5 sinnvolle Diabetes-Dinge, die man zuhause tun kann

Auf einmal ist auch Ramona von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen. Während sie ihre Zeit im Homeoffice verbringt, hat sie festgestellt, welche Diabetes-Aufgaben sich gerade sehr gut erledigen lassen.

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Ich geb’s ja zu: Ganz am Anfang habe ich diese ganze Covid-19-Sache so gar nicht ernst genommen. Ein Virus in China, das ist doch weit genug weg, was soll das schon für Auswirkungen auf unser Leben hier haben? Ein paar Tage, ich habe nicht gezählt, fast forward und auf einmal gehe ich selbst nur noch mit Handschuhen einkaufen, desinfiziere mein Smartphone genauso oft wie meine Hände und halte noch mehr Abstand zu Menschen auf der Straße, als ich ohnehin schon tue.

Quelle: Pixabay

Man ist also den ganzen Tag im Homeoffice gefangen und hat auf einmal schrecklich viel Zeit, um nebenbei Dinge zu tun, die im mit Meetings und Calls vollgestopften Büro-Alltag oft zu kurz kommen. Ihr ahnt schon, dass ich nicht vom Fensterputzen rede (auch wenn das auch mal wieder dringend nötig wäre): Man könnte ja auch mal sinnvolle Dinge mit dem eigenen Diabetes-Management anstellen, um die man sich sonst immer drückt. Los geht’s.

Einen Basalratentest machen

  • Ja, Überraschung. Diesen Tipp hat sicher niemand kommen sehen. Aber ernsthaft: Gerade haben wir quasi den kompletten Tag zur freien Verfügung und kein Mittagessen mit den Kollegen kommt dem lange überfälligen Basalratentest leider, leider in die Quere. Und nach überstandenem Test hat man auch noch die Zeit, sich ein leckeres Essen zur Belohnung zu kochen – und wenn’s um 2 Uhr morgens ist.

Die BE-Faktoren austesten

  • Na, habt ihr alle fleißig Nudeln gehamstert? Und Toast? Wunderbar, denn simple Kohlenhydrate ohne weitere Fett– und Proteineinheiten eignen sich bestens, um die eigenen BE-Faktoren mal wieder zu überprüfen. Wie’s geht, könnt ihr hier nachlesen – oder natürlich euer Diabetesteam befragen. Geht bestimmt auch am Telefon.

Die Auswirkungen von Sport beobachten

  • Sofern in eurem Bundesland kein Ausgehverbot herrscht, wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, um eine Runde joggen zu gehen und zu beobachten, wie sich der Blutzucker nach der langen Winterpause beim Sport verhält. Falls ihr komplett ans Haus bzw. an die Wohnung gefesselt seid, bietet sich natürlich auch ein Homeworkout an –auf YouTube gibt’s viele Videos dazu. Pro-Tipp: Wenn man die Mittagspause für Sport nutzt, fühlt man sich besonders produktiv und als würde man den Healthy Lifestyle leben. 😉

Fett-Protein-Einheiten endlich richtig schätzen

  • Und nachdem wir den Sporttipp alle beherzigt haben, kommen wir doch wieder zur schönsten Sache hinterher: Essen! Und ich persönlich finde ja, wenn man am nächsten Tag das Haus nicht verlassen muss, geht man viel entspannter an Fett-Protein-Bomben, die den Blutzucker über Stunden ansteigen lassen können, ran. Denn wenn es schiefgeht und man eine eher unentspannte Nacht hatte, ist das irgendwie nicht ganz so schlimm. Also: Rein in den Ofen mit der Pizza. Und wenn es heute nicht klappt, dann eben morgen gleich noch einmal.

Eine neue Setzstelle für Sensoren und Katheter ausprobieren

  • Man kennt das ja mit den Lieblingsstellen: Die tun nicht weh, das Insulin wirkt gut, also kommt der nächste Katheter halt an eine ähnliche Stelle. Aber wie Lisa und Katharina in dieser Podcast-Folge schon festgestellt haben: Wenn man eine Lieblingsstelle hat, ist es für diese Stelle eigentlich schon zu spät. Für mich ist es aber immer eine schrecklich große Überwindung, den Sensor oder Katheter mal woanders hin zu setzen – wie gut, dass ich zuhause stundenlang Zeit habe, mir gut zuzureden.

Vergesst nicht, euch in diesen Zeiten nicht nur um euren Diabetes, sondern auch um eure eigene mentale Gesundheit zu kümmern! Vernetzt euch mit euren Diabetes-Buddys, macht Videotelefonie mit der Familie – und natürlich #stayathome!


Apropos Vernetzung: Habt ihr schon unsere #DiabuddyReachout-Challenge bei Instagram gesehen?

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