5 Dinge, die mir die Online-Community gebracht hat

Der Online-Austausch mit anderen Menschen mit Diabetes ist für Ramona mittlerweile ein wichtiger Teil ihres Alltags. Hier erzählt sie euch, warum.

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Die Diabetes-Barcamps in Nürnberg und Frankfurt sind vorbei und wir bewegen uns mit großen Schritten in Richtung Diabetes-Monat November – von dem ich bis vor ein paar Jahren nicht mal wusste, dass er existiert. Also, von der Existenz des Novembers wusste ich natürlich – aber nicht, dass er irgendetwas mit Diabetes zu tun hat. Und dann? Kam dieser schicksalhafte Tag, an dem ich beschlossen habe, dass ich ja mal in diese Online-Community-Sache einsteigen könnte. Die hat mir aber nicht nur etwas über Diabetesmonate gezeigt, sondern noch ein paar andere Sachen.


Quelle: Pixabay

1. Du bist nicht allein.

Ja, total offensichtlich, oder? Trotzdem: So im „realen Leben“ trifft man ja eher auf wenige andere Menschen mit Diabetes. Ich zumindest. Und auf die seltsamen Kinderfreizeiten wollte ich früher nicht gehen (vielleicht war aber auch ich der seltsame Part). Aber wenn man sich dann von allein und freiwillig in die Sache stürzt, eröffnen sich ganz neue Welten – und sei es nur, jemanden zu haben, der das eklige „Hypo“-Gefühl nachvollziehen kann.

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2. Man lernt voneinander.

Ich war früher recht festgefahren in meiner Diabetestherapie. Am Pen ist schon der Lack abgeblättert und auch das Blutzuckermessgerät war schon viele, viele Jahre in Benutzung. Wozu auch ein neues holen, das hier hat schließlich ein beleuchtetes Display und die anderen Messgeräte machen doch auch nichts anderes, richtig? Für mich war es wirklich ein (positiver!) Schock, mich auch mal abseits der diabetologischen Praxis zu informieren und zu sehen, was die anderen in der Community so an Technik benutzen und wie sie damit zurechtkommen.

3. Irgendjemand da draußen hat das gleiche Problem wie Du.

Sensor klebt nicht? Das neue Insulin ist gefühlt doch nicht so toll? Nach bestimmten Speisen landen die Werte jenseits der 300 mg/dl (16,7 mmol/l), egal, was du machst? Japp, früher dachte ich auch, ich bilde mir Dinge ein oder bin zu doof für mein Diabetesmanagement… aber ganz, ganz sicher die Einzige mit diesem Problem. Und dann sieht man auf einmal: Nee, andere haben das auch! Und auch, wenn keiner die Lösung parat hat, ist es schön zu sehen, dass man nicht allein dasteht.

4. Mehr Motivation im Alltag.

Ja, einerseits kann es ganz schön stressen, wenn man Instagram öffnet und dann mit den verdächtig flachen Vorzeige-Glukosekurven anderer Menschen mit Diabetes konfrontiert wird. Mir hat das auf der anderen Seite aber auch eine Sache gezeigt: Normale Werte sind möglich. Nicht immer, nicht unter allen Umständen, aber – möglich. Früher erschienen mir mein Diabetes und meine Werte oft unberechenbar, ich war mir sicher, dass es komplett unmöglich ist, auch mal weniger chaotische Werte zu haben. Durch die Community habe ich den Ehrgeiz wiedergefunden – und wenn es mal nicht so gut läuft: Siehe Punkt 3.

5. Offline-Treffen rocken.

Klar, sehr praktisch, wenn man an der Bushaltestelle mal eben auf Instagram durchscrollen kann oder sich bei den Online-Buddies über bestimmte Themen auslassen kann. Aber das mit Abstand Beste sind für mich immer die MeetUps in der realen Welt – wo ein Sensor nach dem anderen piept und keiner schief angeschaut wird, wenn er wegen einer „Hypo“ mal stehen bleiben muss.


Quelle: Pixabay

Lust, mitzumachen?

Dann schaut doch einfach beim Weltdiabetestag am 16.11. von 10.30 bis 17 Uhr im Sony Center in Berlin am Potsdamer Platz vorbei! Die Blood Sugar Lounge ist auch am Start!

Ein Kommentar zu “5 Dinge, die mir die Online-Community gebracht hat

  1. 1-4 unterschreibe ich sofort. 5 glaube ich in der Form nicht, weil Typ 1 Rock für Typ 2 Opa im Rolli doch ein bisschen schwer verdaulich sein wird 😉 Trotzdem klar doch, gutes Gelingen für Euren Rock 🙂

    Bisdann, Jürgen

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