BlutzuckerUNfreundliches Backen

Ramona findet, dass das Leben als Diabetikerin nicht immer Low Carb oder voller gesunder Ersatzprodukte sein muss – manchmal tun es auch die ganz klassischen Plätzchen nach Omas Rezept an Weihnachten. Deshalb verrät sie uns ihre Familienrezepte.

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Jaja, wir kennen sie alle – die zahlreichen Rezepte, in denen man gefühlt hundert Zutaten durch andere, meist wenig budgetfreundliche Zutaten ersetzen muss, um dann ein superfancy Nahrungsmittel zu haben, was den Diabetes und die Glukosekurve möglichst nicht allzu sehr verstimmt. Ich muss ja zugeben, dass ich zumindest ab und zu auch gern auf solche Rezepte zurückgreife, weil das nervige Bolus-Bingo minimiert wird.

Aber wenn es eine Person auf diesem Planeten gibt, der ich mit so etwas nicht zu kommen brauche, dann ist das: meine Oma.

Und mit der backe ich aber traditionell jedes Jahr Plätzchen zu Weihnachten. Saftige, kalorienbombige Plätzchen, die vor Butter und Zucker nur so triefen und jeden Low-Carb-Verfechter freiwillig von der nächsten Brücke springen lassen würden. Und wisst ihr was? Sie sind gut. Und jeden versemmelten Bolus, weil man sich mal wieder schon am rohen Teig überfressen hat, absolut wert. Vorhang auf für absolut blutzuckerUNfreundliche, aber extrem leckere Plätzchen-Rezepte!

Vanillekipferl

Quelle: Ramona Stanek

Fangen wir klassisch an. Für die Vanillekipferl benötigt ihr:

  • 250g Mehl (gesiebt)
  • 90g Haselnüsse (gemahlen)
  • 60g Zucker
  • 180g Butter
  • Saft von 1 Zitrone

Mit den Händen zu einem Teig verkneten und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag zu Vanillekipferln formen und bei 160°C ca. 15 Minuten backen lassen, anschließend mit Vanillezucker oder Puderzucker bestäuben.

Lebkuchen

Quelle: Ramona Stanek

Nichts für Leute mit Nussallergie, aber sehr, sehr saftig und lecker!

  • 5 Eier
  • 250g Zucker
  • 400g Haselnüsse (gemahlen)
  • 100g Mandeln (gemahlen)
  • 100g Orangeat und 100g Citronat (im Zerkleinerer ein paar Minuten auf höchster Stufe noch feiner hacken, die Stücke in der Packung sind zu groß!)
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Nelken (gemahlen)
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • 2 EL Rum oder Rumaroma
  • etwas Honig

Alles zu einem Teig verarbeiten und auf Oblaten setzen. Diese auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen, mit einem Küchentuch abdecken und bis zum nächsten Tag ruhen lassen. Dann auf 180°C ca. 20 Minuten backen; sie sollten oben leicht gebräunt und innen noch weich sein (Stäbchenprobe!). Anschließend mit geschmolzener Schokolade oder Zuckerguss überziehen.

Nougatsterne

Quelle: Ramona Stanek

Etwas mehr Arbeit – aber sie sind es sowas von wert.

  • 175g Mehl
  • 75g Stärkemehl (alternativ mehr normales Mehl)
  • 100g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 125g Margarine

zu einem Teig verarbeiten und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag mit einer größeren und einer kleineren Form jeweils gleich viele Sterne ausstechen und ca. 10-15 Minuten bei 175°C backen. Anschließend den größeren Stern mit

  • 100g Nuss-Nougat-Glasur (geschmolzen)

überziehen, den kleineren darauf„kleben“, nochmals mit Nuss-Nougat überziehen und mit einer ganzen Haselnuss dekorieren.

Spritzgebäck

Quelle: Ramona Stanek

Wer keinen Fleischwolf hat, benutzt einfach einen Spritzbeutel.

  • 200g weiche Butter
  • 300g Zucker
  • 2 Eier

schaumig rühren und anschließend

  • 1 EL Vanillezucker
  • 125g Haselnüsse (gemahlen)
  • 500g Mehl

dazugeben.

Durch den Fleischwolf drehen oder durch den Spritzbeutel drücken und nach Belieben formen – zu Kreisen, Wellen, Linien… Dann bei 160°C ungefähr 10-15 Minuten backen und, falls gewünscht, mit geschmolzener Schokolade bestreichen.

 


Wer doch auf Low-Carb-Alternativen zurückgreifen möchte, findet diese hier: Süße Sünden, ganz ohne Reue: Low-Carb-Zimtsterne, Orangenplätzchen und Vanillekipferl

Und auch vegane Rezepte haben wir: Vegan naschen an Weihnachten

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