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  • annimuckel hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #wirsindviele#wirsindviele veröffentlicht vor 1 Tag, 18 Stunden

    Hallo zusammen, ich habe vor genau einem Jahr die Diagnose Typ1 bekommen und mir wurde nahe gelegt einen Schwerbeschädigtenausweis zu beantragen. Ich habe ewig hin und her überlegt und versucht Vorteile und Nachteile aufzuwiegen. Letztendlich habe ich den Antrag gestellt und schlage mich nun mit dem Amt für Soziales rum. Kann jemand seine Erfahrungen mit mir teilen wie eure Antragstellung verlief und wie ihr mit Typ1 eingestuft wurdet? Ich habe gehört dass es hier selbst von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Einstufungen gibt. Gern auch über eine persönliche Nachricht wenn euch das in der Gruppe zu privat ist. Ich würde mich sehr über Rückmeldungen freuen, um vielleicht eine Richtung zu bekommen wie ich weiter vorgehen soll. Danke im Voraus und liebe Grüße.

    • Hallo,
      ich selber habe seit meinem 18ten Lebensjahr keinen mehr.
      Es kam vom Versorgungsamt Essen ein netter Brief mit der Bitte den Ausweis samt Fahrmarken zurück zu senden. Ich wurde von 50% auf 30% runtergestuft mit der Aussage,ich sei ja jetzt Volljährig und könnte mit der Krankheit umgehen.
      Hier in Bayern habe ich mich auf 40% hochgekämpft,obwohl mir mit der blöden Diabetischen Retinopathie mehr zustehen würde.
      Da verzichte ich lieber auf den Ausweis.
      Unsere Tochter hat ihren Ausweis mit 50% und H,zumindest bis Sie 18 ist.
      Im Prinzip sollte es jeder für sich wissen.

      LG Sandra

      • Es kann selbst auf den Sachbearbeiter ankommen aber im Grunde ist genau vorgeschrieben welchen Grad man bei was bekommt. Du kannst aber durch eine persönliche Stellungnahme auf die verschlechterte Teilhabe am leben argumentieren. Also, schreiben warum man schlechter gestellt ist als andere in seinem Alter. Im Zweifel geht das Sozialgericht – das ist kostenlos und du brauchst keinen Anwalt.(theoretisch)
        • Hallo,
          ich habe seit 40 Jahren Diabetes Typ 1 und seit 30 Jahren eine Insulinpumpe (Spirit Combo). Da mein Zucker trotz Pumpe schlecht einstellbar ist habe ich seit 9 Jahren einen Schwerbeschädigten Ausweis mit 50%. Dies lief über die Stadt Köln. Bei der Vergabe und Einstufung sagte man mir, dass insbesondere die lange Krankengeschichte ausschlaggebend für die Gewährung und die Höhe sei. Eventuelle Begleiterkrankungen spielten dann keine gewichtige Rolle. Bei kürzeren Mitgliedschaften im Diabetes Club zählen die Folgeerkrankungen aber deutlich stärker. Für mich war das gut, da ich trotz allem bislang von Folgeerkrankungen komplett verschont geblieben bin.
          Viele Grüße Markus
          • Hallo Anni,
            ich habe seit 2 Jahren Typ1 (als Spätzünder mit 37 bekommen). Dieser Typ gesellte zu zwei weiteren bereits bestehenden Autoimmunerkrankungen. Da ich berufstätig bin, habe ich auch einen Antrag für einen Schwerbehindertenausweis gestellt. Das ist viel Schreib- und Dokumentierarbeit. Zunächst wurde ich mit einem GdB (Grad der Behinderung) von 40 eingestuft. Damit bekäme man keinen Ausweis, sondern müsste sich beim Arbeitsamt gleichstellen lassen. Bei Typ 1 trifft aber auf jeden Fall 50 zu und damit ist man berechtigt einen Ausweis zu erhalten, der einem dann Vergünstigungen bei der Jahressteuer sowie 5 Urlaubstage mehr einbringt, manchmal auch kleine Vergünstigungen bei kulturellen Angeboten. Falls Du auch erstmal mit 40 abgespeist wirst bzw. vllt kommt es erst gar nicht dazu, empfiehlt sich diese Formuliereung: “GdB 50 besagt: Die an Diabetes erkrankten Menschen, die eine Insulintherapie mit täglich mindestens vier Insulininjektionen durchführen, wobei die Dosis in Abhängigkeit vom aktuellen Blutzucker, der folgenden Mahlzeit und der körperlichen Belastung selbstständig variiert werden muss, und durch erhebliche Einschnitte der Lebensführung beeinträchtigt sind, erleiden aufgrund dieses Therapieaufwandes eine ausgeprägte Teilhabebeinträchtigung. Die Blutzuckerselbstmessungen und Insulindosen (bzw. Insulinangaben über die Pumpe) müssen dokumentiert sein.” So damit erfüllt man egtl schon die Anspruchsberechtigung, denn mit Typ1 kommt man deutlich über 4x zu spritzen usw. Sehr ausschlaggebend ist Deine Beschreibung der Einschnitte in der Lebensführung – also inwieweit musst Du auf etwas verzichten, bekommst vllt Probleme im beruflichen Tagesablauf, benötigst Hilfe anderer bzw. müssen die für Dich einspringen, musstest vllt Aufgaben oder auch liebwonnenen Freizeitbeschäftigungen einschränken oder abgeben, weil irgendwann alles zuviel wird usw. Hilfreich sind Tipps vom Rechtsanwalt Oliver Ebert, der hat selbst Typ1 und Du findest viel auf Diabetesseiten von ihm; auch im Diabetes Journal. Er hat auch einen Ratgeber herausgegeben, was alles zu beachten ist. Weitere Ratschläge und Vorgehensweisen bei so einem Antrag findest Duc auch auf der Seite der Deutschen Diabetes Hilfe usw. Solltest Du weitere Erkrankungen oder Beeinträchtigungen haben, unbedingt mit auflisten und generell alles ganz genau schildern, vllt auch mit ärztlichen Belegen. Man gibt auch behandelnde Ärzte an, die man zum Zwecke der Kooperation mit dem Amt von der Schweigepflicht entbindet. Musst bloß zuvor das Deinem Arzt/Ärzten besprechen, damit sie vorbereitet sind und entsprechend zu Deinen Gunsten ihre Einschätzung formulieren können. Sollte dennoch trotz alledem eine Ablehnung/ zu geringe Einstufung kommen, leg Widerspruch ein. Dafür gibt es Vorformulierungen und dann wird nochmal gesprüft und bei mir wurde es dann ein GdB 50. Der ist befristet bis 2021. Im Herbst 2020 wird bei mir geprüft, ob sich was geändert hat – (was schonmal zeigt, dass immernoch nicht den Leuten dort klar ist, dass Typ1 nicht heilbar ist und das sind Sachbearbeiter – grrrr.) Also ich hatte seitenweise Schilderungen eingereicht, hab alles genau beschrieben, als wollte ich eine Doktorarbeit über meine eigenen Erkrankungen schreiben. …. womöglich muss ich das im Herbst dann wieder tun und wieder von Neuem erklären, was der Typ 1 und die anderen Geschichten, die ja auch nicht heilbar sind, immernoch beeinträchtigen 🙁 Trotz allem Aufwand, ist es wirklich gut, wenn man bspw. die zusätzlichen Urlaubstage hat, denn – ich persönlich – brauche auch mehr Erholungsphasen, weil ich seither mit einem viel höheren Kraftaufwand für jegliche Aufgaben unterwegs bin, der sich ja zu den anderen Geschichten noch hinzu summiert und einen stärkeren Kündigungsschutz hat man auch usw… Viel Durchhaltevermögen bei Deinen Schreibarbeiten und dann viel Erfolg!! Liebe Grüße von Sonja
              • Hallo Sonja, danke für die ausführliche Erläuterung. Ich wurde mit 40 eingestuft und habe auf Anraten meiner Ärztin Widerspruch eingelegt. Ich habe mich auch auf die Versorgungsmedizinische Verordnung berufen, in der genau das von dir geschriebene stand. Zudem habe ich auch meine Situation geschildert. Gestern kam dann der Brief dass es bei 40 bleibt und ich ja Klage einreichen könnte. Im Moment bin ich mit allem ziemlich überfordert weil alles noch so bei irgendwie ist. Ich weiß auch nicht ob denen mein Zucker „nicht schlecht genug“ ist. Irgendwie liest sich das so. Da ich aber noch Kinderwunsch habe, tue ich aktuell alles die bestmögliche Werte. Ich habe nächste Woche wieder Kontrolle bei meiner Ärztin und werde mich mit ihr beraten. Ich weiß echt nicht ob ich gerade die Kraft für solche Schritte habe. Danke dennoch an alle für euren Zuspruch und eure Infos.
                • Nachtrag: ach und das beste ist ja eigentlich dass die sich selbst auf die Versorgungsmedizinische Verordnung berufen wo das klar drin steht. Ich habe denen das sogar ausgedruckt und mir geschickt . Da fragt man sich ob die nicht lesen können und ich habe euch das Gefühl dass denen nicht klar ist, dass Typ nicht besser wird oder weg geht.
              • Alltag & Freizeit
                B-B-Bye Corona?

                B-B-Bye Corona?

                Die letzten Monate waren hart für Laura – die Covid-Pandemie hat ihre psychische Gesundheit sehr beeinflusst. Inzwischen gibt es immer mehr Lockerungen im Umgang mit dem Virus. Aber wie geht es ihr damit?

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              • sweetmampa hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #wirsindviele#wirsindviele veröffentlicht vor 2 Tage, 17 Stunden

                Hallo ihr Lieben,
                durch Zufall bin ich auf die Insulinpumpe T: slim aufmerksam geworden. Ich bin seid 1997 Pumpenträger und das fast immer mit eine Pumpe von Medtronic. Eigentlich finde ich die Pumpen auch ganz gut nur die Sache mit dem Transmitter ging bei mir gar nicht.
                Die Slim finde ich rein optisch schon sehr ansprechend und sie ist auch wohl nicht so “klobig” wie die 640.
                Aber bevor ich über einen Wechsel nachdenke wollte ich mal hören ob es schon Erfahrungswerte gibt. Ist sie wirklich so klein und trotzdem stabil genug für einen turbulenten Alltag? Wie ist das Handling auch in Bezug auf Reservoir Wechsel etc, etc.
                Ihr Pumpenträger da draußen versteht mich bestimmt😉.
                Ich würde mich über ein Feedback wahnsinnig freuen. Bis dahin wünsche ich euch ein schönes Wochenende und haltet durch, irgendwann kommt die helle, gelbe Scheibe auch mal wieder raus🌞

                • Hallo, ich stehe aktuell vor der Entscheidung Pumpe ja oder nein und wenn ja welche. Dadurch habe ich mich in letzter Zeit viel mit Pumpen beschäftigt. Meine Ärztin hatte mir von dieser Pumpe erzählt und ich hatte mich für den Newsletter beim Hersteller angemeldet für mehr Infos. Laut Hersteller gibt es die t:slim X2™ ab dem 15. Juli offiziell in Deutschland. Auf der Website kannst du dir auch eine Demo App runter laden um dir die Handhabung anzugucken und etwa rum spielen … Bolusabgabe etc.
                  Obwohl ich mich gedanklich nicht so richtig mit einer Schlauch Pumpe anfreunden kann, wäre diese allerdings möglicherweise etwas.
                  Ansonsten kann ich hier leider keine Erfahrungen beisteuern, da ich erst seit einem Jahr Typ1 habe und auch für mich noch vieles neu ist. Aber vielleicht hilft dir ja die Seite und die Demo App um mal zu gucken. Liebe Grüße
                  Anni
                  • Hier mal noch die Website:
                    https://die-clevere-insulinpumpe.de/
                    • Hi,
                      wahrscheinlich sind Erfahrungsberichte schwierig, da die Pumpe erst diesen Monat in Deutschland erscheint. Ich habe mich aber auch für den Umstieg von der 640G auf die Tslim entschieden, die Beantragung läuft. Ich kann gerne berichten sobald ich die Pumpe erhalten habe.
                      • In den USA ist die auch schon länger auf dem Markt, inzwischen schon mit Hybrid-Closed-Loop-Update. Falls du englisch sprichst, findet sich bspw. verschiedenes auf Youtube, z.B. auf dem Kanal von Diabetic Danica.

                        Ich würde auch gerne demnächst einen Pumpenantrag starten und stehe vor derselben Frage wie annimuckel – die Pumpe klingt echt interessant, weil klein und Möglichkeit auf Softwareupdates (klar, man weiß nicht, wann wohl was rauskommt, aber weniger als vier Jahre werden es wohl sein), andererseits klingt Patchpumpe auch nicht so schlecht…

                          • Moinsen, ich bin auch ein totaler Patchpumpen Fan und nutze selber seit 6 Jahren den OmniPod. Das mögliche Softwareupdate auf die t:slim macht sie dann für mich interessant. Für mich sehe ich aber nur mit dem Update einen Mehrwert unnd würden nur dann auf die Vorzüge meiner Patchpumpe verzichten.
                        • Community & Unterhaltung
                          Die #BSLounge: eine starke Community, die jetzt noch besser sichtbar ist

                          Die #BSLounge: eine starke Community, die jetzt noch besser sichtbar ist

                          Videos, Podcasts, superinteressante Artikel – das ist der neue Coaching-Bereich der Blood Sugar Lounge. Aber nicht vergessen: Nicht nur Profis wie die Coaches können helfen – oft sind die Mitglieder der Diabetes-Community die besten Helfer in der Not. Nicole findet es gut, dass dieser Bereich jetzt in der Blood Sugar Lounge prominent auf der Startseite platziert ist!

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                        • hansdampf hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #wirsindviele#wirsindviele veröffentlicht vor 3 Tage, 17 Stunden

                          Hallo in die Runde,

                          ich habe kürzlich eine Typ1-Diagnose erhalten und dachte, dass ich mich hier für einen Erfahrungsaustausch mit Leidensgenossen mal anmelde.

                          Eine erste Frage hätte ich schon mal: Meine Diabetologin wies mich auf FreeStyle Libre & Dexcom G6 zur kontinuierlichen BZ-Messung hin. Gibt’s da Unterschiede in der Anwendung? Wie sind eure Erfahrungen damit? – Könnt ihr mir das eine oder andere Gerät empfehlen?

                          Beste Grüße und vielen Dank schon mal für euer Feedback.

                          • Moin Hansdampf,

                            ich nutze den Dexcom G6 seit 1,5 Jahren und bin sehr zufrieden. Ich bin vom Libre zum Dexcom gewechselt. Damals war allerdings noch der Libre 1.
                            Ich habe die fehlenden Alarme bemängelt. Zum Libre 2 kann ich leider nicht viel sagen.

                            Ich persönlich finde es klasse, dass ich meine BZ Werte immer sichtbar habe, ohne Scannen zu müssen. Ich nutze die Handy-App und nicht den Dexcom Empfänger und habe zu dem meine Werte auf meiner Smartwatch. Das waren für mich die Pro-Punkte um zum Dexcom zu wechseln.

                            Ich kenne aber auch Diabetiker, die nicht ständig ihre Werte sehen wollen, weil sie sich davon unter Druck gesetzt fühlen usw. Das musst Du für Dich entscheiden.

                            Ich habe den Wechsel nicht bereut.

                            Liebe Güße

                            Florian

                              • Hallo Florian,

                                danke für deine Antwort. Permanent Messwerte zu haben sehe ich auch als großen Vorteil. Vor allem auch für die Selbstkontrolle ist diese Lösung schon ideal – z.B. um zu sehen, wie sich der BZ bei sportlicher Aktivität verändert. Insofern bin ich auch schon geneigt, auf eines der beiden Geräte umzusteigen.

                                Hattest du technische Probleme mit der Dexcom Handy-App? – Laut der Bewertungen im Google PlayStore scheint diese ja nicht mit allen moderneren Geräten zu funktionieren.

                                Weißt du eventuell, ob man die Handy-App und den Dexcom Empfänger auch gleichzeitig nutzen kann?

                                Beste Grüße,
                                Hans

                              • Hallo, ich habe vor genau einem Jahr die Diagnose Typ1 bekommen und kann mir vorstellen wie es dir aktuell geht. Ich hatte anfangs das Freestyle Libre2 und bin damit gut zurecht gekommen. Vor allem dass ich es am Arm tragen konnte, fand ich sehr angenehm. Beim Freestyle musst du aktuell noch Scannen. Jetzt habe ich das dexcom G6 und bin nach anfänglichen Schwierigkeiten zufrieden damit. Anfangs hat mich gestört dass die offiziellen Tragestellen nur am Bauch und übern Gesäß waren. Seit kurzem hat dexcom auf deren Seite auch offiziell den Arm als Tragestelle angegeben. Was ich hier als angenehm empfinde dass ich nicht scannen muss sondern die Daten per Bluetooth direkt empfange. Mir war das Scannen immer unangenehm. Inzwischen gehe ich mit der Krankheit aber offener um. Vorteil von dexcom dass du die Daten auch auf dein Handy oder deine Smartwatch bekommst. Aber letztendlich musst du für dich entscheiden. Du solltest vielleicht vorab schon mal mit deiner Ärztin auch sprechen wie es weitergehen soll mit ggf. Insulin Pumpe. Die Technik ist inzwischen schon so weit dass die Geräte miteinander kommunizieren können und die Pumpe bei zu hohen Werten dann Insulin abgibt falls sowas für dich in Frage kommt.
                                Ich kann dir die Seite hier empfehlen:
                                https://www.pumpencafe.de/
                                Da ich selbst noch vor der Entscheidung mit einer Pumpe stehe, hat mir die Seite geholfen mich zu informieren und je nachdem wo du wohnst, kannst du dich auch vor Ort beraten lassen und dir die Geräte, die es so gibt mal live ansehen. Vielleicht hilft dir das ja etwas weiter 🙂
                                Liebe Grüße.
                                  • Hallo annimuckel,

                                    vielen Dank für deine Rückmeldung.

                                    Die Diagnose ist zwar auf der einen Seite nicht toll – aber ich komme gut damit zurecht und sehe es eher als Chance meinen Lebensstil zu überdenken (mehr Bewegung, mehr Disziplin beim Essen, etc.). Letztlich ist es kein Weltuntergang und vor allem beim Austausch mit anderen Betroffenen wird einem bewusst, dass man nicht allein mit dem Problem ist.

                                    Dass man beim Freestyle immer selbst scannen muss, war mir nicht bewusst. Das spricht in der Tat eher für den Dexcom. Eine Beratung bei meiner Diabetologin bzgl. der beiden Geräte steht auch noch aus. Bloß wollte ich mir vorher schon mal ein Bild machen, wie bei euch da draußen so die Erfahrungen sind. Schlecht scheint ja keines der beiden Geräte zu sein.

                                    Bzgl. Insulinpumpen habe ich bisher nur oberflächlich recherchiert. Die Möglichkeit zur Koppelung mit dem Dexcom ist natürlich eine feine Sache. Aber man muss die Pumpe wohl auch immer mit sich herumtragen? – Ich weiß noch nicht so recht, ob ich mich damit anfreunden kann. Ebenso möchte ich gerade in der Anfangszeit etwas mehr Kontrolle / Eigenverantwortung über Messung & Insulindosen behalten. Wenn alles automatisch von allein funktioniert, wo bleibt denn da noch der Spaß? 😉

                                    Beste Grüße zurück,
                                    Hans

                                    • Ich glaube sowohl dexcom als auch Freestyle sind nicht schlecht. Ich hatte mit der dexcom App so meine Probleme weshalb ich dann doch noch das Lesegerät beantragt habe. Zwar wieder ein Gerät mehr zum mitnehmen aber was soll’s. Was die Insulin Pumpe angeht.. ja die trägst du auch mit dir am Körper rum. Deine Pens musst du ja aber auch mit nehmen. Ich kann mich irgendwie nicht mit einer Schlauch Pumpe anfreunden. Als Patchpumpe gibt es in Deutschland derzeit nur den omnipod welcher künftig wahrscheinlich mit dem Freestyle kommunizieren soll soweit ich gehört hab. Ich hoffe ja immer noch auch die Accu Check solo von Roche. In Österreich und Schweiz gibt es für schon. Auch eine Patch Pumpe. Ich glaube auch dass man eine Pumpe erst nach einiger Zeit beantragen kann wenn man sicher im Umgang mit dem spritzen und essen berechnen ist schließlich musst du ja auch klar kommen wenn die Pumpe plötzlich mal aussteigt 🙂
                                      Und du hast Recht… man sollte es positiv nehmen. Mir ist dadurch auch erst einiges klar geworden vor allem was die Ernährung angeht. Es ist schon Wahnsinn was der Körper so leistet um die ganzen Sünden die man so verspeist hat auszugleichen. Ich hoffe du findest das dir dich beste Gerät. M an kann sich viel austauschen aber da jeder einen anderen Lebensstil hat, muss man am Ende glaube doch gucken was zu einem selbst an besten passt 😉
                                      • Hallo annimuckel,

                                        da ich mich beim heutigen Arzttermin nun entscheiden musste, fiel dann die Wahl auf den Dexcom. Soweit wird die Sache sicherlich schon gut gehen. 🙂

                                        Ich dachte, das Lesegerät sei im Set grundsätzlich enthalten. Auf meinem Rezept steht “Sensor, Transmitter, MIT Empf” – vermutlich hat sich das separate Beantragen dann erledigt.

                                        Die Pens hat man unterwegs halt immer entspannt in der Tasche. Aber ich weiß nicht, ob ich mich mit einer Pumpe anfreunden kann, die man permanent am Körper zu tragen hat. Aber mal schauen – ich bin schließlich noch ein Frischling auf dem Gebiet und werde eventuell meine Meinung / Bedenken noch ändern.

                                        Ich freue mich jedenfalls, hier eine freundliche & hilfsbereite Gruppe von Gleichgesinnten gefunden zu haben – da fühlt man sich doch nicht ganz so allein.

                                        In diesem Sinne beste Grüße an dich und alle Mitlesenden.

                                      • Hallo Hans, das ist prima, dass Du quasi postwendend zu Deiner Diagnose hier dazugekommen bist. Meine Diagnose ist nun etwas über 2 Jahre her und ich fühlte mich ziehmlich allein damit. Das gute war, dass ich sogleich in der Klinik eine gute Schulung bekam und an einen guten Diabetologen kam. Und dennoch steht man erstmal vor einem Berg, aber es wird! Sich hier untereinander zu helfen, ist daher viel wert. Also ich bekam schon in der Klinik den Freestyle libre (2018 war es noch der 1er), als dann der 2er auf den Markt kam, wurde ich darauf umgestellt, da mir Alarmfunktionen wichtig sind. Ich habe bei beiden Modellen immer gut das Pflaster vertragen, es ist selten, dass sich ein Sensor vorzeitig ablöst. Die Tatsache, dass ich das Pflaster gut vertrage, ist jedoch angeblich der Grund – und auch weil der freestyle etwas günstiger in der Kassenfinanz, ist – dass bei mir zu einem Wechsel auf den dexcom nicht zugestimmt wurde. Ich hatte, vor allem bei dem 1er-Modell, oft Ärger mit der Genauigkeit. Es waren oftmals bei den Sensoren – nicht bei jedem – größere Differenzen zum eigentlichen Blutzucker. Der 2er-Sensor versprach ja dann von Anfang an genauer zu sein. Das ist richtig, er nähert sich zumeist schon im Laufe des ersten Setztages gut an den Blutzucker an. Und auch sonst ist der 2er gut verlässlich und liegt bei mir zumeist 20-30mmol/l unter dem Blutzuckerwert, den ich mit dem accu check gelegentlich gegenmesse. Das ist ok. Es gab auch mal Chargen anscheinend, die einige Tage vorzeitig nicht mehr funktionierten: laut Hotline lag das dann an der Batterie – vllt wenn man zu oft außer der Reichweite ist. Dass große Abweichungen sind (ab 50 und mehr) das ist sehr selten geworden. Will sagen: auch wenn ich den viel gelobten dexcom erstmal nicht bekomme, bin ich mit dem freestyle 2 zufrieden und das ist immernoch besser damit zu scannen, als ständig sich pieksen zu müssen. Die Hotline ist bei freestyle immer gut zu erreichen und alle bisher von mir beanstandeten Sensoren, einmal auch ein Lesegerät, wurden mir sofort ersetzt. Die Mitarbeiter sind da immer freundlich und kulant. Bei dexcom hörte ich, dass die Hotline schwierig zu erreichen sei, ehe man jemanden an die Strippe bekommt, aber vvlt haben hier dexcom-TrägerInnen auch bessere Erfahrungen machen können? Der freestyle 2 hat Alarmfunktionen, Du kannst Deine Werte manuell eingeben, ab wann Alarm kommen soll bspw. 80 niedrig, 240 zu hoch..Nachteil beim freestyle: der Alram ertönt dann nur einmal ab dieser Grenze, also es piept, Du misst dann mit dem Lesegerät oder Handy über den Sensor, damit Du den Wert weißt – und dann: wiederholt sich der Alarm nicht. D.h. wenn Du ihn tagsüber aufgrund sehr lauter Umgebung verpasst oder nachts wieder einschläfst: pech gehabt. Daher trage ich tagsüber das Lesegerät immer in der Hosentasche, stelle den Ton auf ganz laut plus Vibrationsalarm, damit ich auch im Gewusel einer Kita mitbekomme, wenn es bei mir mal wieder piept 😉 Bisher ist mir nichts passiert, da ich immer auch darauf achte, wenn ich mich unwohl fühle…aber dennoch ist das durchaus ein Aspekt, der verbesserungswürdig wäre seitens des Herstellers – da hätte der dexcom einen klaren Vorteil. Der warnt auch bspw. vorab, wenn innerhalb von ?20 Min. Unterz. droht und nicht erst, wenn Unterzuckerwert schon eingetreten ist. Der freestyle-Sensor liegt 14 Tage – das ist gut finde ich, der dexcom nur 10. den freestyle kann man nicht mit einer smartwatch kombinieren – das wäre auch ein Aspekt, weshalb ich mit dem dexcom liebäugele: einfach ein Blick auf die Uhr – und Du kannst Dir beim dexcom Deine BZ-Kurve ansehen und weißt ohne extra drüber zu scannen, Deinen Wert. Da ich sonst auch niemanden in meinem Umfeld mit Typ1 habe, kann ich leider auch nicht von weiteren Erfahrungen berichten. Nur eine Apothekerin hat sich als Typ1-Kollegin herausgestellt ;)Diese trägt einen dexcom und ist vollauf zufrieden und meinte der sei super genau. Dexcom bietet mitunter Infoverstantaltungen an, bei denen sie Geräte vorstellen. Ich war mal bei einer dabei – 30km von meinem Wohnort entfernt. Sowas ist vllt auch hilfreich, wenn man noch unentschlossen ist. bei youtube gibt es einige Mitmenschen mit Typ1, die von ihren Erfahrungen mit diesen Geräten berichten, das ist auch eine gute Entscheidungshilfe, da man auch sieht, wie sie sich bspw. ein Gerät setzen usw. Zu Insulinpumpen kann ich Dir nichts berichten, da ich seither ausschließlich Pens benutze. Soweit erstmal…alles Gute Dir- auf dass Du Dich alsbald gut zurechtfindest in der süßen Welt
                                          • Hallo sonjag,

                                            vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Solche Erfahrungswerte sind wirklich interessant zu lesen. Das verrät einem kein Hersteller. 😉

                                            Ich habe schon befürchtet, dass es keine klare Antwort geben wird, welches der beiden Geräte nun besser ist. Dass man nicht immer selbst scannen muss, scheint mir schon ein kleiner Vorteil für den Dexcom zu sein. Guter Kunden-Support ist auf der anderen Seite natürlich auch ein wichtiger Punkt, der wohl wiederum für den Freestyle spricht.

                                            Du merkst, ich bin noch immer unschlüssig. 😉 – Aber deinen Tipp bzgl. YouTube werde ich beherzigen und auch dort mal ein wenig recherchieren.

                                            Ich wünsche dir ebenfalls alles Gute und beste Grüße,
                                            Hans

                                            • Moin Ihr Lieben,

                                              ja, die Dexcom Hotline ist manchmal schwer zu erreichen, aber die Reklamation eines defekten Sensors geht auch super praktisch und schnell online, da braucht mein mit keinem mehr telefonieren.
                                              Die Dexcom App läuft nur auf neuen Handys, bei meinem Wechsel vom Samsung Galaxy S9 auf das (da noch) nagelneue S20+ gab es dafür noch keine App, aber es gibt ein Tool, dass quasi für jedes Handy eine passende App baut.
                                              Ja, man kann beides gleichzeitig benutzen, App und Lesegerät. Man muss nur bei der Einrichtung aufpassen, dass man erst ein das Lesegerät und dann die App… oder war es andersherum? Ich weiß es nicht mehr genau… ich nutze nur die App.

                                              Ich nutze die Patchpumpe OmniPod und bin damit eigentlich sehr zufrieden und bald soll sie wohl auch mit dem Dexcom kommunizieren können, quasi Hybrid-Closed Loop. Darauf warte ich jetzt. Die t:slim habe ich auch im Auge aber eigentlich möchte ich nur eine Patchpumpe, daher werde ich wohl noch 1-2 Jahre warten müssen.
                                              Was die Genauigkeit angeht, bin ich zufrieden, natürlich hingt diese Art der Messung immer der Glucose Messung nach, daher sind gewisse Abweichungen zum Blutigmessen unausweichlich.
                                              Ich verlasse mich auf die angezeigten Werte und höre auf meinen Körper. Wenn ich Hypo fühle aber angeblich BZ 130 habe messe ich lieber nochmal. Ansonsten wenn mein Gefühl zum BZ Wert passt, verlasse ich mich da zu 100% drauf und habe weder schwere Hypos noch Hypers und einen Hb1Ac von 6,1 und eine Standardabweichung von was um die 40. Also kann es so falsch nicht sein. Und ob der BZ nun 130 oder 142 ist, spielt ja in der regel auch keine Rolle.

                                              • Hallo flori1896,

                                                nach meinem heutigen Arzttermin bin ich nun stolzer Besitzer eines Rezepts für den Dexcom. 🙂 – Mal schauen, wie lange es sich hinzieht bis ich das Gerät dann tatsächlich nutzen kann. Ich bin jedenfalls gespannt.

                                                Weißt du eventuell, wo ich das Tool finden kann um die Dexcom-App für nicht unterstützte Geräte zu bauen? – Ist sicherlich etwas Inoffizielles bei GitHub? – Aber auch wenn’s nicht mit dem Smartphone laufen sollte, verwende ich halt das Lesegerät. Ist sicher kein Weltuntergang.

                                                Meine Ärztin hat mich jetzt auch noch bzgl. der Messgenauigkeit und zeitlichen Verzögerung gegenüber der blutigen Messung aufgeklärt. In Kombination mit deinem Feedback bin ich da schon etwas beruhigter. Notfalls kann man auf die altmodische Art die Messung ja auch noch gegenprüfen.

                                                Nochmals vielen Dank für das ausführliche Feedback.

                                                Beste Grüße.

                                            • Alltag & Freizeit
                                              Allein, allein

                                              Allein, allein

                                              Der Unterschied zwischen Einsamkeit und Alleinsein ist vielen nicht bewusst. Ingo hat sich während des Lockdowns allerdings gezwungenermaßen genau damit auseinandersetzen müssen.

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                                            • bazi64 hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #wirsindviele#wirsindviele veröffentlicht vor 6 Tage, 20 Stunden

                                              …kommt darauf an ob ich einen “Film” 3M benutzte oder nicht. Mit Film 3 – 4 Tage und ohne 2 – 3 Tage

                                            • darktear hat ein Update gepostet vor 6 Tage, 23 Stunden

                                              Meine Pennadeln wechsel ich täglich 😀

                                            • darktear hat ein Update gepostet vor 1 Woche

                                              Unsere Tochter hat auch Teflon und 2-3 Tage liegt der Katheter ohne Probleme 😀

                                            • frankmithypohundaila hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #wirsindviele#wirsindviele veröffentlicht vor 1 Woche

                                              Ich habe Teflon nicht vertragen und bin auf Stahl umgestiegen, 2-3 Tage liegt die Nadel

                                              • Hallo! 🙂 Wie hat es sich denn geäußert, dass du Teflon nicht vertragen hast?
                                                  • neuer Kat aus Telflon mit Setzhilfe gesetzt, dann ging der Wert auf über 300 mg/dl hoch. Kat herausgezogen, war nicht richtig gesetzt …
                                                    Seit dieser Zeit nehme ich 6 mm Stahl, damit gibt es keine hohen Werte mehr, nach dem Setzen
                                                • katharina-weirauch hat ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von #wirsindviele#wirsindviele veröffentlicht vor 1 Woche

                                                  Hey ihr Lieben! Mich würde mal interessieren, wie lange ihr eure Katheter (Teflon) immer liegen lasst – bei mir gibt es im Moment nach 48 Stunden immer Reaktionen um die Einstichstelle, wenn ich dann nicht wechsele.

                                                  Liebe Grüße

                                                  Katharina

                                                  • mo-typ1 antwortete vor 1 Woche
                                                    Hallo Katharina, meine Teflon-Katheter liegen, bis ich das Reservoir wechsele. Ja nach Insulinbedarf schwankt das zwischen 2,5 und 4 Tagen.
                                                    Probleme um die Setzstelle habe ich nicht. Seit wann hast Du die Reaktionen? Was tust Du dagegen?
                                                    VG Michael
                                                      • Hey Michael, wie schön, mal wieder von dir zu lesen! 🙂 Bei der Insight habe ich auch immer ziemlich genau nach 3 Tragen Infusionsset und Reservoir gewechselt und alles war fein. Bei der 670G hält das Reservoir (ich nutze das Große) über eine Woche, also ist zwischendurch Wechseln unumgänglich. Und seitdem habe ich von jedem Katheter rote Punkte (eben die Einstichstelle) – das sehe ich inzwischen schon als normal. Aber wenn ich mein Infusionsset länger als zwei Tage liegen habe, wird der Umfang der Rötung größer und schwillt ggf. auch an. Neulich hatte ich dann zum ersten Mal einen kleinen Eiterrand mit dran. In allen Fällen hilft mir Zinksalbe gut, aber dennoch nervt es. 🙁

                                                        Liebe Grüße

                                                        Katharina

                                                      • Hey,
                                                        ich bin sehr faul und warte auch immer, bis das Reservoir leer ist. In der Regel sind das 4-5 Tage. Probleme habe ich keine. Noch habe ich die Medtronic Quickset-Katheter.
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                                                        Die große Neuerung in der Blood Sugar Lounge ist der neue Coaching-Bereich. Aber auch beim Content, also den Inhalten, die seit jeher die Basis der Lounge sind, hat sich was getan – aber was genau? Hier erfahrt ihr, wie ihr den reichen Erfahrungsschatz der #BSLounge, der sich in den Beiträgen findet, neu für euch entdecken könnt.

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                                                      • Alltag & Freizeit
                                                        Diabetes als „Fremdsprache“

                                                        Diabetes als „Fremdsprache“

                                                        Als Mensch mit Diabetes übernimmt man manche (Fach-)Wörter in den eigenen Sprachgebrauch, als hätte man „HbA1c“ direkt nach den Worten „Mama“ und „Papa“ gelernt. Man lernt, „Diabetes“ zu sprechen. Aber wie in jeder Sprache muss man manchmal auf ein Wörterbuch oder ein Lexikon zurückgreifen. Gut, dass es das in der neuen #BSLounge gibt!

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                                                      • darktear hat ein Update gepostet vor 1 Woche, 3 Tage

                                                        Was ne bekloppte Nacht,war im Dauertief 🙁

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