Fragen eines Pumpen-Neulings

Ganz klar: Die Community ist schuld, dass Ramona nun eine Pumpe trägt. Also muss die Community auch Rede und Antwort stehen, wenn es um die erste Zeit mit dem neuen Gerät am Körper geht!

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Seit Mitte Mai gehöre ich, nach einem langen und nervenaufreibenden Genehmigungsprozess, nun also auch zum Club der Pumpenträger. Ich habe mich für die mylife YpsoPump aus dem Hause Ypsomed entschieden und wider Erwarten stört mich das kleine Gerät an mir gar nicht. Natürlich ist die erste Zeit, bis die Basalrate passt, etwas chaotisch – aber viel wichtiger sind doch die kleinen und großen Fragen, die im Alltag mit der Pumpe so aufploppen. Zeit, die Community zu fragen!

Ich habe also auf meinem Instagram- und Facebookaccount verschiedene Fragen zum Thema Pumpe gestellt, die mich am Anfang so umgetrieben haben. Hier sammle ich die Antworten, die ich aus der Diabetes-Online-Community bekommen habe.

Was muss alles in die Tasche?

Quelle: privat

Vorher war alles klar: Messgerät, Stechhilfe, Teststreifen, Pen, Kanülen, fertig. Und jetzt? Muss ich wirklich immer einen Ersatzkatheter mitschleppen? Und einen Ersatz-Pen oder Einmalspritzen, falls etwas mit der Pumpe nicht stimmt? Wohin mit all dem sperrigen Zeug?!

Die Antworten aus der Community waren folgende: Circa die Hälfte der Antwortenden hatte immer einen Ersatzkatheter dabei; die andere hatte ihn zumindest in greifbarer Nähe, also beispielsweise in der Arbeit, im Auto oder bei den Eltern oder guten Freunden. Zusätzlich sind Desinfektionstücher meist dabei, falls der Katheter eben unterwegs gewechselt werden muss. Zum Thema Pen und Einwegspritzen schieden sich die Geister: Manche hatten einen mit, manche gar nicht. Ich für meinen Teil trage ihn derzeit noch mit mir herum.

Wie läuft das mit dem Sport?

Quelle: privat

Während es mit dem Pen vorher meist ganz gut geklappt hat mit den verschiedenen Sportarten, hat sich Sport jetzt für mich wieder zum Mysterium entwickelt. Wahlweise rauschen meine Werte total in den Keller oder gehen durch die Decke. Auch wenn mir natürlich klar ist, dass das eine sehr individuelle Sache ist und hier keine allgemeingültigen Ratschläge gegeben werden können, wollte ich wissen, wie das die anderen Pumpenträger denn so machen.

Natürlich fielen die Antworten so unterschiedlich aus, wie eben auch wir Menschen alle unterschiedlich sind. Einig waren sich aber alle darin, dass die Basalrate mindestens um eine, besser zwei Stunden vor der geplanten Aktivität abgesenkt werden muss – wie viel, hängt stark von der Sportart und dem Grad der Anstrengung ab. Generell muss die Basalrate für Cardio mehr abgesenkt werden als für Kraftsport; auch der Nachbrenneffekt nach dem Sport muss hierbei beachtet werden. Je nach Sportart kann ein kleiner Bolus nach der Sporteinheit nötig sein, um einem Anstieg entgegenzuwirken.

Wohin mit der Pumpe in der Nacht?

Quelle: privat

Das war der Punkt, der mich vor der Pumpentherapie am meisten beunruhigt hat: Wohin mit der Pumpe des Nachts? Und erstaunlicherweise ist das der Punkt, der am wenigsten Probleme bereitet: Seit der ersten Nacht liegt sie einfach nur neben mir im Bett – und stört so exakt gar nicht.

Im Vorfeld hatte ich schon über die abenteuerlichsten Lösungen gelesen: Manche clippten sich die Pumpe auch nachts an den Bund der Schlafanzughose. Wieder andere kauften sich extra Tragegurte, die sie um den Bauch tragen und darin die Pumpe verstauen. Ich stelle mir das alles einfach nur wahnsinnig störend und unbequem vor! In der Community war auch der überwiegende Teil der Meinung: Freiheit für die Pumpe. Fast alle lassen sie lose neben sich im Bett liegen; einige clippen sie am Bund der Schlafanzughose fest. Von Bauchgurten und ähnlichen Konstruktionen war nur selten die Rede.

Natürlich war dies nur ein kleiner Einblick in die Dinge, die mir Tag für Tag mit diesem neuen Gerät durch den Kopf gehen. Gerade bei den verschiedenen Essensboli muss noch viel gelernt und herumprobiert werden! Vielleicht haben diese eher alltagsrelevanten Dinge dem ein oder anderen Pumpenneuling (oder Pumpentherapie-Überleger) ebenfalls geholfen. Und gezeigt hat sich mal wieder: Auf die Hilfe der Community ist Verlass 🙂


Auch Katharina hat lange gezögert, ob sie zur Pumpe wechseln soll. Diesen langen Weg hin zu ihrer „Pumpine“ und wie sie sich aneinander gewöhnt haben, hat sie in ihrer #Pumpine-Serie festgehalten. Hier geht’s zu Folge #9 und von da aus auch zu allen anderen Teilen der Serie. Übrigens: In den nächsten Tagen wird Teil #10 der #Pumpine-Serie erscheinen! 

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