Pen statt Pumpe – und zwar mit Absicht!

Eine Pumpe für Ramona? Die muss wohl erst noch gebacken werden, denn so richtig kann sie sich nicht damit anfreunden, dass da was an ihr dranhängt. Und es gibt ja auch noch weitere Nachteile, findet sie …

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Mit Diabetes Typ 1 wurde ich ja, perfekt passend zur Jahrtausendwende, bereits mit 8 Jahren gesegnet. Damals habe ich sogar noch – statt eines Pens – zuerst Einwegspritzen bekommen, mit denen ich mein vorher angemischtes Insulin aus Glasfläschchen gezogen habe.

Riesig und mit meterlangem Schlauch: die Pumpe

Und ja, irgendwann waren sie dann da: die Pumpen. Ich erinnere mich an Schaukästen aus Glas in der Diabetesklinik, in denen Gerätschaften mit meterlangen Schläuchen auslagen, die schon in der Vitrine riesig gewirkt haben und an diesem einen Mädchen in meinem Alter, welches auf der Schulung dabei war, noch riesiger. Ich wurde oft gefragt, von meinen Eltern, von der Diabetesberaterin, vom Diabetologen: „Möchtest du denn nicht auch eine Pumpe?“ Nein, nein und nochmals nein.

Und als die Pubertät näherkam und die Werte schlechter wurden, wurde aus den Fragen eher ein Drängen. Und ich fand den Diabetologen sehr witzlos, wie er dasaß, die Pumpe hinter der Krawatte in seinem riesigen, viel zu großen Hemd verschwinden ließ und mir erzählen wollte, wie diskret dieser riesige Kasten doch wäre. Und überhaupt, die einzige Lösung aller meiner Probleme. Ich wiederhole: Nein, nein und nochmals nein.

Insulinpumpen? Nutzt doch niemand!

Der Diabetologe wurde irgendwann gewechselt, schließlich sah er sich nicht imstande, meine Werte ohne Pumpe in den Griff zu bekommen, und das Thema war vom Tisch. Eigentlich auch komplett, denn in meinem näheren Umfeld kannte ich niemanden, der eine Pumpe hatte – eigentlich kannte ich nur eine Person, die überhaupt Diabetes hat, nämlich meine beste Freundin, und diese benutzt ebenfalls Pens.

Bis ich also in die weite Welt der Diabetes-Blogs eingetaucht bin, hatte ich Pumpen gar nicht mehr so genau auf dem Schirm und irgendwie auch nie die Vorstellung, dass sonderlich viele Diabetiker im Erwachsenenalter eine nutzen würden – oh, was lag ich falsch!

Ich habe mich also, insbesondere seit Beginn meiner eigenen „Bloggerkarriere“, wieder intensiv mit dem Thema Pumpe auseinandergesetzt. Ich war geplättet, wie viele Pumpen und wie viele Möglichkeiten es mittlerweile gibt: alle Farben, alle Formen, wasserdicht und nicht wasserdicht, bunte Katheter, mit Schlauch und gar ohne Schlauch.

Und spätestens seit der MiniMed 640G mit der Kopplung an den Enlite-Sensor erwische ich mich doch ab und zu dabei, einen neidischen Blick auf die zu werfen, die das Glück haben, dass die Pumpe sich bei einer Hypoglykämie automatisch abschaltet. Warum habe ich also selbst immer noch keine? Und wie ist die Meinung anderer Blood-Sugar-Lounge-„Penner“ zu diesem Thema?

So. Viel. Zeug.

Ich fühle mich ja jetzt schon regelmäßig wie ein Packesel, insbesondere, wenn es auf Reisen geht – und dabei hat das Equipment, welches man für Pen und Messgerät braucht, ja wirklich überschaubare Ausmaße.

Aber puh, was man für eine Pumpe alles mitschleppen muss! So viele Schläuche, Kanülen, Setzhilfen, selbst der OmniPod ist riesig und will alle drei Tage gewechselt werden. Und dann braucht man ja trotzdem noch einen Pen oder Einwegspritzen, falls etwas kaputtgeht. Ah ja, und die Ersatzpumpe. Mit Pen fühle ich mich einfach viel freier, sowohl was das Gepäck angeht als auch im Alltag: Es hängt nichts dauerhaft an mir dran, worauf ich großartig achtgeben müsste.

Dieser Meinung ist übrigens auch Michi von Type 1 Backpacker – auch wenn er sich, im Gegensatz zu mir, irgendwann definitiv mit einer Pumpe durchs Leben spazieren sieht. Grund hierfür sind die viel feineren Möglichkeiten, an der Therapie herumzufeilen und, natürlich: endlich am Weihnachtsmarkt was Süßes essen, ohne sich aus der Kleidung schälen zu müssen. Seems legit, Michi!

Ketoazi… was?

Schande über mein Haupt, aber ich muss zugeben: Bevor ich mich über Blogs und die Blood Sugar Lounge so genau mit meiner Krankheit auseinandergesetzt habe, war mir der Begriff „Ketoazidose“ komplett fremd. Nie gehört. Jetzt schon. Und ich war schockiert! In meinen fast 18 Jahren Diabeteskarriere ist mir dieses Phänomen, würde ich behaupten, nicht ein einziges Mal untergekommen – und Gott, was bin ich froh drum! An diese Urin-Ketonteststreifen habe ich nur noch eine sehr dunkle Erinnerung aus meiner Diabetesanfangszeit; irgendwann habe ich aufgehört, sie zu benutzen.

Keto? Da bleib‘ ich doch lieber beim Pen

„Wenn mein Blutzucker hoch ist, spritze ich sowieso, warum noch auf einen Streifen pinkeln?“, war meine Meinung – und ist sie eigentlich auch noch heute. Durch das Basalinsulin, was wir „Penner“ dauerhaft im Körper haben, ist die Gefahr einer Keto einfach schon mal um ein Vielfaches minimiert. Ich war wirklich erstaunt, als ich hörte, dass es anderen bei hohen Werten wirklich richtig schlecht geht, während ich bei einem Wert von 300 mg/dl (16,7 mmol/l) am Abend ein paar Einheiten spritze und mich selig zum Schlafen ins Bettchen lege. Und ja, ich gebe es zu: Die höhere Gefahr einer Keto ist einer der Hauptgründe, die mich von einer Pumpe abhalten. Hypos sind mir genug, ich möchte nicht noch etwas, auf das ich aufpassen und weswegen es mir schlecht gehen kann.

Ein geringeres Ketoazidose-Risiko – auch ein Grund, warum Ramona beim Pen bleibt.

Die perfekte Pumpe

Ich bin ein kleiner Perfektionist, und gerade, wenn es darum geht, so einschneidende Veränderungen in meinem Leben einzuführen, wie sie eine Pumpe mit sich bringen würde (ich meine, hey, da hängt was an mir dran!), würde ich am liebsten gar keine Abstriche machen. Und das geht nicht, und das ist mir auch irgendwo klar. Trotzdem habe ich bisher immer etwas zu meckern gefunden: Der OmniPod lässt sich nicht an einen Sensor koppeln, die YpsoPump auch nicht und überhaupt hat die ja einen Schlauch, genau wie die MiniMed 640G…

Ihr merkt schon, man kann es mir nicht recht machen. Auch Tine von I can eat everything ist da ähnlich wählerisch wie ich: Auch, wenn sie die Pumpe eigentlich als besser als den Pen erachtet, da sie näher an der natürlichen Funktion der Bauchspeicheldrüse ist, hat sie „ihre Pumpe“ noch nicht gefunden. Wer weiß, vielleicht kommt ja bald für Tine und mich die Lösung und auch wir sind in Zukunft mit einer externen Bauchspeicheldrüse ausgestattet?

Mehr zum Thema „Pen oder Pumpe?“

  • Es ist noch gar nicht so lange her, dass Katharina vom Pen zur Pumpe gewechselt hat. Hier ihr Fazit .
  • Carolin hat auch gewechselt – und beschreibt die Herausforderungen, denen sich Pumpen-Neulinge stellen müssen – und 5 Dinge, die einen Pumpen-Neuling verraten. Außerdem hat sie hier für euch die Vor- und Nachteile von Pumpen mit und ohne Schlauch aufgelistet.
  • Auch Lisa war mal ein Pumpen-Neuling – und berichtet hier über 5 merkwürdige Angewohnheiten von Leuten, die die Pumpe noch nicht lange haben.
  • Und hier findet Ihr noch eine Zusammenstellung von BSLounge-Classix zum Thema Pumpe.

 

11 Kommentare zu “Pen statt Pumpe – und zwar mit Absicht!

  1. Hallo Leute,

    boah, seid ihr kompliziert!

    Ich hatte zunächst das „Glück“, erst mit 22 Jahren Diabetiker zu werden und das zu Beginn der 90er Jahre, als die neuen Pens und Messgeräte gerade auf den Markt kamen. Darüber hinaus hatten sich auch die Schulungskonzepte in dieser Zeit geändert. In den 80ern wurden zu Schulungen noch blinde und fußamputierte Diabetiker hereingeführt und mit erhobenem Zeigefinger gewarnt: „So werdet ihr enden, wenn ihr nicht ohne Süßes weiterleben könnt!“ Wir bekamen schon Listen von McDonalds und Süßigkeiten mit den KH, damit wir die berechnen konnten, wenn wir mal einen Schokoriegel essen wollten.
    Ich bin seit der ersten Stunde noch bei dem selben Arzt, der mich anfangs im Krankenhaus betreute. Er selbst ist kein Diabetiker, aber total „zuckergeil“ 😉
    Schon in den 90ern kam er zu mir und wollte unbedingt mit mir als erstem Patienten die Pumpentherapie ausprobieren. Lange hatte ich mich gewehrt wegen des Teils, das immer an mir dran sein sollte mit Schlauch usw. Was denken denn die Mädels, und was mache ich beim Sport? Naja, nach ein paar Monaten ging es dann doch los mit der Pumpe von Disetronic (die später von Roche aufgekauft wurden und heute Accu-Chek heißen). Zur Einweisung kamen Herr und Frau Stoll aus Taunusstein, ein Berufsdiabetikerpaar, die auch im Pumpenlehrfilm von Disetronic den Umgang mit der Pumpe darstellten.

    Mein Umfeld und ich, wir hatten uns sehr schnell darauf eingestellt und gestört hat es nie, nicht meine Freundin und auch mich nicht beim Sport. Ich spielte Baseball, und da hat man eh lange Hosen mit Taschen an, in die ich innen Knopflöcher machen ließ, so dass der Schlauch von der Pumpe zur Nadel „innen“ verlief und nicht störte.
    Die Pumpe musste bleiben! Was das immer für ein Akt mit den Leuten vom medizinischen Dienst war, eine Folgepumpe zu beantragen und zu bekommen. Monatelange, kleinlich geführte Diabetikertagebücher hatten die gefordert, dabei war egal, dass mein HbA1c nie wieder über 7 lag. Der medizinische Dienst, eine Behörde, die alles Neue schlecht macht und nach wenigen Jahren eine Kehrtwende vollzieht und sie dann sogar fordert, ohne Sinn und Verstand, einfach nur Geld-gesteuert.

    Ketos hatte ich in den über 25 Jahren ganz wenige. Eine werde ich nie vergessen, weil mir der Katheter bei einem U2-Konzert in München (Elevation-Tour) abging und ich trotzdem weitergefeiert hatte. Bei der Heimfahrt musste das Taxi mehrfach wegen meiner Übelkeit anhalten und im Hotel blieb der Fahrstuhl einige Minuten mit mir drin hängen; neu angeklemmt, war das nach ner Stunde wieder vorbei.
    Blöd sind auch Operationen; da muss sich der Arzt schon ein wenig auskennen und die Pumpe einfach dranlassen. Die hatte ich für eine Schulteroperation mal abgemacht, was auch zu Übelkeit bis abends führte.

    Da ich auch das Glück habe, Unterzuckerungen gut zu merken, habe ich hier noch nie Hilfe benötigt oder wurde gar ohnmächtig (toi, toi, toi!).

    Noch zur Pumpe: Ich finde immer noch, dass die Schlauchpumpen die besten sind. Der Wechsel geht am schnellsten. Im Schwimmbad hast du ne Shorts an mit ner Tasche und die Nadel im Oberschenkel. Um ins Wasser zu gehen, macht man sie einfach ab und danach wieder dran, bemerkt keiner. Ich bleibe bei meiner Accu-Chek Spirit Combo, denn die neue Insight ist echt ein Rückschritt.

    Bei uns 1ern ist halt auch jeder unterschiedlich und einen generellen Plan gibt es eben nicht, der für alle gilt.
    Ich wünsche Euch alles Gute. Vielleicht habt ihr ja auch ein paar Tipps für mich… Würde mich freuen.

    Viele Grüße
    Hucky

    1. Hallo Hucky!
      Wow, das ist mal ne lange Antwort 🙂 Und mal interessant, etwas von einem „Pumper der ersten Stunde“ quasi zu lesen 😀 Welche Pumpe benutzt du denn aktuell?

      Allerdings sehe ich das mit der Pumpe und den Tragestellen trotzdem noch komplett konträt – mag daran liegen, dass ich eine Frau bin. Ich habe im Schwimmbad eben keine lange Schwimmshorts mit Taschen an, in der ich die Pumpe dezent verstecken und den Katheter am Oberschenkel unter den Shorts verstecken kann. Egal ob Bikini oder Badeanzug, die Pumpe und der Katheter wären immer sichtbar.
      Genauso bei anderen Sportklamotten, oder einfach nur im Alltag. Ich trage keine Säcke als Kleidung, gerade im Sommer mit Shorts und Top – immer sichtbar. Immer drückt sich dieser „Kasten“ irgendwo ab und immer hängt der Schlauch irgendwo rum.
      Ich *persönlich* finde Pumpen einfach null dezent oder leicht zu verstecken, gerade als Frau. Und ich möchte auch keine lustigen Lösungen wie Taschen für den BH oder Bänder für den Oberschenkel, an die ich die Pumpe ran hängen kann, weil bei den Frauenjeans die Taschen mal wieder nur zur Dekoration aufgenäht wurden. Puhh!

  2. Vielen Dank Ramona! Du hast das 100%ig auf den Punkt gebracht.
    Und wenn man wie du reiselustig ist oder sportliche Vielfalt leben will, eben nicht nur laufen und Radfahren, dann ist man mit der Pumpe wirklich schlecht bedient.
    Darum halte ich es auch für wichtig, dass man zuerst seine Lebensziele definiert und ausgehend davon die entsprechende Diabetes-Therapie wählt, und nicht umgekehrt.

    LG Geri

    1. Hey Geri!
      Ja, bei vielen Sportarten stelle ich es mir in der Tat auch sehr unpraktisch vor. Ich hab mal eine Zeit lang PoleDance gemacht, da wäre mir die Pumpe und der Schlauch ja ständig mit der Stange in den Weg gekommen :/ Es muss wirklich jeder für sich heraus finden, was am Besten funktioniert!
      LG

  3. Ich kann gar nicht ohne Pumpe! Ich bin seit 4 Jahren Diabetikerin und bekam schon nach 3 Wochen die Pumpe. Und sofort waren die Werte dank der individuellen Basalrate besser. Ich habe seit fast Anfang an einen HbAc1-Wert zwischen 6,5 und 6,7 %. Ketoazidose und schwere Hypoglykämie hatte ich noch nie. Das sind meine Prioritäten – und dafür nehme ich den Schlauch gerne in Kauf ☺

  4. Moin, moin
    ich nutze seit einigen Jahren Pen und überlege nun, auf Pumpe zu wechseln.
    Hoffe dadurch, meine BZ Werte besser in den Griff zu bekommen.
    Allein beim Sport, plane demnächst mit historischem Fechten anzufangen, habe ich meine Zweifel.
    LG
    Andreas

  5. Hi Leute,

    danke schön für das Feedback!

    Klar ist die Sache mit enger und bauchfreier Kleidung ein Argument, da habt ihr recht. Das ist aber ein Grund, weshalb ich die Akku-Chek Spirit habe, denn die Katheter sind sehr flach und auch unter enger Kleidung wenig zu sehen. Darüber hinaus ist das System auch mal schnell abgemacht und mit ’ner neuen Nadel schnell wieder angesteckt; eine halbe Stunde Pause macht ja auch mal nichts aus.

    Zum Thema Reisen kann ich sagen, dass ich in einem Sportverband arbeite und jahrelang überall in Europa und von den USA bis Japan viel unterwegs war. Da war es mit einer Pumpe wesentlich einfacher als noch mit den Pens, denn irgendwelches Essen zu anderen Zeiten und dann noch Jetlag, da hätte ich einiges sicher „verpen-nt“.

    Ich will keine Werbung machen, denn es ist, wie ihr beschreibt: So individuell, wie jeder Diabetiker / jede Diabetikerin den BLZ einstellen muss, so „muss jede(r) für sich heraus finden, was am besten funktioniert!“ (Zitat Ramona )

    Meine Devise war immer, dass mich der Diabetes so wenig wie möglich einschränken soll und ich ganz nah an den aktuellen Entwicklungen bin. Alle Zeit, die mich der zusätzliche Umgang mit dem Diabetes kostet (Messen, Ampullenwechsel, Essenzubereitung etc.)habe ich immer reduzieren wollen. Beispielsweise haben sich mittlerweile die BLZ-Messzeiten super reduziert, von anfänglich noch Testreifen mit Blut darauf abwischen und zwei Minuten warten bis hin zum CGM mit Tagesprofil.

    Ich messe täglich mindestens siebenmal und probiere demnächst mal einen Freestyle Libre aus. Mit CGM habe ich gewisse Erfahrung, weil unsere kleine Selbsthilfegruppe sich schon vor Jahren den Dexcom 3 (glaube ich) zugelegt hat und wir alle halbe Jahr im Wechsel unsere Tages- und Nachtprofile damit erstellt hatten. Richtig gut bin ich nicht damit klar gekommen, deshalb bin ich auf den Libre mal gespannt. Habt ihr Erfahrunegn damit?

    Wenn’s mit den Pens läuft und die Werte gut sind, umso besser, „never change a winning team“. Für mich persönlich wäre es ein Rückschritt, gegen den ich mich auch schon massiv beim MDK gewehrt habe.

    Viele Grüße
    Hucky

  6. Hallo zusammen,

    mir ging es das erste und einzige Mal seitdem ich Diabetikerin bin so richtig schlecht als ich mich dazu durchgerungen habe, doch mal einer Pumpe eine Chance zu geben… meine erste und einzige Ketoazidose suchte mich heim und es ging mir so richtig beschissen. Das Thema Pumpe war dann ziemlich schnell wieder vom Tisch, denn ich konnte keinerlei nennenswerte Vorteile gegenüber meiner Pens feststellen, eher im Gegenteil durch eine ständig drohende Ketoazidose. Ich liebe den Libre und meine Pens und auch meinen Hba1c von 5,8 kann eine Pumpe nicht toppen.

  7. Toller Artikel, der mir bis vor einem Jahr aus der Seele gesprochen hat! Ich war immer gegen eine Pumpe, aus den selben Gründen wie du. Am meisten sah ich die Einschränkungen in den Ketos, dem ganzen Zubehör und dem Verlust der „unbeschwertheit“… Seit frühster Kindheit hatte ich „meine“ Pens, und eigentlich habe ich mich nie eingeschränkt gefühlt. Weil ich aber immer jemand bin, der gerne alle Möglichkeiten kennen will, um sich dann das „beste“ auszusuchen, habe ich mich vor einem Jahr für eine Pumpe entschieden. Ich wollt einfach wissen ob man damit wirklich so viel flxibler ist als mit dem Pen, wie mir mein Umfeld immer weiß machen wollte… Mit der Eisntellung „Es zwingt mich ja keiner das Teil zu behalten, die KK freut es eh wenn ich zum Pen zurück wechsel“ habe ich mir den OmniPod ausgesucht und war ab dem Zeitpunkt quasi als reiner Test mit der Pumpe unterwegs. Nach zwei/drei Monaten, ich hatte mich bis dahin an die Pumpe gewöhnt, hab ich den ersten Versuch unternommen, zurück zum Pen zu wechseln. Und das Ende vom Lied?
    Ich habe es mehrfach immer wieder ausprobiert den Pen zu nutzen, ich habe auch weiterhin alle notwendigen Sache nzuhause, aber ich habe NIE länger als 1-2 Wochen durchgehalten, bis ich wieder zurück zur Pumpe wollte. Hätte mir das jemand vor der Umstellung auf CSII erzählt, hätte ich ihn vmtl ausgelacht. Ich bin selber immer noch total überrascht von mir selbst.
    Deshalb kann ich jedem, der die selben Argumente gegen eine Pumpe hat wie ich sie hatte/habe nur empfehlen, insofern die KK die Pumpe überhaupt genemigt, es auszuprobieren. Klar ist das alles individuell, und ich kann nur von meinen eingenen Erfahrungen berichten. Insgesamt finde ich jedoch, dass man sich allein durch Vorstellung kein absolut realistisches Bild von der Pumpe machen kann. Ich kannte ausschließlich CSIIler in meinem Umfeld, auch in meiner Familie gibt es eine Pumperin, aber einen richtigen und differenzierten Eindruck habe ich davon erst bekommen, als ich selber eine Pumpe mehrere Wochen getragen habe. Absolut überzeugt bin ich immer noch nicht, aber ich sehe die Pumpe heute in einem vollkommen anderen Licht. Deshalb kann ich jedem nur empfehlen, es einfach mal auszuprobieren…:)

  8. Hey ich bin ich doch nicht alleine mit meiner Meinung, dass der Pen mehr Vorteile hat. ( Zumindest für mich )
    Mich würde die Pumpe nur stören und ich hätte auch keine Lust mir ständig Gedanken zu machen… wo verstecke ich sie jetzt. Gut… ab und zu habe ich schon drüber nachgedacht, aber so schnell wie der Gedanke kam ging er auch wieder. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass da was am Körper ist, was man ständig kontrollieren muss und aufpassen muss das man sich nichts rauszieht. Ich mag mich ja irren, aber im Moment kommt sie nicht in Frage. Wer weiß vielleicht ändert sich die Meinung ja noch. Mein Arzt würde sich freuen. Er hat es aber auch nicht einfach mit mir.
    Ich freue mich wieder von dir zu lesen Ramona.
    LG Yvonne

    1. Hallo,
      bei mir wäre es genau umgekehrt .
      Bin aktuell noch Pen Nutzer und habe zu Hause den direkten Vergleich. Meine Tochter nutzt eine Pumpe und vermittelt einen recht lockeren Eindruck.
      Momentan bin ich noch auf der Suche nach einer passenden Pumpe.
      Ciao
      Andreas

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