Mein Buchprojekt ist so gut wie abgeschlossen!

Das Diabetes-Barcamp im Oktober in Frankfurt mit all seinen tollen Leuten, spannenden Sessions und coolen Themenideen war allein schon Grund genug, völlig geflasht nach Hause zu fahren. Doch die vielen Nachfragen und Kommentare zu Antjes Buchprojekt haben sie dann vollends begeistert.

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In den vergangenen Wochen sind schon eine ganze Reihe von Beiträgen über das Diabetes-Barcamp des Kirchheim-Verlags erschienen. Hier gibt es Beiträge zum Barcamp in Frankfurt, etwa einen Videobeitrag von Kathi, Michi und Basti sowie Blogbeiträge von Lisa, von Nadja, von Christian und von Tine. Auch ich fand das Barcamp ungeheuer inspirierend und habe mich gefreut, viele bekannte und neue Gesichter aus der Diabetes-Community zu sehen.

Manch einer hatte mein Buchprojekt vielleicht schon abgeschrieben…

Doch es gab eine Sache, die mich ganz besonders begeistert hat. Und das waren die vielen Fragen und Kommentare zum Stand meines Buchprojekts. Es gab sicherlich den einen oder anderen Menschen, der gar nicht mehr geglaubt hat, dass ich dieses so oft angekündigte Portrait-Buch zum Thema „Diabetes und Angehörige“ tatsächlich einmal fertigstellen würde. Immerhin ist es mittlerweile etwa zwei Jahre her, dass ich erstmals mit Verlagen Kontakt aufgenommen und mit ihnen über meine Idee diskutiert habe. Beim T1Day im Januar 2016 warb ich zum ersten Mal für mein Projekt und fand auch gleich ein paar Familien und Paare, die gern mitwirken wollten.

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Im Frühsommer 2016 war mein Buchvertrag mit dem Kirchheim-Verlag dann unterschriftsreif, und kurz darauf startete ich zu meinen Besuchen in der ganzen Bundesrepublik, bei denen ich die ersten Interviews mit Familien und Paaren führte, die mir von ihrem Alltag mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes erzählten. Für ein paar Themen fehlten mir zwar noch Interviewpartner, doch ich war seinerzeit fest davon überzeugt, dass mein Buch zum Jahresende 2016 auf dem Markt sein würde. Was offensichtlich nicht gelungen ist, weil sich die Suche nach Familien und Paaren, die über sexuelle Funktionsstörungen infolge des Diabetes und über Pflegebedürftigkeit und Diabetes noch schwieriger gestaltete, als ich angenommen hatte. Beim T1Day 2017 stand ich deshalb noch einmal auf der Bühne, warb für mein Projekt und kündigte an, mein Buch werde trotz allem wohl zum Sommer 2017 erscheinen können. Auch das war weit gefehlt.

Der Projektordner für mein Buch auf meinem Rechner enthält 123 Dateien – die vielen Bilder des Fotografen natürlich nicht eingerechnet. Es gingen bis dato 341 Mails hin und her. Und ich habe ein ganzes Notizbuch vollgeschrieben.

Meine Schwester Caro hat sich festgelesen, hat gelacht und hat geweint

Doch ein paar Tage vor dem Barcamp hatte ich endlich tatsächlich einen ganz wichtigen Schritt getan und – tadaaa – das fertige Manuskript beim Kirchheim-Verlag abgegeben. Alle Interviews waren geführt, alle Portraits geschrieben und mit den Interviewpartnern abgestimmt. Der Fotograf Marko Priske hatte ebenfalls alle interviewten Familien und Paare abgeklappert und tolle Fotos von ihnen geschossen. Zu allen Portraits hatten die beiden Experten, Dr. Jens Kröger aus Hamburg (seines Zeichens Vorstandsvorsitzender von diabetesDE) und Prof. Bernhard Kulzer aus Bad Mergentheim (Studienleiter der wichtigen DAWN2-Studie in Deutschland, die zum ersten Mal die Belastung von Angehörigen durch Diabetes untersucht hatte) Kommentare geschrieben. Und ich hatte Hintergrundkapitel zu den Themen verfasst, die mir für Angehörige von Menschen mit Diabetes besonders wichtig erscheinen.

Etliche Mitglieder meiner Familie hatten mein Buch gelesen und mir wertvolles Feedback dazu gegeben. Der Kommentar meiner Schwester Caro zum Beispiel, die ihr aus diesem Beitrag vielleicht noch kennt, nach der Lektüre des Manuskripts lautete: „Ich habe beim Lesen geweint, ich habe gelacht. Und ich habe mir fast in die Hose gemacht, weil ich mich so festgelesen habe, dass ich vergessen habe, auf Toilette zu gehen.“ Ihr könnt euch sicher vorstellen, was für ein Riesenstein mir da vom Herzen gefallen ist – denn als Schreiberling quält einen ja doch immer wieder mal die Frage, ob das alles überhaupt etwas taugt, was man da so vor sich hin tippt. Am Ende ist es doch nichts als langweiliges, belangloses Zeug?

Es ist toll zu erfahren, dass sich viele Menschen auf mein Buch freuen!

Direkt nach der Manuskriptabgabe veröffentlichte ich in weinseliger Stimmung einen Beitrag auf meinem Blog über dieses irre Gefühl, nun beinahe eine Buchautorin zu sein. Und beim Barcamp überraschten und überwältigten mich ungeheuer viele Menschen damit, dass sie mir erzählten, wie sehr sie sich auf mein Buch freuen. Manche hatten schon mitbekommen, dass ich das Manuskript fertiggestellt hatte, anderen konnte ich auf ihre Frage nun endlich einmal eine positive Antwort geben.

„Ich habe dein Projekt die ganze Zeit mitverfolgt und bin nun unglaublich gespannt auf das Ergebnis“, sagte der eine. „Ich lese deine Blogbeiträge immer sehr gern und mag die Art, wie du schreibst, deshalb bin ich mir sicher, dass dein Buch toll wird!“, sagte ein anderer Mensch. Und alle, die sich nach dem Stand des Projekts erkundigten, versicherten mir, wie wichtig sie dieses Buch finden, weil die Stimme von Angehörigen und Lebenspartnern von Menschen mit Diabetes bislang einfach nirgends so richtig gehört wird.

Im Foyer des Media Campus des deutschen Buchhandels, wo das Diabetes-Barcamp stattfand, entdeckte ich dieses tolle Plakat.

Ende Januar 2018 ist es so weit – dann könnt ihr mein Buch kaufen!

Diese tollen Reaktionen waren für mich persönlich das Allerschönste bei diesem ohnehin schon sehr gelungenen Diabetes-Barcamp. Und wer nun wissen möchte, wann denn nun mein Buch erscheint, dem kann ich nun mit recht hoher Sicherheit sagen: Nachdem nun „nur noch“ Grafik und Layout, Korrektorat und Druck anstehen, befinden wir uns auf der Zielgeraden. Vor Weihnachten wird es leider nichts mehr, doch im Frühjahr sollte es so weit sein. Dann könnt ihr das Portraitbuch kaufen und in den Geschichten von Familien und Paaren lesen, wie sie die Herausforderung Diabetes in ihrem Alltag bewältigen – woran sie verzweifeln, wie sie sich stärken und welche Tipps sie anderen Betroffenen geben. Und ich bin ungeheuer gespannt, was ihr über die Portraits denkt und ob ihr euch vielleicht in der einen oder anderen Geschichte wiederfindet.

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