “hilft” mir ja das Finanzamt bei der “Finanzierung” 🙂
    Grüße

  40. Hallo, leider übernimmt die Knappschaft nicht einen Cent der Kosten. Ich bin mit denen gerade im Kontakt, aber bis jetzt vollkommen abgeblockt. Ich werde versuchen euch mit Neuigkeiten zu versorgen.

    VG

  41. Mein Verfahren gegen die Knappschaft ist mittlerweile beim Sozialgericht. So wie es aussieht, wird die Klage da wohl abgelehnt.

    Man kann deshalb jedem Betroffenen nur raten, die Knappschaft sofort zu verlassen.

  42. Hallo,
    Ich bekam heute von “meiner” Kk, der Barmer – GEK, die Mitteilung, dass sie sich pro Jahr an 26 Sensoren mit je 55,28 € beteiligen werden.
    Damit erreiche ich einen Betrag von über 1400, – € und finde das doch sehr positiv!

    1. Merkwürdig das alles. Ich habe nach 2 1/2 Monaten von der BEK die Zusage bekommen, dass mir 26 x 23,46 Euro erstattet werden. Die Kosten für das Messgerät werden nicht übernommen. Würde gern wissen, wie die Barmer die Kostenzusage von € 55,28 begründet. Das ist ja fast der Preis für die Gesamtkosten pro Jahr. Ach das könnte schön sein.

  43. Ich habe die Barmer GEK angeschrieben und gerade eine Antwort erhalten:
    “Sehr geehrte* *****,

    vielen Dank für Ihre Anfrage.

    Grundsätzlich ist eine maximale Bezuschussung von 26 Sensoren pro Jahr möglich.

    Für eine mögliche Kostenbeteiligung der BARMER GEK sind verschiedene Angaben von Ihnen bzw. ihren Diabetologen erfoderlich.

    1. Hallo, war bis 31.05.2016 Mitglied der Barmer GEK. Das FreeStyle Libre wurde bei mir (Typ 1, ICT, Diabetes seit 38 J.) abgelehnt. Die Korrespondenz mit der Barmer war sehr frustrierend. Telefon Center sehr freundlich, können aber nichts sagen und versprechen einen Rückruf vom Sachbearbeiter. 5mal trotz Reklamation nicht erfolgt. Auf meine Email Anfrage über Möglichkeiten und Vorrausetzungen für eine Erstattung wurde mit Bezug auf das bekannte Urteil abgelehnt. Habe daraufhin gekündigt, bin aber aufgrund verschiedener positiver Aussagen im Internet direkt in die Geschäftsstelle gefahren. Vom Mitarbeiter wurde mir nochmals erklärt, dass keinerlei Aussicht auf Erstattung besteht. Ich weiß natürlich nicht, ob es evtl. Unterschiede in den einzelnen Bundesländern gibt (Bayern), da ein Mitarbeiter des Servicecenter meinte, die Email -Antwort wäre nicht richtig. Meine neue KV hat seit 1.4.2016 für Neumitglieder eine Wartezeit von 6 Monaten. Hoffe nun sehr, dass die Entscheidung am 16.06.2016 positiv kommt und dann eine sofortige Umsetzung durch die KV’s erfolgt.

  44. Hallo, liebe Leute, ich habe heute mit der TK telefoniert, und auch mir wurde die die Übernahme der Kosten komplett verweigert. Begründung: Das viel zitierte Gerichtsurteil des BGH!
    Ich bleibe dran!

  45. Hallo! Hat jemand Erfahrungen, wie das mit einem Einspruch gegen die Ablehnung der Kostenübernahme weitergeht? Geht es dann vors Sozialgericht und lohnt sich das? Hat dort irgendjemand recht bekommen?
    Ich bin auch bei der TK und hab nun nach mehreren Telefonaten und schriftlichen Anträgen die schriftliche Ablehnung, es heißt, es gäbe keine Ausnahmen. Ich weiß nicht, ob sich das mit dem Einspruch lohnt. Barmer sagt telefonisch die Übernahme zu, aber ich habe auch Angst zu wechseln und dann ändern die auch wieder ihre Übernahmepolitik. Man hat ja keine Sicherheit. Hat irgendjemand das bei der TK in diesem Kalenderjahr durchbekommen? Danke

  46. Hallo zusammen,
    Ich bin bei der Pronova BKK versichert und hatte ein sehr informatives Gespräch mit meiner Sachbearbeiterin. Sie schickte mir einen Fragebogen zu, den mein Diabetologe ausfüllen musste und ich musste meine Aufzeichnungen der letzten 3 Monate zuschicken. Verordnung auf einem Privatrezept reichte. ( Noch darf das “FreeStyle libre ” nicht ärztlich verordnet werden. Rotes Rezept)
    Heute bekam ich die Zusage, dass sie sich für vorerst ein Jahr Quartalsmässig mit 260,- € beteiligen. Das Gerät bezahlen sie auch. Das nur zu eurer Info. Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird nur noch mit diesesm System der Blutzucker gemessen. (Aussage meiner Sachbearbeiterin)

  47. Hallo! Die TK behauptet es sei ihr gerichtlich untersagt die Kosten für das Freestyle Libre zu übernehmen. Ich vermute die Behauptung ist nicht richtig weil ja z.B. die Barmer die Kosten übernimmt. Wer hat evt noch genau diese Auskunft bekommen? Wenn es sich um eine systematisch falsche Auskunft handelt fände ich das skandalös

  48. Hallo zusammen,
    ich trage seit Ende April 2016 den Sensor, meine Krankenkasse hat mein Lesegerät und 26 Sensoren für ein Jahr übernommen. Klar muss man ein paar Punkte mitbringen (ICT oder Pumpe, oft testen und und und) die Selbstbeteiligung muss ich natürlich selber zahlen.
    Ich würde die Sensoren nie wieder her geben 🙂
    ganz erhlich …
    Vielleicht überlegt Ihr mal die Krankenkasse zu wechseln?
    Ich bin von der TK weg!!!

    1. Hallo Daniela,

      vielen Dank für die Information. Es wäre nett, wenn die KK noch beannt werden würde.

      Vielen Dank im voraus.

      Mit freundlichen Grüßen

      Brigitte Masthoff

  49. Die BIG Direkt übernimmt KEINE Kosten und beteiligt sich auch nicht anteilig.
    Denen geht es nur um Wirtschaftlichkeit, was mich zum Wechsel der KK bringt.

    1. Und das heißt nun? Ich bin bei der Barmer GEK versichert. Auf Nachfrage würde mir gesagt, dass die Kosten nicht übernommen werden. Kann ich denen nun den Gerichtsbeschluss unter die Nase reiben und die müssen mir das Gerät doch bezahlen?

  50. Hallo zusammen,
    habe am Samstag, 09.06.2016 einen zunächst genehmigten Bescheid vom 04/2016 vom Landesamt NRW (LBV) erhalten. Die lapidare Begründung lautet: Die Sensoren sind nicht mehr als wissenschaftlich anerkannt und bieten gegenüber herkömmlichen Blutzuckteststreifen neben dem Komfort keinen erkennbaren Nutzen. Bin Insulinpumpenträger seit 1993. Trage z.Zt. die AC Insight. Die Beihilfe bis dato 10 Packungen >Sensoren plus Messgerät übernommen. Da ich zwischen 6-8 x am Tag den BZ in früheren Zeiten kontrolliert habe ist das FreeStyle insgesamt billiger. Desweiteren hat sich mein HbA 1 Wert von 7,8 auf unter 7,0 erheblich verbessert. Frage an die Runde ob jemand ähnliche Erfahrung gemacht hat und was man jetzt unternehmen könnte.

  51. Hallo zusammen,
    bin Pensionär mit Anspruch Beihilfe/DBV.
    Pumpentäger seit 1993. Z.Zt. AC Insight. Im April habe ich einen positiven Bescheid vom LBV (NRW) bekommen. Kostenübernahme Freestyle Libre. Insgesamt bis dato 10 Packungen plus Messgerät bezahlt. Nun bekomme ich einen Ablehnungsbescheid mit der Begründung: Sind nicht wissenschaftlich anerkannt und bringen keinen Nutzen außer dem Komfort.
    Seit ich die Sensoren benutze ist mein HbA 1 Wert erheblich gesunken. Zuletzt lag er bei 6,8 von 7,8. Desweiteren kommen die Kosten zum Tragen. Mit der herkömmlichen Messung lag ich bei 6- 8 x am Tag. Kann mir einer Typs geben oder ist selbst betroffen, was man unternehmen kann. Antworte auf jede Email.

  52. Nachtrag : mein HBA1C ist, nach erfolgter Neueinstellung und Umstellung auf das freestyle libre Messtechnik, von 8,2 auf 6,3 gesunken

    1. Hallo
      Die mhplus Sitz in Gotha übernimmt 80% der Kosten im Jahr gesammt 1142€
      Habe das System seit Anfang 2016. Muss vom Facharzt verordnet werden dann bekommt man einen Antrag der mhplus den füllt der Arzt aus und je nach Dringlichkeit bekommt man das System genehmigt.
      mfg
      Peter Hausenblas

    2. Bei den gesetzlichen Kassen sind es derzeit die Techniker und DAK, die per Satzungsänderung Diabetikern mit Pumpen- oder ICT-Therapie die Kosten für das Freestyle Libre erstatten (abzüglich gesetzliche Zuzahlung). Bei anderen gesetzlichen Kassen ist es eine Einzelfallentscheidung, es gibt aber etliche, die bereits überwiegend positiv mitziehen. 🙂

    3. Hallo, in der Zwischenzeit hat auch meine Krankenkasse die Bahn BKK entschieden die Kosten für das FreestyleLibre zu übernehmen und dieses auch als Satzungsleistung aufgenommen hat. Danach erhalten nun alle Insulinpflichtigen Diabetiker mit intensivierter Insulintherapie diese Kosten erstattet und zwar 6 Sensoren pro Quartal, abzüglich 10,- € Selbstbeteiligung und Versandkosten. Weiterhin bekommt man alle 2 Jahre ein neues Meßgerät erstattet. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber noch. Da diese 24 Sensoren nur für 48 Wochen reichen, muß man die 2 restlichen Sensoren für die übriggebliebenen 4 Wochen des Jahres selber übernehmen. Die wird sich erst ändern, wenn das FreestyleLibre gesetzliche Leistung geworden ist. Noch ein Hinweis da dieser Beschluss der KK ab dem 3. Quartal gilt werden die Kosten auch Rückwirkend ab dem 3. Quartal erstattet.
      Mit freundlichen Grüßen Alexander

    4. Hallo guten Tag,
      ich habe gerade die vielen Absagen von Kk gelesen die eine Erstattung der Kosten für das Freestyle ablehnen. Ich bin Typ 1 Diabetiker seit 48 Jahren. Meine Fingerspitzen sahen teilweise wie perforiert aus. Das Freestyle benutze ich seid März 2015. Ich habe mich im Nov. 14 aufgrund eines Artikels im “Diabetes Journal” bei Freestyle angemeldet und gleichzeitig bei meiner Kk (Postbeamten Kk) angefragt ob das Gerät und die Sensoren bezahlt werden. Ich bekam nach einiger Zeit die Antwort das die Kosten für die Sensoren übernommen werden. Ich möchte auf diese Art der Blutzuckerbestimmung nicht mehr verzichten. Meine Zuckerwerte haben sich merklich gebessert.
      HBA 1c von 8,1 auf 7,2 runter.
      Schade das sich noch so viele Kk stur anstellen und nicht bezahlen wollen.

  53. KKH machte heute telefonisch folgende Aussage. Wenn sie NUR 4mal am Tag stechen und Messen, dann ist die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben. ABGELEHNT!

  54. Es ist ein Graus!
    Meine KK ist die BKK VBU. In der Wertung, der KK, die man auch hier im Netz findet, steht sie für 2016 auf Platz 2.
    Auch diese Kasse lehnt bis heute die Kostenübernahme für den Wechsel auf das Freestyle Libre-System in einem 1,5 Seiten umfassenden Schreiben ab. Daher werde ich mir bei passender Gelegenheit eine Kasse suchen, die bereit ist, die Kosten zumindest teilweise zu übernehmen. Die voraussetzungen als später LADA (Typ1) und intensivierter Insulintherapie sowie stark schwankend und schwer einstellbar (besonders nachts) liegen vor.

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