Hey, Community! – Oktober 2019

Ab sofort gibt es ein neues, monatliches Format für euch: Hey, Community! In jedem Video spricht Ramona über ein Thema, das uns alle betrifft – und freut sich auf Interaktion mit euch!

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Hey, Community! Erinnert ihr euch eigentlich noch an eure Diagnose?

Die Diagnose Diabetes haben wir wohl alle gemeinsam – bei manchen früher, bei anderen später. Manchmal noch gut im Gedächtnis, manchmal schon etwas verblasst. Aber ein paar Erinnerungsfetzen können wir doch alle noch zusammenkratzen… und genau die wollen wir hören!

Erzählt uns eure persönliche Diagnose-Geschichte. Wann war das? Wie waren eure Gefühle? Hattet ihr vorher schon Berührungspunkte mit der Krankheit oder war alles ganz neu? Mit welchen Geräten wurdet ihr ausgestattet? Was hat sich seitdem geändert?

Einige unserer Autoren haben bereits über ihre Diagnose berichtet:

Und damit wir das Ganze nicht so negativ verlassen: Wie hat euch der Diabetes persönlich weitergebracht? Neu gewonnene Selbstdisziplin? Tolle Dia-Buddies, die ihr über die Community gefunden habt?

Hierzu weitere Beispiele von unseren Autoren:

Lasst uns alles hören, was euch zum Thema einfällt! Kommentiert das Video, diesen Beitrag, die Social-Media-Posts oder teilt das Video auf eurem Profil mit eurer Geschichte. Wir sind gespannt darauf, von euch zu hören!


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2 Kommentare zu “Hey, Community! – Oktober 2019

  1. Hallo zusammen!

    Witzig, dass dieser Beitrag am 4. Oktober veröffentlicht wurde – denn das war letztes Jahr der Tag meiner Diagnose!
    Zur Diagnose an sich gibt es nicht viel spannendes zu sagen, ich glaube, die lief ähnlich wie bei vielen – ich kam mit den “klassischen Symptomen” (Gewichtsverlust, viel Durst und Harndrang, körperlich und geistig kraftlos) zum Hausarzt, der hat dann BZ gemessen (545) und mich ins Krankenhaus geschickt. Dort haben sie mich erstmal wegen der Ketoazidose vier Tage auf Intensiv gelegt und danach war ich nochmal 10 Tage auf Normalstation. Da das Krankenhaus auch eine Diabetologie hat, hatte ich dann auch ein bisschen Schulung und es wurde alles mehr oder weniger eingestellt – aber im Nachhinein denke ich, dass man den Aufenthalt auf Normalstation auch hätte kürzer gestalten und stattdessen ambulant weitereinstellen können.

    Positiv finde ich die Momente, in denen ich eine Pizza, Sport, einen Party mit Fingerfood etc. mit guten Werten gemeistert habe – dann bin ich zugegebenermaßen echt stolz und happy über etwas, was vor der Diagnose ja gar keine Rolle gespielt hat.

  2. “Papa! Papa! Du sollst sofort beim Doktor anrufen! Du…” aufgeregter 3-stimmiger Empfang nach 10 Stunden Arbeit. Dass schon lange nach Feierabend war und der nächste auch noch ein Tag, wollten die Kids absolut nicht gelten lassen. Also hab ich angerufen und mir sagen lassen, dass ich am besten sofort in die Praxis kommen sollte.
    Das war an einem Dienstagabend im Frühjahr 1991. Der Dok hatte Spätsprechstunde gehabt und überzogen, und der letzte Patient war gerade passend für mich gegangen. Und von der folgenden viertel Stunde, die sich für mich wenigstens wie ne halbe angefühlt hat, erinnere ich nur noch Stummfilmabschnitte und die Quintessenz: “Sie haben Diabetes. Von heute an wird sich Ihr Leben grundlegend ändern.”

    Die Blutuntersuchung vom Vortag hatte nüchtern 400und mg/dl ausgewiesen und ein HBA1c von 15und. Natürlich hab ich Wochen gebraucht, bis ich die Zahlen wenigstens verstandsmäßig etwas verarbeiten konnte. Emotional war die Ansage für mich damals sowas wie ein Todesurteil mit unbestimmter Verzögerung. Allerdings wollte ich die Verzögerung praktisch von Anfang an so lange wie möglich verzögern, und dabei hat mir schon gleich in den ersten Tagen ein glücklicher Zufall mächtig geholfen. Da ist mir nämlich beim Einkauf in der Stadt im Schaufenster eines Sanitätshauses die Werbung für ne BZ-Selbsttest-Ausrüstung ins Auge gestochen:

    Stechhilfe schmerzfrei! Und das, wo ich jeden Morgen in der Praxis antreten und eine Fingerkuppe für die feststehende Lanzette in der Hand einer der eigentlich ganz netten jungen Damen opfern musste.
    Hab die Ausrüstung natürlich sofort gekauft und gleich noch in der Praxis angerufen und gefragt, ob nicht reichen würde, wenn ich den anderen Morgen selbst messen und den Wert durchgeben würde?

    Klar musste mit dem Dok rückgesprochen werden, und ne viertel Stunde weiter hatte ich den aber sowas von gewaltig im Ohr, dass ich mich fürn Moment in meine besten Schülerlein-Zeiten mit meinem alten Herrn zurückversetzt gefühlt hab. Wer mir denn erlaubt hätte, meinen BZ selbst zu messen?!…… – Aber von da an hat für den ersten Behandlungsabschnitt gereicht, wenn ich seinen Damen meine selbtgemessenen Morgenwerte durchsagte. Und er hat dann sogar nach Bedarf Teststreifen rezeptiert!

    Klar war das damals alles sehr viel todernster, als mein Blick in den Rückspiegel da ganz hinten ganz klein heute vermitteln kann. Und was ich da alles lernen musste! 4 BEs pro Mahlzeit waren mir zugestanden, aber dass die nicht 4 Scheiben Brot bedeuteten, sondern nur 2, wollte ja erst einmal gelernt werden. Und Schulungen waren damals noch kein Standard.
    Und klar ist der Blick in den Rückspiegel wesentlich von meiner heutigen Einstellung zu meinem Diabetes Typ2 geprägt: Er ist mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach.

    Wir machen uns zusammen seit über 5 Jahren mit Essen und Bewegen und dem dann noch fehlenden Minimum an Basal+Bolus 90% und mehr TIR mit HBA1cs um 5. Und wenn wir uns schon in 1991 so verhalten und das seitdem durchgehalten hätten, würden wir heute für unseren gesunden BZ noch keine Medikation brauchen. Davon bin ich fest überzeugt. Und deswegen finde ich die DDG-Ansage längst eindeutig neben der Spur, dass der Diabetes Typ 2 eine chronisch progrediente Erkrankung sei.

    Bisdann, Jürgen

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