How to measure?! Messgeräte im Test – Teil #1

Seit ihrer Diagnose hat Annika nur Blutzuckergeräte des Unternehmens Bayer HealthCare benutzt. Für uns hat sie nun die Geräte der verschiedensten Firmen getestet!

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Für meinen Test habe ich mal im Internet geschaut, welche Unternehmen Geräte zum kostenlosen Test anbieten. Die Unternehmen Stada, Ypsomed und MedTrust enttäuschten mich leider, da man dort die Blutzuckergeräte nur käuflich erwerben kann. Somit bestellte ich bei Roche Diagnostics, Sanofi, BayerHealthCare, Menarini und LifeScan verschiedenste Geräte und wartete ungeduldig, bis das erste eintraf. Diese Tests habe ich unabhängig von den Unternehmen gemacht, ich habe einfach mal im Internet geschaut, welche Unternehmen kostenlose Geräte-Tests anbieten (und auch nur von denen, die mir bekannt sind;-)!)

LifeScan, OneTouch Select Plus

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Dieses Messgerät kam als erstes bei mir an. Richtig cool finde ich bei diesem Messgerät die Tasche: Eine Hardcase-Tasche. Das Gerät war in einer Halterung, an der man Teststreifen, Messgerät und die dazugehörige Stechhilfe anbringen kann. Die Stechhilfe (OneTouch Delica) fand ich persönlich nicht so toll (3-mal Stechen auf verschiedenen „Stufen“ und nichts als ein Puckern im Finger). Das Messgerät hat ein Farb-System. Ist der Wert zu hoch, zeigt es auf die rote Farbe am Rand des Messgerätes. Ist der Blutzucker zu tief, zeigt es Blau an und Grün, wenn der Wert im Zielbereich ist. Die Teststreifen punkten damit, dass sie nicht allzu viel Blut brauchen.

Nachdem man den Teststreifen eingeführt hat, ist das Gerät nach 3 Sekunden startklar. 5 Sekunden nach der Blutzufuhr hat man dann auch schon das Ergebnis.

Das Gerät hat einen Mini-USB-Kabel-Anschluss, sodass das Auslesen am Laptop möglich ist. Ich bin allerdings der totale Technik-Legastheniker und somit zu dusselig für sowas 😉 Allerdings hat selbst mein kleiner Bruder, der sich mit Technik auskennt, das nicht hinbekommen. Das Design finde ich schön modern und das Gerät ist sehr handlich. Was mich sehr irritiert hat: Man muss die Teststreifen oben reinstecken (allerdings auch nur, weil ich nun seit fast 8 Jahren nur Messgeräte benutze, wo man die Teststreifen unten oder seitlich einführen muss).

Roche, Accu-Check Mobile

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Dieses Gerät kam als Nächstes. Sehr cool fand ich, dass man bei dem Gerät keine Teststreifen hat, sondern eine Kassette. Dadurch fliegen keine Teststreifen in Handtasche, Auto, Zimmer etc. rum. Dadurch, dass diese Kassette in das Messgerät eingelegt wird und die dazugehörige Stechhilfe am Messgerät angebracht ist, kann man nichts zuhause liegen lassen (ich bin in „Sachen-verlegen/-vergessen“ ein Spezialist:-D). Die Stechhilfe (Accu-Check Fastclix) mag ich sehr und benutze sie auch schon lange. Das Gerät ist zwar sehr groß, was mich eigentlich stört, allerdings fand ich es extrem cool, dass man gleich alles in der Hand hat und zur Bedienung eigentlich auch nur eine Hand braucht. Das Gerät braucht 5 Sekunden, bis es „Mess bereit“ ist und genauso, bis man den Blutzuckerwert hat. Doof finde ich, dass es so laut ist, wenn es die Kassette weiterdreht. Was ich allgemein bei Roche schön finde, ist die große Zubehörauswahl. Ich habe mir zu diesem Gerät passende Sticker bestellt, da ich ein sehr farbenfroher Mensch bin und das Schwarz sehr langweilig fand. Das Auslesen bei diesem Gerät ging total easy, dass selbst ich das geschafft habe ;-)! Einfach das USB-Kabel an Messgerät und Laptop schließen und schon kann man eine Kurve der Werte sehen. Kein nerviges Herunterladen irgendwelcher Software.

Bayer HealthCare, Contour USB Link

Bayer HealthCare, Contour USB Link

Dieses Gerät benutze ich ca. seit einem Jahr. Damals habe ich es mit meiner VEO-Pumpe von Medtronic bekommen. Das Gerät ist schön klein und leicht zu bedienen. Zum Auslesen am Laptop war ich bei diesem Gerät einfach mal wieder zu doof bzw. mein Laptop hat es zwar aufgeladen, aber nicht als USB-Stick anerkannt?! Nachdem mein kleiner Bruder, der sich wenigstens ein wenig mit Technik auskennt, geholfen hat, konnte ich nach einer dreiviertel Stunde (wir mussten erst einmal ziemlich viele Softwares runterladen…) endlich meine Kurve sehen. Für mich als Technik-Legastheniker war das ziemlich kompliziert und ohne Hilfe hätte ich es definitiv nicht geschafft. Also auch durch den Idioten-Test gefallen:-D

Bis das Gerät Blut-aufnahmefähig ist, dauert es 4 Sekunden, bis zum Wert 6 Sekunden. Die Stechhilfe (Microlet) finde ich persönlich nicht so toll, da sie mir zu grob ist (tut auf kleinster Stufe weh und es kommt kaum bis kein Blut). Schön finde ich, dass man das Messgerät mit der Pumpe (MiniMed Paradigm VEO in meinem Fall) verbinden kann, sodass man nicht jeden Wert einzeln in die Pumpe eintragen muss. Die dazugehörige Tasche finde ich auch schön, allerdings passt da nichts rein, was ein riesiger Minuspunkt ist. Mittlerweile gibt es sogar mehrere Sticker für dieses Gerät, was ich sehr schön finde! (Bin immer für Bunt statt Schwarz oder Grau:-D).

Da es mehrere Messgeräte sind, die ich testen möchte, dürft Ihr auf einen zweiten Teil gespannt sein!

Eure Annika

14 Kommentare zu “How to measure?! Messgeräte im Test – Teil #1

  1. Hi,
    ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen und sagen, dass das AccuChek Mobile das schlechteste Gerät ist, welches ich in meiner 19-jährigen Diabetes-Laufbahn hatte. Ständig werden Fehlmessungen angezeigt. Einmal zeigte es mir einen Wert von 21 mmol/l an und nach 30 sec. nur 8 mmol/l. Dann wird zu wenig Blut angezeigt, obwohl genügend drauf war und der Oberhammer bei diesem Gerät sind die Kassetten, die totales Chaos verbreiten können mit ihrem Haltbarkeitsdatum. Auf dem Karton steht bis 09/2016 drauf und wenn ich z.B. Am 15.09.15 eingelegt habe, zeigte mir das Gerät an “Kassette haltbar bis 15.08.15”. Apotheker und Ärztin sagten mir, dass ich die Kassetten zu AccuChek schicken sollte. Kein Problem an sich, nur stand ich irgendwann ohne Kassetten da und die neu zugeschickten waren kein Stück besser. Das Gerät kommt mir ein wenig wie ‘Kassenbeschiss’ vor.
    Habe jetzt Gott sei Dank wieder das Bayer Contour Next. Ich werde es immer liebe. Sehr gute Leistung, nie Probleme und kommt ohne viel SchnickSchnack aus.

    1. Also da bin ich der gleichen Meinung. Ich habe das Accu Chek Mobile auch sehr lange genutzt und ich finde das mit den Kasetten ist zwar eine gute Idee aber das Gerät ist einfach nur schlecht. Zurzeit nutzte ich das Contour Next USB und ich finde ein besseres Messgerät gibt es nicht.

    2. Hallo, das mit den unterschiedlichen Haltbarkeitsdatum kommt daher:
      Auf dem Karton ist die Haltbarkeit aufgedruckt, nach der die Kassetten nicht mehr verwendet werden dürfen.
      Wenn man eine Kassette einlegt, ist diese geöffnet u drei Monate haltbar.
      Dies ist auch bei anderen Teststreifen so – siehe das geöffnete Dosensymbol und die Zahl, die da drin steht

  2. Ich kann auch nur aus meiner Erfahrung berichten und bis jetzt war alles super bei dem Akku-Check Mobile.Und mir gefällt es besser als das Contour, gab zwar nie Probleme damit, allerdings stören mich einfach die Teststreifen. 😉

  3. Ich finde das Accu-check-Mobile hat die Vorteile weil man keine teststreifen
    braucht . Für Messungen Unterwegs ist es gut zu bedienen.
    Ich habe leider auch feststellen müssen das es Fehlmessungen gibt
    (Kassette defekt) oder zu wenig Blut.

  4. Ich habe Freestyle Lite und bin super zufrieden damit.
    2 Meßpunkte an einem Streifen. 60 Sek. Zeit zum Nachmessen und dann noch alles beleuchtet!
    Das Gerät ist handlich und klein, trotzdem gut lesbar.

  5. Ich habe nun auch des öfteren feststellen müssen das es beim AccuCHeck Mobile desöfteren zu Fehlmessugen kommt. Die Zusammenfassung meiner Testreihe wird in den nächsten Monaten folgen;) Bis dahin muss ich erst einmal alle anderen Geräte testen 😉

  6. Hallo Annika, hast Du Dir mal Diabetessoftware wie Diabass oder Sidiary angeschaut? Einmal installiert, kannst Du alle gängige und auch neue Messgeräte am PC auslesen und hast sogar im zweiten Fall eine App für das Handy! Wäre ein Test wert!

  7. Hallo Anika, Ja es kommt vor, dass das AccuChek Mobile Fehlmeldungen anzeigt, oder zu wenig Blut registriert. Da habe ich festgestellt, dass man oft zu schnell ist im Blutauftragen. In der Ruhe liegt die Kraft, auch ohne dass der Messvorgang lang dauert. Genial finde ich am Gerät, dass man keinen Messstreifen irgendwie oder irgendwo entsorgen muss, dass man alles dabei hat Messgerät, Stechhilfe, Teststreifen. Wieso Verfallsdatum überschritten??? Wenn ich regelmäßig mein Rezept bekomme und das Gerät nutze, passiert mir das nicht. Vielleicht häuft der kommentierende Nutzer unnötige Reserven an. Warum ??? Ich finde das Gerät sehr gut und möchte es seit einigen Jahren nicht mehr missen.

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